Donnerstag, 15. September 2016



Hola mis amigos, hier ist eure Salina.
Der Patron veröffentlicht ja unsere Abenteuer regelmäßig hier in seinem Blog.
Nun hat ein guter Freund ihn ermuntert, diese Abenteuer in Form von Geschichten auch als eBook zu veröffentlichen.
Ich hab von diesem ganzen neumodischen Zeug nicht so die Ahnung. Kenn mich als Jaguar-Kriegerin mehr mit Pfeil und Bogen aus, mit Schwert und Kampfstab. Okay, okay, mit Ringkämpfe gegen Männer, nicht zu vergessen, hihi. :-D
Aber neugierig wie ich bin, hab ich mal bisschen 'rumspioniert und 'rausgefunden, dass der Patron sich bereits eifrig daran gemacht hat, eine Geschichte meines Abenteuers eBook-reif zu gestalten.
Ihr werdet also - hoffentlich - bald eine zweite Quelle, zusätzlich zum Blog erhalten, wo ihr seine Geschichten unserer Abenteuer lesen könnt.
Mir fällt gerade ein, wenn der Patron dafür bezahlt wird, vielleicht fällt dann ja auch was für mich ab. Immerhin sind das auch meine Abenteuer. Könnte dann mal wieder so richtig Shoppen geh'n. Also, na ja, könnte mal langsam wieder ne neue Streitaxt gebrauchen. Oder neue Pfeile für meinen Langbogen. Jep, das wäre voll cool, ein Satz neuer Ketten für meine Folterhöhle. :-D
Okay, wird wohl leider noch 'ne Weile dauern, da er nicht so der Flinkste ist, grummel, aber geht vielleicht besser regelmäßig hier in den Blog und schaut nach. Denn er wird euch hier über alles am Laufenden halten.

Libertad y justicia para La Palmita - ¡Viva el clan Camilo!
Saludos más queridos, eure Salina

Donnerstag, 21. Juli 2016

Sinaja - Die Rebellin

Sinaja - Die Rebellin

1 - In den Fängen des Sklavenhändlers

Teil 1


Kapitel 1

Es hat eine ganze Weile gedauert, ehe ich die Galeone erreichen konnte, die weit draußen vor der Bucht vor Anker liegt, und vom Ufer aus noch nicht einmal zu sehen ist. Immer darauf achtend, so selten als möglich aufzutauchen. Doch als ehemaliges Mitglied einer Spezialkampfgruppe des Königs bin ich eine durchtrainierte und hervorragende Kampfschwimmerin. Dennoch, auf der letzten Strecke des Weges werden mir nun die Arme und Beine langsam immer schwerer und mein Keuchen intensiver.

Die sternenklare Neumondnacht macht mich in den seichten Wellen des bagh'usanischen Meeres fast unsichtbar, und ich sollte von der Bordwache wohl unentdeckt bleiben.

Ich tauche über achtern heran und schwimme dann mittschiffs. Die steile Bordwand ist für mich kein Problem. Kurz flattern Fetzen von Bildern durch meinen Kopf, wie ich früher als kleines Mädchen mit den Jungs des Hafenviertels gefährliche Tauchgänge zu versunkenen Wracks unternommen habe. Zuerst wollten sie mich nie mitnehmen. „Viel zu riskant für ein Mädchen!“ Später dann, als sie sich eingestehen mussten, dass ich besser tauchen konnte als sie alle, wollten sie mich immer am Ufer zurücklassen, weil es nicht sein konnte, dass ein Mädchen schneller und besser war als sie. Plötzlich war das nichts für mich. Es sei einfach zu gefährlich! Typisch Jungs! Also echt. Doch ich habe es ihnen allen gezeigt.

Rasch klettere ich an der Bordwand hinauf, meine Zehen drücken sich fest auf das Holz und in jede Fuge, meine Finger tasten selbst nach dem kleinsten Vorsprung und der unscheinbarsten Möglichkeit sich festzukrallen. Und als ich die Reling erreiche, achte ich auf meine Deckung, um von der Bordwache nicht erspäht zu werden. Ich halte den Atem an, während meine Augen rasch das Deck überfliegen. Nun ja, sollte man mich doch überraschen, bin ich mir sicher, wird mir schon etwas einfallen, und ich schnaube leise.

Ich bin eine kleine, schlanke Frau, zugegeben sehr attraktiv, mit sehr langen, pechschwarzen Haaren, und das einzige, was ich auf meinem kurvenreichen Leib trage, ist ein knapper, schwarzer Jash'ara*. Echt superknapp. Die kleinen Hah'is**-Dreiecke entblößen mehr, als sie verhüllen, und der Hagh'irt Narmh'a***, der an den Hüftseiten durch zwei lange Schