Freitag, 28. November 2014

Salina - Anschlag auf den Camilo-Clan / Teil1 - Showkampf in der Taberna / 3


Salina – Anschlag auf den Camilo-Clan
- Teil 1 – Showkampf in der Taberna / 3 -


           8 = GONG – GONG =
                                 - „Ende der zweiten Runde!“

„Endlich! Verdammt … lass mich … aah … los, maldito … idiota, Arschloch!“ Hat der Typ den Pausen-Gong nicht gehört? Mir kreisen Sterne vor den Augen, bin kurz davor, ohnmächtig zu werden. Doch der Kerl macht keine Anstalten, mich freizugeben. Im Gegenteil. Noch verbissener versucht er, mich endlich in die Aufgabe zu zwingen. „Hör … aah … auf, Mann!“ Ich krächze. Er hält einen seiner muskulösen Männerarme fest um meinen Hals geschlungen und zerrt ihn mit Hilfe des anderen Armes hinter meinen Rücken so brutal zurück, dass er mir die Wirbelsäule überstreckt. Gleichzeitig drückt er meinen Hals in dem Würgegriff so fest zusammen, dass ich hilflos mit den Händen um mich schlage, immer wieder krächze und keuche und kurz davor bin aufzugeben. Ich spüre das Pochen des Pulses in den Schläfen, und wie vor meinen Sinnen die Wirklichkeit entrinnt. Ich kann nicht mehr! Der Jubel und die Schreie der Zuschauer, das Vibrieren des Bodens vom Herumspringen der Gäste direkt am Ring, wirken surreal auf mich, wie aus einer anderen Welt.

Die zweite Runde verläuft so völlig anders, als die erste. Mir war bewusst, dass dieser 27-jährige Wikinger aus dem bisherigen Kampfverlauf lernen, und nun alles daran setzen würde, diese diesmal zu gewinnen. Von Anfang an gab er mir kaum eine Chance, meinen Kampf zu führen. Meine Attacken liefen oft ins Leere oder blieben bei ihm wirkungslos, seine Angriffe und Konter indes zwangen mich immer wieder in die Knie. Und rangen wir dann am Boden miteinander, spielte er seine athletischen Vorteile so richtig aus, es folgte eine Dominations- und Demütigungstechnik nach der anderen, und er brachte mich bald an die Grenze meiner Kräfte.

Die meisten Kämpfe, auch gegen Männer, sind für mich bisher immer siegreich ausgegangen. Doch im Kampf gegen einen Mann, der ein durchtrainierter und erfahrener Jaguar-Krieger, dazu deutlich schwerer und größer ist, wie ich selbst, ist das was anderes. Da ist es schon eine Leistung, solang mithalten zu können. Weibliche Jaguar-Krieger bekommen in ihrer Ausbildung ein Spezial-Kampftraining, das sogenannte Tecnología Ciclón, wo besonders an den geschlechtsbedingten Nachteilen gearbeitet wird. Sonst hätten wir in Kämpfen gegen männliche Jaguar-Krieger keine Chance. Aber Wunder erreicht man dadurch natürlich nicht. Alles hat eben seine Grenzen. Und an die Grenzen meiner kämpferischen Fähigkeiten hat mich wohl dieser Wikinger nun gebracht.

Mit dem Becken liegt Ole zwischen meinen strampelnden Beinen, und ich spüre, wie er immer wieder mit einzelnen harten Stößen stöhnend seine große, pralle Männlichkeit tief in mich hinein jagt. Ab und zu hält er dabei inne, beugt sich vor, fährt mit den Lippen über eine meiner vollen, gespannten Brüste, umzüngelt meinen harten, verräterisch aufgerichteten Nippel und knabbert sanft an ihm, während er mich in seinem brutalen Griff weiterhin fest nach hinten überstreckt hält.

Wie von weit her höre ich die Schreie der Gäste. „Los Ole, verpass' ihr den Rest, gleich gibt sie auf!“, „Reiß dem Miststück die Titten ab!“ Total mitgerissen warten sie darauf, ob es ihm noch gelingt, mich in die Aufgabe zu zwingen, oder ob ich mich in die dritte Runde herüber retten kann. Offenbar ist auch denen entgangen, dass die Runde längst beendet ist. Sie wurde vom Kampfrichter nach Überlänge, da keine Kampfentscheidung gefallen ist, für beendet erklärt, und geht somit unentschieden aus.Lass mich endlich … aah, los, maldito cerdo, … verdammtes Schwein!“

Mir ist schwarz vor Augen, ich hänge nun kraftlos in seinem harten Männergriff, völlig wehrlos, und kann so nicht sehen, doch ich spüre es durch das Vibrieren des Bodens, ein Gefühl der Hoffnung, das mich warm durchströmt, wie die Assistenten des Kampfrichters zum Wikinger eilen und auf ihn zuspringen und versuchen, seinen festen Würgegriff zu lösen. Ich krächze und keuche, spüre, wie der Typ hartnäckig Widerstand leistet, und lass mit mir geschehen, was folgt.


         
          = 9 =  Die Reifeprüfung. Der Tag, an dem Ricarda und ich zeigen mussten, was wir gelernt und welche Fähigkeiten wir erworben hatten, über die vielen harten Ausbildungsjahre hinweg. Und an dem entschieden wurde, ob wir in die Elite-Kampftruppe der Jaguar-Krieger aufgenommen werden konnten. Traditionell wurde die Reifeprüfung am achzehnten Geburtstag des Schülers durchgeführt. Doch da Ricarda zwar im selben Monat geboren wurde wie ich, allerdings nicht am 2. Februar, sondern am 27., außerdem war sie ein Jahr älter als ich, ließ sie sich um das eine Jahr zurückstellen, und die Prüfungskommission erklärte sich bereit, uns an meinem achzehnten Geburtstag gemeinsam zur Reifeprüfung zuzulassen.

Es gab verschiedene Teil-Prüfungen, die es alle in sich hatten. Zwei Tage lang wurden die unterschiedlichsten Fähigkeiten abgefragt, über die man als Elite-Kämpfer verfügen musste.

Da gab es zum Beispiel die Bogen-Tests. Im schnellen Jagd-Galopp sollte auf ein kleines, bewegliches Ziel geschossen werden. Dabei war es nicht nur ein Kunststück, das Gleichgewicht zu halten und nicht vom Pferd zu stürzen. Bei dem Tempo, mit dem das Pferd durch die Arena schoss, war das ganze alles andere als ungefährlich. Aber man bekam dabei echt einen tollen Adrenalinkick.

In der zweiten Runde mussten wir in ebenso halsbrecherischem Galopp mit gespanntem Bogen vom Pferd springen, während des Sprunges auf ein weiteres kleines, bewegliches Ziel schießen, auf dem Boden abrollen und dann sofort einen erneuten gezielten Schuss absetzen. Anschließend auf das heran jagende Pferd wieder aufspringen und sofort auf ein erneutes Ziel schießen. Neben den anspruchsvollen Kampfschwimmer-Tests und den Zweikampf-Prüfungen mit Handicap, hat mir dieser Teil besonders Spaß gemacht. Und auch Ricarda war die Begeisterung anzusehen.

Später dann, im Nahkampf, bekamen wir es mit zwei großen, kräftigen und erfahrenen Elite-Kämpfern zu tun. Dabei ging es nicht unbedingt darum, sie im Kampf zu bezwingen. Vielmehr wollte die Prüfungskommission sehen, wie wir mit so einer Herausforderung klarkommen würden. Denn in realen Situationen würden wir es immer wieder mit physisch überlegenen Gegnern zu tun haben. Gerade auch als Frauen. Erstmals mussten wir nackt zum Kampf antreten. Danach wollten Ricarda und ich nie wieder bekleidet kämpfen. Egal, ob gegen Frauen oder Männer. Auch wenn es gegen manche Männer schon eine unglaubliche Überwindung darstellt. Und wir genossen es, unsere Gegner allerdings noch viel mehr, wie sie mit uns „jungen Dingern“ über den Boden rollten, eng ineinander verschlungen, ringend und - … na ja. Doch auch diesen Teil der Prüfung bestanden wir mit Bravour, und wir waren beide total stolz darauf.



Irgendetwas bringt mich zurück in die Realität, das Bild verblasst und ich seufze. Ich atme tief durch, versuche ruhig zu atmen. Ich sitze auf einem Hocker in meiner Ringecke, die Hände auf die Oberschenkel gelegt. Nun kommt meine Erschöpfung zurück ins Bewusstsein, ich fühle mich müde, regelrecht gemartert, und mein Körper ist der reine Schmerz. Als ich meinen Kopf hebe und mit der Hand vorsichtig über das Hämatom unter meinem rechten Auge taste, stöhne ich auf.

Ganz hinten an einem Tisch sehe ich nun Ricarda, wie sie mit unauffälligen Blicken diesen Typen beobachtet, der am Nachbartisch sitzt. Der ist völlig emotionslos. Leidenschaftslos. Kein Jubel, keine Regung. Wirkt wie ein Fremdkörper. Aber er starrt mich die ganze Zeit an. Dann auf einmal tritt Sandro aus einer verrauchten dunklen Ecke hervor und setzt sich zu Ricarda an den Tisch. Er ist ein Jaguar-Krieger aus unserem Clan. Wir sind flüchtig befreundet. Okay, ich find' ihn ja ganz schnuckelig. Sie begrüßen sich beide, Schmatzer hier, Schmatzer da, na ja, Ricarda lacht und ist wohl froh, dass endlich jemand da ist, mit dem sie quatschen kann. Sie lebt richtig auf. Sie zupft verspielt an ihren knappen-BH-Dreiecken, als wären sie verrutscht, der typische Frauentrick eben, und nachdem sie ein paar Worte gewechselt haben, die ich nicht verstehen kann, blickt sie wieder zu diesem komischen Typen herüber, und Sandro folgt ihrem Blick. Als er sie dann wieder ansieht, zuckt Ricarda nur mit den Schultern und schüttelt leicht den Kopf.

Ich greife meine Wasserschale und trinke einen Schluck. Dann wische ich mir mit dem Handtuch über Gesicht und Schultern, und sehe erneut zu Ricarda, die gerade aufgestanden ist und zum Tisch des Wettmeisters geht. Dieses irre Schwein hat sich auf seinem Stuhl zurück gelehnt und kauert an der Wand. Die Arme vor der Brust verschränkt, schnarcht er und grunzt so laut vor sich hin, dass sogar ich es hören kann. Plötzlich beugt sich Ricarda über den Tisch, schlägt die Fäuste so heftig auf die Tischplatte, dass die Gefäße mit den Einnahmen laut schäppern, und schreit ihm ins Gesicht.

„Aufwachen!“

Unwillkürlich muss ich grinsen. Mensch, Ricky, sei nicht so gemein! Schlafende Schweine sollte man schlafen lassen.

Der Typ schreckt auf, glotzt schlaftrunken auf ihre Brüste, die sich direkt vor seinem Gesicht befinden, und reißt dann instinktiv und schreiend die Arme in die Luft, als er direkt in Ricardas blitzende Augen sieht. Dabei wäre er fast quiekend vom Hocker gefallen.

„Was ist?“, keucht er, nach Luft ringend. Die kleinen, verschlafenden Schweinsaugen blinzeln durch die dicke Hornbrille, und wirken so viel größer. Etwas verängstigt starren sie Ricarda an.

Es entsteht ein kurzer Wortwechsel, den ich aber nicht genau verstehe. Doch Schweinchen muss irgendetwas sagen, was Ricarda ziemlich auf die Palme bringt. Na ja, dazu braucht es manchmal nicht viel. Sie blitzt ihn wütend an, reißt ihren Kampfstab aus dem Beinhalfter und schwingt ihn gekonnt um ihr Handgelenk. Der Wettmeister starrt eingeschüchtert auf das Wirbelspiel.

„Was hab ich denn gemacht?“, winselt er ängstlich und grunzt.

Plötzlich reißt Ricarda eines ihrer Beine hoch, und als sie es im nächsten Moment niederschlägt, zerbricht der Hocker unter seinem fettleibigen Hintern in kleine Einzelteile, und der Kerl landet auf dem Boden. Dann bekommt er den kalten, scharfen Klingenstahl an seiner Kehle zu spüren.

Oh Gott, ¿Estás loco? - provozier' NIEMALS eine Jaguar-Kriegerin!, denke ich amüsiert und merke nun kaum noch was von meiner Erschöpfung und den Schmerzen. Danke Ricky!

Als mein Blick zurück in den Ring schweift, steht plötzlich der Wikinger direkt vor mir, ich erschrecke und zucke zusammen.

„Hör mal, Süße“, knurrt der Nordmann und betrachtet mich finster. Er steht breitbeinig vor mir, wie ein Fels, und hat die Arme in die Hüften gestemmt. „Noch hast du die Chance aufzugeben. Du glaubst doch wohl nicht im ernst, dass du die Runde jetzt noch für dich entscheiden kannst.“

Wer, zum Teufel, hat ihm erlaubt, seine Ecke zu verlassen? Das ist gegen das Regelwerk!

Aus meiner sitzenden Position wirkt der Zehn-Meter-Hüne zwanzig Meter groß. Sein praller Wikinger-Lusthammer direkt vor meinem Gesicht. Groß, prall und steif. Wieder steif! Als wollte er ihn mir gleich in den Mund hämmern. Ich blicke ihn von unten her an, meine Augen werden zu Schlitzen, und ich kann mich nur schwer beherrschen.

„Niemals!“

Auf einmal rammt er mir ohne Vorwarnung seinen Ellenbogen gegen die Kehle. „Was ist - soll ich dich killen?“

Ich packe mit beiden Händen seinen Arm, den er hart gegen meine Hals gepresst hält, versuch ihn von mir weg zu drücken, und krächze. Es ist zwecklos, er ist zu stark. Aus meiner Position heraus kann ich ihm nicht genug Kraft entgegen bieten.

Aus den Augenwinkeln erkenne ich, wie mir Ricarda gerade mit vollständig ausgefahrenem Kampfstab zu Hilfe eilen will. Doch dann geht ein Kraftruck durch meinen angespannten Körper, und ich ramme ihm mein Schienbein zwischen seine Schenkel. Die Wirkung ist unmittelbar. Ole schlägt seine Beine zusammen, hält die Hände in die Genitalien, und geht wimmernd und prustend in die Knie. Sein Gesicht ist schmerzverzerrt. Noch ehe ich mit einem weiteren Tritt gegen sein Kinn nachsetzen kann, wirft sich der Assistent des Kampfrichters zwischen uns. BLÖDMANN!

Ich lege eine Hand auf meinen Hals, und als ich keuchend zu Ricarda herüber sehe, hat Sandro sie bei den Schultern gegriffen und versucht sie zurückzuhalten und zu beruhigen.

Der Wikinger, vom Assistenten bei den Armen gepackt, wird von diesem nun zurück in seine Ecke gezwungen. Wenn er gewollt hätte, der Assistent hätte ihn niemals daran hindern können, erneut auf mich los zu stürmen. Fünf dieser Assistenten hätten den Nordmann nicht beeindruckt.

Während er also zurück in seine Ecke geschoben wird, er lässt mich dabei nicht aus den Augen, und ich sehe, wie sein großer Penis bei jedem seiner widerwilligen Schritte ausgelassen durch die Luft peitscht, richtet er den Zeigefinger auf mich und knurrt: „Ich hoffe, du gibst nicht auf!“

Als ich wieder zu Ricarda schaue, sehe ich, wie sich ein kleines Mädchen zu ihr gesellt hat, und sie sich nun herzlich lachend umarmen und begrüßen. Sie hat die Kleidung einer … na klar, es ist die kleine Sara, die achtjährige Schülerin des Magico, des Schamans und Heilers des Clans. Ein echt schräger Typ. Aber noch schräger ist seine Art zu kommunizieren. Seine Blubber-Sprache versteht nur Sara, und so ist sie auch seine ständige Dollmetscherin.



Ich erinnere mich an meine erste Begegnung mit dem Magier. Ich hatte Rayo, so sein Name, der soviel bedeutet wie Donnerblitz, aufgesucht, weil ich wissen wollte, wie man erkennen kann, dass ein Kämpfer seine Kampfkraft durch magische Einflüsse unterstützt.

Ich befand mich in der Empfangshalle. Ein höhlenähnlicher Raum, der in Fels geschlagen war. Ich ging die Wände ab und untersuchte das seltsam glänzende Gestein. Überall hingen Fackeln, die den Raum so in ein diffuses Licht tauchten. Es gab unregelmäßige Felsvorsprünge, die alle natürlichen Ursprungs zu sein schienen. Meine Hand strich über das Gestein, das sich wärmer anfühlte, als es sein dürfte. Dann spürte ich, wie es unter meinen Fußsohlen anfing zu vibrieren. Zuerst nur ein leichtes, angenehmes Kribbeln. Doch schnell nahm die Intensität zu. Plötzlich schreckte ich zusammen. Ich hatte etwas gehört, ein Wispern. Aber außer mir schien niemand hier zu sein. Als sich das Wispern dann mit einem vielfachen Klickgeräusch mischte, stürzte ich mich in eine der Felsvorsprünge. Während ich versuchte, etwas zu erkennen, griff ich meinen Bogen. Mit der Rechten zog ich einen Pfeil aus dem Rückenköcher und legte ihn ein. Es wurde lauter. Ich legte an, spannte, und zielte in den Raum vor mir. Doch ich sah immer noch nichts. War es ein Dämon? Ein Ungeheuer aus der Unterwelt? Bald waren das Vibrieren und Dröhnen so stark, dass ich das Gefühl hatte, auf einem Vulkan zu stehen, der jeden Moment durch seinen enormen inneren Druck zu explodieren drohte. Ich biss die Zähne zusammen, trat aus der Spalte heraus und ging leicht gebeugt in die Mitte des Raumes. Ich sah mich um und sicherte in alle Richtungen.

Vor mir die große, hölzerne Tür, die mit schweren Eisenbändern verstärkt war. Auf einmal senkte sie sich krachend in den Boden. Ganz langsam, doch bald war sie verschwunden und gab den Blick in dunkelblauen, schwach leuchtenden Nebel frei.

Irgendetwas war da drin. Ich konnte es nicht erkennen, doch … dann sah ich Konturen, die sich immer deutlicher in dem dichten Nebel abzuzeichnen begannen. Ich zielte.

Auf einer Art flachen Kiste, die mit purpurrotem Samtstoff überzogen war, saß der Magico, in seine schwarze lange Habit-Kutte gehüllt, die Kapuze über den Kopf gezogen, aus der die weißen Haare auf seine Brust herab hingen. Er hatte einen langen weißen Bart, den er geteilt trug. Beide Barthälften hatte er zurück geschlungen, um die Kapuze herum, und die Bartenden hinter dem Kopf im Nacken verknotet. Er sagte mal, das wäre der letzte Schrei unter Magiern. Doch heute weiß ich genau, dass er der einzige von ihnen ist, der seinen Bart so trägt. Über seinem Kopf schwebte eine kleine, silbern glänzende Wolke, wie ein Heiligenschein. Größenwahnsinnig war der Typ also auch.

Ich atmete hörbar aus und senkte den Bogen. Sah zu Boden und richtete mich erleichtert auf.

Noch hatte er die Augen geschlossen, als würde er schlafen. Er besaß keine Arme und Beine, hatte er noch nie. Unnützer körperlicher Ballast, wie er immer zu sagen pflegte. Er sitzt ständig auf dieser Kiste. Der Heiligenschein sorgt in der Bewegung für das nötige Gleichgewicht, damit er nicht herunter kullert, da er über eine unglaubliche Körperfülle verfügt.

Die Kiste, die nun also etwa drei Fuß über dem Boden in den Raum hinein schwebte, senkte sich dann direkt vor mir unter schwerem Donnern herab. Kurz darauf verschwanden das Dröhnen und Vibrieren. Der Magico liebt solche Auftritte. Heute weiß ich es, damals hatte ich keine Ahnung.

Ich steckte den Pfeil zurück in den Köcher und schulterte den Bogen. Endlich öffnete Meister Rayo die Augen und musterte mich.

„Bla Bla, blub Bloo?“

„Hä?“ Verwirrt sah ich ihn an. Auf einmal hatte ich so ein komisches Blubbern in den Ohren.

„Bla Bla, blub Bloo?“, wiederholte er nun sehr laut und mit deutlich drohendem Ausdruck in der Stimme. Mich traf sein wütender Blick und ich zuckte zusammen. Instinktiv fuhr meine Hand zum Beinhalfter und packte den Griff meines Kampfstabes. Bereit, ihn sofort herauszuziehen.

„Entschuldigt, … ääh, … mein Fehler!“ Die kleine Sara eilte herbei und schlüpfte zwischen uns. Vor dem Magico kniete sie nieder, legte die Stirn ehrerbietend auf die Kiste und säuselte: „Verzeiht, Meister, ich wollte mich nicht verspäten.“

„BLA BLA, BLUB BLOO!“, polterte er ein drittes mal und wieder spürte ich das Vibrieren unter den Fußsohlen, das jetzt allerdings von seiner alles durchdringenden, dröhnenden Stimme herrührte.

„Das blubbert der Typ schon die ganze Zeit“, erklärte ich ihr und sah Sara fragend an.

„Ääh, … ha ha, du bist komisch! Ha ha, … ääh, also, er fragt nach deinem Begehr.“ Die Kleine legte ein breites, kindliches Grinsen auf und sah mich an. „Also, Lina, warum bist du hier?“

Und dann bemerkte ich, wie Rayo die Lippen und Augen zusammen presste und unwillig den Kopf hin und her warf.

„Was hat der denn …“

„Blub Blää, bla blä, Blom!“

Als ich dachte, nun ist der Typ vollig meschugge, und Sara einen verständnislosen Blick zuwarf, erklärte sie: „Mein Arschloch juckt!“

„WAS?“ Hatte ich mich eben verhört?

„Du wolltest doch, dass ich es übersetze, Lina.“ Das Grinsen des Mädchens wurde immer breiter. „Seine Worte, nicht meine!“

„Nun ja“, entgegnete ich, machte eine gelangweilte Fratze und zuckte mit den Schultern, „wir haben alle unsere Probleme.“

Plötzlich wieder das Vibrieren und Dröhnen, das schnell anschwoll. Die Kiste mit dem Magier-Typen darauf hob sich wieder in die Höhe und schwebte langsam und majestätisch davon. Sara flitzte ihr nach.

„WAS DENN NUN?“, schrie ich ihr hinterher. Das kleine Mädchen drehte sich um, lachte verlegen, und während sie mit den Armen in der Luft herum wedelte, sagte sie: „Tut mir leid, du musst später wiederkommen. Er braucht jetzt erstmal seine Rosettenmassage.“

„Er braucht was?“ Mittlerweile zweifelte ich denn doch an der Funktionstüchtigkeit meines Gehörganges. „Machst du das etwa?“

„Aber nein“, antwortete sie und kicherte amüsiert. „Darf ich doch noch gar nicht. Bin doch erst Acht, Lina! Denk ans Jugendschutzgesetz des Clans.“ Dann war auch sie verschwunden.

 
 
Was tut Sara hier? Das hier ist nun wirklich nichts für sie. Als ich dann wieder zum Wikinger schaue und die Versuche des Assistenten sehe, den Kerl zu beruhigen, blitzt der mich an, als könne er es nicht erwarten, dass die dritte Runde endlich beginnt. Und er wird sicher nicht darauf aus sein, die letzte Runde einfach zu gewinnen. Damit hat er ja den Kampf noch nicht gewonnen. Er wird unbedingt danach trachten, mit einem finalen Knock out das Match an sich für sich zu entscheiden.

Plötzlich spüre ich einen Schmatzer auf meiner linken Wange. „Hola Lina!“, zwitschert Sara vergnügt und wirft sich neben mir im Schneidersitz auf den Boden.

Ich kann's nicht glauben, dass sie hier nun auch im Ring ist. Als das Mädchen meinen verwirrten Blick sieht, kichert sie los, spielt mit einer ihrer langen Haarsträhnen herum und schaut versonnen zum Wikinger hinüber. Und kichert wieder. Aber, verdammt, wo schaut sie denn da jetzt hin?

„Ich bin schon ziemlich weit, weißt du?“

„Hä?“

„Mit der Magie! Es gibt da einen Zauber.“ Sie sieht mich aus großen, glänzenden Kinderaugen an. „Wie wäre es, wenn ich, sobald er dich wieder bumst, seinen Pimmel da einfach auflöse?“

Ich muss mir ein echt böses Lachen verkneifen, als sie dabei mit dem Finger auf sein Ding zeigt. Aber der Gedanke fasziniert mich. Okay, böser Gedanke! Völlige Ahnungslosigkeit vortäuschend frage ich sie: „Was meinst du? Wenn er mich … ääh, bumst, verschwindet das Teil ins Nichts?“

„Jep!“

„Und wenn er ihn wieder raus zieht, ...“

„... nix da mit raus ziehen.“ Wieder kichert sie los und schüttelt belustigt ihren Kopf. Die langen, schwarzen Locken des Mädchens flattern dabei wild um sie herum. „Wie kann man etwas raus ziehen, was gar nicht mehr existiert?“

Ihr triumphierender Blick trifft mich. „Geht's auch 'ne Nummer kleiner?“

Sie zieht die Augenbrauen zusammen und eine Flunsch, schließt die Augen und legt den Kopf schräg. „Ääh, na ja, … haha, ich könnte ihn ja verkrüppeln.“ Sie strahlt mich an, ihr Stolz über die Idee ist ihr in ihr süßes Mädchengesicht gemeißelt. Und dann mit bettelndem Blick: „BITTE, Lina!“

Sie wird mal eine wirklich gute Magica. Davon bin ich total überzeugt. Die wichtigste Eigenschaft, die alle Magico eint, besitzt sie bereits – ein echt abgefahrenes, verrücktes Wesen.


         
         10 = GONG =
                                   - Ring frei zur dritten Runde - „Kämpft!“

Ich bin noch lange nicht am Ende, verdammt! Und ich bin zäh. Die Typen hier in der Taberna, das ist nicht das wahre La Palmita. Denn dann hätte ich Heimvorteil. Die wären alle auf meiner Seite. In der Stadt bin ich sehr beliebt, wie alle Jaguar-Krieger des Clans, hab viele Verehrer. Doch die hier, … Saufkumpane, Schläger und Halsabschneider. Banditen eben, wie es sie überall gibt.

In dieser dritten Runde werde ich von meinem skandinavischen Gegner nun so richtig dominiert. Und die lange Kampfdauer fordert bei mir zusätzlich immer stärker ihren Tribut. Ich bin mittlerweile ziemlich angeschlagen. Wir prügeln und treten aufeinander ein, oft wirft er mich dann zu Boden, wir ringen miteinander, und halten uns immer wieder in schmerzhaften Griffen. Ich stöhne dabei laut und keuche schwer, schreie immer wieder auf. Immerfort rammt er mir seinen großen, harten Penis in Mund und Scheide, reitet demonstrativ dominierend und demütigend, um so Punkte zu sammeln, was die Gäste ungemein amüsiert, und sie entsprechend lautstark quittieren. Er beißt und reißt wie wild geworden an meinen Schamlippen herum, richtig brutal, die Schmerzen sind unbeschreiblich, als will er sie mir abreißen und sich als Trophäe um den Hals hängen, wie es ein Jäger mit den Krallen und Reißzähnen seiner Beute tut. Rammt seine Pranken in meine Brüste hinein und verdreht mir schmerzhaft die Nippel. Knetet meine Brüste durch und reißt auch an ihnen herum. Zieht eben das ganze Demütigungs-Repertoire ab. Doch ich halte durch. Gerade so, irgendwie. Ich mach mir keine Illusion. Nach Punkten liegt mein Gegner wohl mittlerweile vorn.

Doch ich halte weiter durch. Denn ich bin zäh. Immer wieder gelingt es mir, mich zu befreien, und meinerseits in die Offensive zu gehen. Wirkungsvolle Attacken durchzuführen, die die Hoffnung in mir nähren, dem Kampf nun doch noch einen anderen Verlauf geben zu können. Und immer wieder zwinge ich ihn in schmerzhafte Hebel und Griffe. Diese Augenblicke koste ich dann aber sowas von aus – auch ich kann brutal und echt sadistisch sein!

Der Kampf zerrt allmählich auch an den Kräften dieses Wiking-Kriegers. Und es macht ihn zunehmend wütend, dass ich mich zäh und verbissen der Aufgabe widersetze, und es mir nach wie vor immer wieder gelingt, selber in die Offensive zu gehen.

Nach längerem und verbissen geführtem Ringkampf stehen wir uns wieder gegenüber. Ich bin völlig gezeichnet von der Brutalität des bisherigen Kampfes. Unter dem einen Auge hat sich seitlich ein Blutgerinnsel gebildet, und nicht nur da. Meine langen, blonden Haare, völlig verschwitzt und zerzaust, kleben mir am Körper. Schweißtropfen rinnen mir in die müden Augen, bringen sie leicht zum brennen. Doch ich lass mich nicht ablenken. Ich verfolge jede Bewegung meines nordischen Gegners. Meine Hände gleiten durch die zerzausten Haare und ich streiche sie nach hinten. Einzelne Strähnen fallen mir zurück ins Gesicht. Ich sehe, wie der Kerl auf meine vollen, vor seinem Gesicht wippenden Brüste starrt, die vom Schweiß glänzen, auf die harten, aufgerichteten Nippel, die sich ihm, zum greifen nah, entgegen zu recken scheinen, und auf denen sich einzelne Schweißperlen sammeln, um im nächsten Moment, dem Gesetz der Schwerkraft folgend, zu Boden zu tropfen. Die Erotik der Schwerkraft – geile Titten, Kampfschweiß – Tropf!

Der Wikinger schnalzt mit der Zunge, schüttelt den Kopf, um offenbar diese ihn ablenkenden Gedanken zu verscheuchen, und starrt mich dann kampfentschlossen an.

Lauernd stehen wir uns gegenüber. Umkreisen uns wie zwei Raubkatzen. Zum Angriff bereit. Ich blitze meinen Gegner aus zu Schlitzen geschlossenen Augen an und spüre, wie mich das Adrenalin belebt. Und mich wütend macht. Aber so richtig. Ich presse die Lippen aufeinander und muss mich echt zurückhalten, um mich nicht gleich wild auf ihn zu stürzen.

Unwillkürlich wandert mein Blick dann auch mal abwärts. Verdammt Salina, konzentrier' dich auf den Kampf! Na ja, und ich sehe, wie der Schwanz dieses 27-jährigen Wiking-Kriegers wieder groß und steif geworden, und wie ein Kampfspeer drohend auf mich gerichtet ist.

Ich atme tief durch. Blitze den Typen mit einem Blick an, mit dem ich ihn am liebsten gekillt hätte. In mir brodelt es. Immer stärker. Maldita bastarda, la lucha está lejos de decidirse!

Die Gäste am Ring springen so wild herum, dass ich die Vibrationen unter den Füßen spüre. Ich fahre mit dem Handrücken über die Stelle unter meinem rechten Auge, spüre den Schmerz des Hämatoms, und stöhne, Wiking-Ole grinst. „Das ist noch lange nicht alles, du geiles Miststück!“

Ich presse die Lippen aufeinander und stürze mich wütend auf meinen Gegner. Nachdem wir ein paar harte Schläge und Tritte ausgetauscht haben, ich ein paar schwere Treffer einstecken musste, einige der meinen aber auch ihn getroffen haben, und nicht wirkungslos geblieben sind, werfe ich erneut ein Bein hoch und ramme ihm die Zehen meines kleinen Fußes im Kreiskick unterhalb der Rippen in den Solarplexus. Super, Salina, das hat gesessen! Das Eisneunzig-Muskelpaket indes zuckt nur zusammen und keucht etwas. Das war's? Na toll! Im Vollbesitz meiner Kräfte wäre der Typ jetzt umgefallen. Also setze ich mit einem Drehkick nach, doch diesmal wehrt er meinen heran schnellenden Fuß ab und packt ihn beim Knöchel. Plötzlich rammt er mir seine Finger voll in die Scheide. Mit solcher Wucht, dass ich schwer zusammen zucke und aufschreie.

Er hat nun mein Knie mit einem Arm umpackt und hält mich so in seiner Gewalt. Mit den Lippen fährt er über die glatte, weiche Haut der Innenseite meines Oberschenkels und leckt an ihm. Immer wieder stößt er mir seine Finger in die Scheide, und bald verschwindet seine ganze Faust in ihr. Er spielt wild in mir herum, ich stöhne schwer, füllt mich immer wieder völlig aus, indem er die Finger auseinander spreizt. Ich schreie, kralle meine Fingernägel in seine breiten Schultern.

„Verdammt … aah, Scheiße, du Drecksau!“ Ich springe in seinem Griff wie ein kleines Mädchen verzweifelt herum. „... aah, nein, nicht, … ooh … maldita sea, hör … auf!“

Ich umpacke seinen kräftigen Unterarm in der Hoffnung, mich von seinen pervers-brutalen Attacken befreien zu können, und keuche. Meine Gesichtszüge verkrampfen sich und ich springe weiter hilflos in seinen Armen herum, wie die Beute in den Fängen des Raubtiers. Es ist vergebens.

Als ich ruhiger werde und kraftlos in seinem Griff hänge, vergräbt er sein Gesicht in meinen nassen Haaren und stöhnt. Ich spüre, wie er ihren Geruch einatmet. Seine Zunge und die Lippen fahren über meinen schweißnassen Hals, und obwohl ich versuche, mich dem zu entziehen, lecken und saugen sie an ihm. Während er mich weiter wild befingert, meine Scham mastubiert, knabbert er an meinem Ohrläppchen, und als seine Lippen die meinen suchen und seine Zunge einen Weg zwischen sie, schreie ich erneut vor Schmerzen auf, worauf er seine Zunge in meinen Mund stößt. Er reibt und zwirbelt mit den Fingerkuppen meine Klitoris, ich erschauere vor Lust und keuche, und jagt dann immer wieder seine Fingernägel brutal in sie hinein. Nach einer gefühlten Ewigkeit des Wechselspiels von Erregung und Schmerz, wobei das zweite überwiegt, immer wieder versuche ich durch zielloses Herumspringen und Strampeln frei zu kommen, lässt er von mir ab, stößt mich von sich und ich stürze zu Boden. Ich krümme mich stöhnend, lege die Hände auf meine Scham, der brennende Schmerz wird nur langsam erträglicher. Ich brauch eine Weile, bis ich wieder auf die Beine gekommen bin und wankend, mit immer noch weichen Knien, vor dem Wikinger stehe.

Er lässt mir keine Zeit durchzuatmen. Bevor ich wieder in Kampfstellung gehen kann, schnellt seine Knöchelfaust auf mich zu und er versucht mich jetzt seinerseits beim Solarplexus zu treffen. Im letzten Moment gelingt es mir auszuweichen, und während ich zur Seite springe, blocke ich seinen Arm ab. Doch er setzt sofort nach und stößt die Handkante der anderen Hand gegen meinen Hals. Trifft ihn jedoch nicht richtig, da ich mich weg drehen kann. Dummerweise gelingt es mir nicht, dem Angriff völlig zu entgehen. Er streift mich mit den Fingerkuppen, der Schmerz jagt in meinen Hals, und ich stürze krächzend in die Seile. Ich keuche, atme schwer, und halte mich in den Seilen gerade so aufrecht. Und hab nun ein Problem. Der Wikinger steht direkt vor mir, der nächster Angriff wird gleich folgen, und ich kann ihm jetzt nicht ausweichen. Ein klarer Fall von Falle!

Noch ehe ich mich aus den Seilen winden kann, setzt Ole mit einem harten Schwinger gegen meinen Unterkiefer nach, der mich wieder zurück in die Seile wirft. Mir wird übel, alles dreht sich mir vor den Augen und ich gehe in die Knie. Scheiße, tut das weh! Ich lege meine Hand auf die rechte Gesichtshälfte, wo er mich getroffen hat, stöhne und verziehe vor Schmerzen das Gesicht.

Der Einsneunzig-Hühne vor mir betrachtet mich, verfolgt, wie ich mich wankend aus den Seilen schäle, und grinst. „Schon genug, Süße? Oder soll ich dir noch'n paar verpassen?“

War das eine Frage, oder eine Ankündigung? Denn im nächsten Augenblick geht eine Salve von Faustschlägen auf mein Gesicht nieder. Linke, Rechte, Linke, ich taumele schwer angeschlagen, dann zwei Tiefschläge, mir wird erneut übel und ich gehe in die Knie, und wieder eine gerade ins Gesicht, die mich endgültig umhaut. Meine Sinne drohen zu schwinden. Ich schmecke mein Blut. Und dann diese Schmerzen, diese ungeheuren, meinen ganzen Körper ausfüllenden Schmerzen.

Mit dem Handrücken streiche ich mir das Blutrinnsal vom Kinn, das mir aus dem Mundwinkel läuft, versuche meinen Oberkörper zu heben, was mir unglaubliche Mühe abverlangt, und sehe gequält zum Wikinger aus Augen, die ich kaum offen halten kann.

„Los, komm endlich hoch, du Latina-Schlampe!“, knurrt er, geht vor mir auf und ab und sieht mich verächtlich an. „Ich will dir noch'n paar Schwinger verpassen.“

„Nur zu, Compadre, … ich steh total drauf. … aah, oder, …“

Latina-Schlampe? Es fängt wieder an, so richtig in mir zu brodeln. Ich ignoriere die Schmerzen und stehe auf einmal vor ihm, drehe mich blitzschnell, mein Bein schießt in die Luft, mein zierlicher Frauenfuß jagt seinem Kopf entgegen, doch noch ehe ich ihn treffe, rammt er seine Zehen mit voller Wucht in die Leiste über meinem hoch geworfenen Bein, und während ich vor Schmerzen schreiend zu Boden stürze, fange ich mir noch einen nachgesetzten Tritt gegen die Schläfe ein.

Der Wikinger schnalzt arrogant mit der Zunge und grinst. Er dreht seinen Kopf zur Seite, dass ich hören kann, wie seine Knöchel knacken. Erst links, dann rechts. Dann wippt er von einem Bein auf das andere und zischt: „So, jetzt pass' auf, du harte Elite-Kampf-Latina!“ Er klatscht in beide Hände, mehrmals. „Jetzt wird’s gleich nochmal so richtig heftig für dich. Und dein Ende!“

Unter größter Kraftanstrengung steh ich langsam wieder auf, doch als ich wankend zurück in Kampfstellung gehen will, um seinen erneuten Angriff zu parieren, schwingt er sich in die Luft, dreht sich dabei und springt mir nach der guten alten Art eines Dropkicks mit beiden Füßen in den Bauch. Während er sich dann auf dem Boden abrollt und wieder aufspringt, stürze ich zusammen-gekrümmt und schwer keuchend zurück in die Seile. Mir ist, als wäre ich gerade von einem Rammbock getroffen worden. Wieder dreht sich alles vor mir, ich glaub, ich muss gleich kotzen. Doch so zäh, wie ich bin, mein Kopf ist nur noch von einem Gedanken ausgefüllt: Nicht unterkriegen lassen – keine Aufgabe – NIEMALS!, richtet sich mein Körper irgendwie wieder auf. Ich atme schwer und stoßweise, versuche keuchend innere Ruhe zu finden, als seine linke Gerade mit einer solchen Wucht gegen mein Kinn schnellt, dass mein Kopf unkontrolliert nach hinten schwingt. Und nur Sekundenbruchteile darauf trifft mich ein rechter Haken, der mich abermals zurück in die Seile wirft. Meine Knie versagen, doch noch ehe ich niedergehen kann, wirft er seinen Fuß hoch und obwohl ich es noch schaffe, instinktiv die Arme zu einem Block hoch zu reißen, trifft mich sein Spann so brutal im Gesicht, dass ich zwischen die Seile und fasst aus dem Ring geflogen wäre, hätten sich meine Arme und Hände nicht in den Seilen verfangen, und so schlage ich mit einem harten Aufprall vor ihnen auf dem Boden auf, der mir schmerzvoll durch den Oberkörper schießt und mir die Lungen zusammen zu pressen scheint. Das Gegröle der Zuschauer erreicht mich kaum noch, wieder einmal scheinen mir die Sinne zu schwinden.

Eine gefühlte halbe Ewigkeit liege ich reglos auf dem Boden, drehe dann irgendwann unter größter Anstrengung den Kopf zur Seite und erblicke, ganz weit hinten, eine Unendlichkeit weit entfernt, meine drei Freunde, die wie versteinerte Säulen dasitzen. Ich erkenne, wie Ricardas Gesicht bleich ist, und sie mich mit vor Angst geweiteten Augen anstarrt.

„Aaah … nein, nicht!“, schreie ich plötzlich, als ein brennender Schmerz meine Kopfhaut durchfährt. Der Nordmann hat mich bei den Haaren gepackt, und während ich schreie und hilflos seine Arme umklammere, zerrt er mich zurück auf die Beine. Das Blut rinnt mir aus der Nase und das linke Auge schwillt immer mehr zu. Da ich ihn nur verschwommen erkennen kann und meine Sinne wie benebelt sind, hauen meine Fäuste, die verzweifelt und kraftlos versuchen, irgendwie ein Stück Wikinger zu treffen, ins Leere. Dann umpackt Ole von hinten mit beiden Armen meinen schlanken, mit Blutergüssen übersähten Oberkörper, und quetscht mir den Brustkorb so sehr zusammen, dass er mir augenblicklich die Luft aus den Lungen drückt, und ich krächze und keuche.

In seinem festen Prankengriff spannen sich meine Brüste und legen sich prall auf seine muskulösen Männerarme. Ich spüre seine männliche Härte in meinem Kreuz, wie er seinen Penis und den prallen Hoden in meinen Rücken presst und sich in leichten Kreisbewegungen stöhnend an mir reibt. Nun hebt er mich wie eine Puppe in die Höhe, drückt seinen harten Lustriemen zwischen meine knackig-festen Pobacken hindurch, seine Eichel sticht mir kurz aber kräftig in mein Poloch, und wirbelt mich dann hin und her. Meine langen Haare flattern dabei wild durch die Luft. Ich hab das Gefühl, als würde er mich zerquetschen, und ich krächze und keuche immerfort. Hilflos hämmern meine kleinen Fäuste auf seinen kraftvoll angespannten Armen herum, ich versuche ihm meine Ellenbogen in seine athletische Brust zu rammen, mit den Füßen zwischen seine Beine zu treten. Ich werfe meinen linken Arm hoch, versuche seinen Kopf zu umpacken, vielleicht schaff ich es mit dem rechten, ... Doch ich strampele nur keuchend in der Luft umher. Es hat keinen Sinn.

Das Publikum grölt und trampelt begeistert mit den Füßen. Sie haben nach wie vor ihren Spaß.

Nun wirft er mich auf den Boden, packt sich auf mich und lässt endlich meinen Oberkörper los. Ich keuche und japse nach Luft. Schwere, heftige Atemzüge füllen meine luftgierigen Lungen, mein Brustkorb hebt und senkt sich in schnellen fortlaufenden Bewegungen. Dann nimmt er meinen langhaarigen Kopf in einen fiesen Schwitzkasten und presst mein Gesicht in seine muskulöse Brust, sodass ich wieder keine Luft bekomme. Breast Smother mal auf männlich. Ich versuche, meinen Kopf zur Seite zu werfen, doch sein fester Griff lässt es nicht zu. Immer wieder beiße ich ihm in die mächtige Männerbrust, und er ignoriert es einfach. Ich rieche seinen männlichen Geruch, meine Lippen und mein Gesicht sind von seinem Brustschweiß benetzt, ich beiße ihm in die Brust, immer-zu, ramme meine Zähne fest in sie hinein, und fange mir darauf echt brutale Schläge in die Leber ein. Ich zucke zusammen, schreie erstickt auf und keuche. Immer wieder werfe ich meine Beine hoch und versuche ihn in eine Körperschere zu bekommen. Ich verhake die Füße und drücke mit aller Kraft zu. Keine Wirkung. Ständig versuche ich sie neu anzusetzen. Schätze, der Typ steht total drauf, wie ich immerfort seinen mächtigen Körper umschlinge, die knackige Kraftwirkung meiner schlanken Frauenbeine, ich spüre seine aufkommende Erregung – ganz deutlich. Doch es hat keinen Sinn und so wird es nur ein hilfloses herum strampeln. Sein großer Penis peitscht über meine Scham und mein Becken. Dann legt er sich auf meinen angewinkelten Oberschenkel und reibt sich stöhnend an mir. Dabei spüre ich, wie sein großer Lustbolzen immer härter wird, er ihn abermals an meiner Scham reibt und ihn dann schließlich zwischen meine Schamlippen drückt. Langsam dringt er in mich ein. Ich stöhne erstickt in seine mächtige Männerbrust hinein. Er vergräbt sein Gesicht in meinen langen Haaren, und ich kann es nicht verhindern, dass er es mir nun so richtig besorgt.

Ich nehme kaum noch etwas wahr, die Wirklichkeit verschwindet wie hinter einen Schleier, und ich hab das Gefühl zu ersticken. Ich spüre meinen Puls, wie er pocht, meine hysterisch auf dem Wikingerkörper herum hämmernden Fäuste verlieren an Kraft, als er plötzlich seinen Oberkörper hebt, ich japse nach Luft, meine Arme packt und sie über mir auf den Boden drückt. Während ich immer noch atemlos hächel, mich unter ihm hin und her winde, fährt er mit Lippen und Zunge über meine glatten Achseln, knabbert und saugt an ihnen, und dann über meinen Hals. Als er zärtlich an meinem Ohrläppchen knabbert und ich seinen Atem spüre, werfe ich den Kopf zur Seite. Seine Lippen fahren über meinen Unterkiefer und legen sich dann saugend auf die meinen. Ich kann mich ihnen nicht entziehen, da er all meine Bewegungen mitmacht. Seine Lippen umspielen meine Lippen, seine Zungenspitze dringt in meinen Mund, streicht sanft über die meine, umschlingt sie, spielt mit ihr. Er legt seine Linke unter meinen Kopf und massiert mit der rechten zärtlich meine Brust, zwirbelt den Nippel. Ein Lustschauer jagt durch meinen Körper, ich stöhne laut auf. Langsam komme ich wieder in Stimmung. Und das trotz meiner körperlichen Erschöpfung und den Schmerzen. Dann jagt er stöhnend und keuchend mit langsamen, schweren Stößen erneut seine große, pralle Männlichkeit in mich hinein, richtig tief hinein. Nochmal. Und noch einmal. Mit jedem weiteren seiner harten Stöße breiten sich die Wogen der Lust immer heftiger in meinem Körper aus. Ich keuche, stoße spitze Schreie heftiger Erregung aus. Und dann, schlussendlich, entlädt er sich in mir. Mit einem lauten Stöhnen schießt seine warme Lustsuppe in mich.

Nein, … aaah … du Schwein, … kannst du dich, … oooh … nicht zurückhalten?“

Es folgen noch weitere Stöße, doch sein Penis in mir verliert nun allmählich an Manneskraft.

Das war dann wohl der vollständig durchgeführte Erzwingungs-Sex, für den Ole den vollen Dreier-Punkt bekommt. Doch dieser Nachteil für mich kann ich auch zu einen taktischen Vorteil umwandeln. Denn so ein in sich erschlaffter Männerkörper wird angreifbar. Sofort werfe ich ein weiteres mal die Beine hoch, schlinge sie um ihn und mit einem schweren Keuchen presse ich sie so fest zusammen, wie es mein ausgelaugter Körper noch zu lässt, sodass der Nordmann auf-krächzt und bewegungslos verharrt, seine deutlich schlaffere Männlichkeit immer noch in mir drin.

Der Wikinger stöhnt gequält, packt meine schlanken Schenkel und versucht sich aus meinem festen Frauen-Schraubstock heraus zu winden.

Verflucht, … aah, lass das, … Miststück!“, keucht Ole und will sich erheben. Sein Lustprügel flutscht aus meiner Scheide, peitscht über meine Scham und benetzt sie mit Sperma. Er versucht mit beiden Händen meinen Kopf zu packen, doch ich kann sie immer wieder abwehren. Nach einer letzten Druckverstärkung meiner Schenkelpresse, die ihm sichtlich gar nicht gut bekommt, öffne ich die Beinschere. Ich winkle meine Beine an und es gelingt mir, die Knie unter den etwas erhobenen Männerkörper zu drücken. Meine Chance! Wie eine Schlange drehe ich mich blitzschnell unter ihm herum und kann mich hervor winden, bevor er mich wieder in einen festen Griff bekommt. Sofort springe ich auf, und als sich der Wikinger erhebt, werfe ich mich in die Luft und setze zu einem Sprungkick an. Mit einem wilden Schrei, der mir so was von gut tut, wirble ich durch die Luft und ramme ihm meine Fußkante … Mist, verfehlt, ich wollte sie ihm in den Hals jagen. Aber egal, dann hab ich eben seine Nase getroffen. Nachdem ich mich auf dem Boden abgerollt habe und wieder in Kampfstellung springe, liegt der Wikinger am Boden und hält sich mit beiden Händen die Nase.

Du dreckige Schlampe“, schreit er, außer sich vor Wut, und blitzt mich an, als wäre er vom Teufel besessen, „du hast mir die Nase gebrochen. Dafür erledige ich dich jetzt!“

Dass zwischen seinen Fingern Blut durchsickert, ist mir völlig schnuppe. Ich habe bereits die Seile erklommen. Die Gäste halten den Atem an. Was hab ich da jetzt vor? Der Wikinger steht nun auch wieder, reist sich das blaue Schenkeltuch vom Bein, zerreißt es und bindet sich etwas von dem Stoff um das Gesicht und die Nase. Ein weiteres mal springe ich in die Luft, und mit einem Salto im Stile der Hurracanrana-Technik lande ich auf den breiten Schultern des Nordmanns. Die heftige Wucht bringt ihn ins wanken. Ich wickle meine schlanken Frauenbeine um seinen Hals und presse sie zusammen. Ole krächzt auf, packt meine glatten Oberschenkel und will sie auseinander zerren. Ich greife seinen Hinterkopf und drücke ihm meine leicht rasierte Scham ins Gesicht.

So, Amigo, que te va gustar, … ich will, dass du dich hier … jetzt wohl fühlst!“

Wiking-Ole keucht, ich spüre seinen heißen Atem zwischen meinen Beinen, sein Mund drückt sich auf meine Schamlippen, und ich spüre, wie seine Zungenspitze zwischen sie hinein dringt und in ihnen herum züngelt. Wieder fährt ein Lustschauer über meine Haut, er durchdringt mich und ich keuche vor Erregung. Der Nordmann verschmiert mir die Schenkel und meine Scham mit seinem Blut. Als ich mich herab fallen lasse, spüre ich, wie er seine Muskeln anspannt und sich versteift. Doch das hindert mich nicht, ich werfe seinen Körper mit einem heftigen Schwung über mich, und als ich danach auf dem Boden lande, rolle ich ab und springe sofort wieder in Kampfstellung.

Jubel und Gegröle. Jubel und Gegröle? Für mich? Wahnsinn!

Noch ehe der Wikinger seine Muskelmasse erhoben und geordnet hat, geht nun eine harte Angriffs-salve von mir los. Ich wirble durch den Ring, decke ihn mit Faustschlägen und Fußtritten regelrecht zu, und werfe diesen nordischen Kampfelch immer wieder auch zu Boden, der wie paralysiert wirkt. Damit hat er wohl nicht gerechnet. Für ihn war der Kampf fast entschieden. Ich hingegen fühle mich endlich wieder wie eine echte Jaguar-Kriegerin. Und bin nun im totalen Adrenalin-rausch. Das Zeug ist echt gut. Muss demnächst dem Patron mal'n Tipp geben. Dagegen ist sein Lieblings-Rum voll witzig. Und dann renne ich auch mal in einen seiner Konter hinein. Sein mächtiger Fußtritt gegen meine Brust streckt mich keuchend nieder. Doch wieder rolle ich auf dem Boden ab, springe erneut in die Luft und meine nächste Angriffssalve ist eingeleitet. Ich handle total mechanisch, wie aufgezogen, doch das so richtig, das Adrenalin überdeckt meine Erschöpfung und die Schmerzen. Jetzt punkte ich wieder wie in meiner besten Kampfphase in der ersten Runde.

Und nun bin ich plötzlich ein weiteres mal in den Seilen. Nee, auf den Seilen. Und wieder ein eleganter und formschöner Luftsalto, bin echt stolz auf die perfekte Vollendung, und ich lande mit einem wuchtigen plumps auf den muskulösen Mannesschultern. Ich presse meine schlanken Frauenschenkel um seinen Hals, packe ihn beim Schopf und drücke sein blutverschmiertes Gesicht in meine Scham. Genau wie vorhin, ich steh total drauf. Und ich stöhne, als ich seine Lippen in meiner Scham spüre. Muss total lustig aussehen, wie diese kleine Puppe sich da um diesen Riesen geschlungen hat. Sofort werfe ich meinen Oberkörper nieder. Das mächtige Nordmann-Muskelpaket wirbelt über mich und landet mit einem dumpfen Aufprall auf dem Boden.

Und erneut heftiger Jubel und Beifallsgetrampel. Ich könnte mich total dran gewöhnen.

Nun will ich meine Füße einhaken und ihn mit einer finalen Finisher-Technik, meinem berüchtigten Kampf-Latina-Schenkelschraubstock, ein zweites mal in die Aufgabe zwingen. Doch offenbar rechnet er damit und weiß, was ich vorhabe. Denn noch bevor ich meine Füße richtig eingehakt bekomme und durch eine superharte Beinschere meinen Pin-Versuch starten kann, hat er mit einem Ruck seinen Kopf aus meinen Oberschenkeln herausgerissen, wirft sich auf mich, setzt sich auf meine Schultern, greift mir in die langen Haare, reißt meinen Kopf zwischen seine Beine und drückt in fest in seinen Unterleib. Dann schlingt er seinerseits seine kräftigen Männerschenkel um meinen Hals, wirft sich auf die Seite, presst sie zusammen und quetscht mir das Blut im Kopf ab. Ich krächze auf, sein erschlaffter Penis, der mir über das Gesicht peitscht, schießt nun in meinen Mund und ich spüre, wie er in mir augenblicklich wieder an Größe und Härte gewinnt.

So, du harte Elite-Kämpferin, jetzt ist es gleich aus mit dir!“, knurrt er, packt einen meiner Arme, zieht ihn über sich und überstreckt ihn so brutal, dass ich aufschreie und erstickt in seine Männlichkeit hinein gluckse. Der brennende Schmerz in meinem Arm und der Schulter ist kaum auszuhalten. Verdammt, dieser dämliche Typ will mich jetzt wohl mit derselben Head-Scissors-Technik in die Aufgabe zwingen, mit der ich die erste Runde gegen ihn gewonnen hab.

Ich strample und versuch mich in seinem Männer-Schraubstock hin und her zu winden, den Kopf zu drehen, um seinen großen Penis aus mir heraus zu bekommen, doch offenbar erregt ihn das nur zusätzlich, denn ich spüre, wie er dabei seine Eichel bewusst immer wieder über meine Zunge drückt, in meine Backenwand hinter den Zähnen und in den hinteren Gaumenraum hinein, ihn mir fast in den Hals stößt, immer und immer wieder, dass ich glucksen und würgen muss. Der Wikinger stöhnt. Na dann eben so. Mal sehen, wie lange er dem hier widerstehen kann. Immer noch in seiner harten Männerschere und meinen Arm von ihm im festen Griff über seinen Körper gestreckt haltend, fange ich nun an, mit der Zunge wild über seinen Schaft zu streichen und ihn zu bearbeiten, und als ich dann mit der Zungenspitze sanft seine Eichel umzüngle, spüre ich sein erregtes Zittern. Ich sauge an seiner immer härter werdenden Männlichkeit, und meine Zähne fahren sanft über den Schaft, dann über die Eichel und dem sensiblen Bändchen an der Unterseite. Ich höre sein schweres keuchen, und spüre, wie sich sein Körper auf einmal anspannt.

Einige Zuschauer, seine Fans, amüsieren sich prächtig, und feuern den Mann mit rhythmischem Klatschen und lautstarkem Gegröle ausgelassen an. Immer wieder knallen Becher auf Tischplatten. Die direkt am Ring Stehenden, grölen besonders laut, beugen sich zwischen die Seile hindurch und fordern Ole mit perversen Sprüchen auf, endlich Schluss mit mir zu machen. Das alles bekomme ich in seinen kräftigen Beinen wie durch einen akustischen Schleier mit. Gedämpft und surreal.

Plötzlich erhöht der Wikinger den Druck seiner Beinschere, unglaublich, welche Kraft in seinen Schenkeln steckt, und zerrt meinen Arm noch stärker über seinen Oberkörper. Die Schmerzen, die kaum auszuhalten sind, lassen mich erstickt aufschreien, ich krächze in seine erregte Männlichkeit in meinem Mund hinein. Der Typ lässt sich nun wohl doch nicht mehr auf diese Weise ablenken. Das Brennen in Arm und Schulter treibt mir die Tränen in die Augen. Und dann, mit kräftigem Ruck und einem fast unmerklichen Schwinger aus der Hüfte heraus, drückt er seine Beine so gegen-einander, dass er mir dabei brutal die Halswirbelsäule überstreckt. Ich allerdings halte gerade im richtigen Moment meine Muskulatur bis aufs äußerste angespannt, und mit der richtigen Gegen-bewegung kann ich ihm wirkungsvoll parieren, um so seine Kraftwirkung abzuschwächen.

Diese Erkenntnis versetzt mich in Panik – der Wikinger versucht mir das Genick zu brechen! Ich strampele wie wild, versuche mich aus dem erbarmungslosen Männer-Schraubstock heraus zu winden. Schlage mit der freien Hand auf seinem kräftigen Bein herum. Es ist vergebens.

Und dann spannen sich wieder die Muskeln seiner Oberschenkel, ich krächze, sein großer Lust-hammer in meinem Mund hämmert mir fast in den Hals und Ole keucht erregt. Ich huste und gluckse. Und ersticke beinahe.

Ruck!

Ich lebe noch. Todo va a estar bien! Erneut krächze ich und keuche, mir läuft ein Gemisch aus Speichel und Sperma aus dem Mund. Ich spüre meinen Puls in den Schläfen, die Beinschere seiner mächtigen Schenkel ist gnadenlos, und er gibt nicht nach. Und dann wieder mal dieser Sternentanz vor meinen Augen. Langsam kann ich keine Sterne mehr sehen! Wieder strample ich, winde mich hin und her. Und sacke schließlich kraftlos in seinen Männerbeinen zusammen.

Auf einmal sehe ich, wie dieses blöde Gesicht des Kampfrichters in mein verschwommenes Blickfeld rückt. Während ich meine Sinne schwinden spüre, wird mir klar, dass ich hier gegen diesen unglaublich starken Wikinger keine Chance mehr hab.

Als meine freie Hand hysterisch auf dem Oberschenkel meines skandinavischen Gegners herumklatscht, dann auf dem Boden, kreischen seine Fans und springen in die Luft. Ich spüre die Vibrationen, ein Gefühl der Ohnmacht und maßlosen Enttäuschung macht sich in mir breit. Und Erleichterung. Doch der Kampfrichter beendet meine Qual nicht. Die Runde geht noch weiter.

Ich strample wie von Sinnen, winde mich in seinem, im wahrsten Wortsinn, mörderischen Männer-Schraubstock hin und her, und spüre, wie sich seine Beinschere plötzlich etwas lockert und er meinen Arm los lässt. Ich höre Wiking-Ole die übelsten Flüche ausstoßen. Schemenhaft erkenne ich hinter ihm eine fremde Gestalt. Als ich versuche, den Kopf herum zu drehen, er ist immer noch zwischen seinen kräftigen Schenkeln gefangen, seine große Manneshärte nach wie vor in meinem Mund, und ich bekomme dieses blöde Ding einfach nicht aus mir heraus, kann ich erkennen, wie zwei Männer, die selber sehr groß und athletisch sind, und Schwert und Kampfdolch tragen, den Nordmann unter den Achseln gepackt haben, ein dritter seinen Kopf in einem festen Zangengriff hält, und sich nun anschicken, ihn von mir herunter zu schleifen. Ole versucht sich verbissen zu wehren, doch nach einigem Gerangel gelingt es ihnen schließlich, mich von ihm zu befreien.

„Ole Eriksson, in Diensten des Don Gonzalez“, fing einer der Männer in offiziellem Tonfall an, und ich glaube, an den Dreien die Kleidung der Stadtwachen erkennen zu können, „hiermit werdet Ihr im Namen der Einwohnerschaft von La Palmita und auf Befehl des Stadthalters festgenommen! Euch wird Mord in neun Fällen vorgeworfen, sowie Anstiftung in über vierzehn Fällen. Desweiteren Vorbereitung eines Anschlages gegen den Sitz des Patrons Don Camilo und versuchter Mord, hier und jetzt, gegen eine Jaguar-Kriegerin des Camilo-Clans.“

Keine Minute zu früh! Die Wachen sind dann wohl meine Münze in der Tränke von heut' morgen. Doch die Kraft will einfach nicht in meinen Körper zurückkehren, also bleibe ich reglos liegen, und keuche und stöhne vor mich hin. Meine Lungen brennen bei jedem Atemzug.

Indes wird der Wikinger immer wütender, und die drei Wachen haben alle Mühe, ihn in ihrer Gewalt zu behalten.

Plötzlich springen drei weitere Männer in den Ring. Sie tragen schwarze Masken und ebensolche Taparrabo, also Lendenschurze. Mit gezückten Schwertern stürmen sie auf die Wachen los.

Zisch!

Direkt über mir fliegt ein nur halb ausgefahrener Kampfstab vorbei und trifft einen der Maskierten mitten zwischen den Augen. Der fällt darauf sofort um und bleibt reglos liegen.

Ich wende unter großer Anstrengung meinen Kopf herum und sehe in die Richtung, aus der die Waffe geflogen kam. Ricarda steht immer noch in Wurfstellung. Unter Schmerzen zwinge ich mir ein Grinsen in meine Gesichtszüge. Ich sage doch, mach NIEMALS eine Jaguar-Kriegerin wütend!

Ich versuche mich aufzurichten, doch es misslingt. Kraftlos sacke ich zurück auf den Boden.

Frrrrr!

Nun sehe ich, wie nicht ganz zwei Fuß über mir ein Dolch durch die Luft wirbelt und dann den Kopf des zweiten Maskierten aufspießt. Er dringt durch das eine Ohr ein, und die Spitze schießt sogleich aus dem anderen Ohr wieder heraus. Blut spritzt auf den Boden. Und etwas Hirnmasse, die von der Klinge durchs Ohr herausgerissen wurde.

Der verbliebene Maskenmann verharrt nun, unentschlossen, ob er fliehen oder angreifen soll.

Mit einem gewaltigen Sprung wirbelt nun Ricarda selbst durch die Luft, ihre langen, schwarzen Haare flattern wie ein glänzendes Seidentuch um sie herum, und wirft sich mit einem wilden Kampfschrei auf seine Schultern. Augenblicklich umschlingt sie mit einem Bein wie eine Würgeschlange seinen Hals und verhakt den Fuß in der Kniekehle ihres anderen Beins. Nun hat sie ihn in einer festen Beinschere und Maskenmann taumelt und krächzt laut auf. Dann lässt sie ihren schlanken Körper vorn über zu Boden fallen und zerrt ihn mit einem kräftigen Ruck über sich. Der Kerl segelt über sie hinweg und schlägt hart auf dem Boden auf.

Ricardas Schenkel quetschen dem Mann das Blut ab. Er krächzt, hämmert auf ihren schlanken Oberschenkeln herum, sein Gesicht, von ihr fest in ihren Unterleib gepresst, läuft rot an. Das tut sie ständig! Meine Techniken nachmachen. Um mir dann zu zeigen, dass sie das noch besser drauf hat.

Von den ruckartigen Bewegungen seines Kopfes ist ihr knapper Ministring völlig verrutscht und entblößt einen Teil ihrer Scham. Man kann erkennen, wie sich ihre Schamlippen in seinen Mund und gegen die Nase pressen. Ihre vollen, mittlerweile auch nackten Brüste, die harten Nippel recken sich ihrem Gegner entgegen, bieten einen nicht minder schönen Anblick. Ricarda stöhnt und genießt ganz offensichtlich die wollüstige Erregung, die der Kampf mit Männern in ihr oft auslöst.

„Hola Amigo, ich … bin Ricarda, die Grausame!“, trällert sie ausgelassen, wie ein kleines Mädchen bei seinem Lieblingsspiel, und stöhnt, mit einem wilden, gefährlichen Glitzern in den dunklen Augen. „Bist du bereit? … aaah … Zeit zu sterben, … Süßer!“ Ein kräftiger Ruck geht durch ihre Beine und ich höre das Genick des Mannes knacken.

Später dann, als sich Ricarda zu mir niederkniet, mich in den Arm nimmt und unentwegt küsst, dann meinen Kopf sanft an den ihren legt, scheint der Wikinger, immer noch im Griff der drei Wachen, den Verstand zu verlieren. Er schüttelt sich, Blut schießt aus seiner Nase, bäumt sich immer wieder auf und stößt fortwährend die fantasievollsten Flüche aus.

Dann sehe ich, wie die Wachen die Augen schließen und anfangen, irgendetwas zu brabbeln. Die Luft flirrt und über ihnen entsteht eine rote Nebelwolke, aus der sich eine Feuerkugel formt. Sie senkt sich herab, und rote Dunstschwaden umschlingen die Arme des Wikingers. Der schreit unter Qualen auf und stößt erneut alle möglichen, und unmöglichen, Flüche aus. Seine Arme werden von einer unsichtbaren Kraft auf den Rücken gerissen, und die Dunstschwaden umschlingen seine Handgelenke. Kurz darauf ist der Dunst, wie auch die Feuerkugel, wieder verschwunden, und der Nordmann findet seine Arme in matt leuchtenden magischen Fesseln wieder.

Ich starre Ricarda an. Sie streichelt liebevoll über meine Wange, küsst mich und meint: „Meister Rayo hat ihnen die Macht des Traba geliehen. Als er mit seiner seherischen Kraft erkannte, wer der Typ ist“, sie machte eine flüchtige Kopfbewegung zum Wikinger, „hat er wohl Angst um dich bekommen.“ Offenbar amüsiert sie mein ungläubiger Blick, ich mag den Magico nicht besonders, denn sie muss lachen. „Haha, Linchen, er ist vielleicht vollständig durchgeknallt, es como se, doch auch er hat ein Herz.“ Ihre Fingerkuppen fahren sanft über mein Halsband und die drei Smaragdsteine an ihm, die mich an meine Schwester Natalia erinnern, dann betrachtet sie mit einem lüsternen Glitzern in den Augen meinen nackten Körper. „Und auch er ist ein Mann.“

Der Wikinger schüttelt und windet sich weiter hin und her, schreit und flucht immerfort, und versucht sich aus den Fesseln zu befreien. Ach wie witzig! Dann plötzlich starrt er mich an, die ich immer noch vor ihm liege, an Ricarda gelehnt, nackt und überzogen von schmerzenden Kampfspuren, Blut und Sperma, und nun versuche, mich an ihr etwas aufzurichten. Und hält inne.

Hör zu, verdammtes Miststück, wir sehen uns wieder. Und das schwör' ich dir“, seine Stimme wird leiser, und nimmt einen besonders bedrohlichen Klang an, „dann bist du des Todes!“

=== Fortsetzung Teil 2 folgt ===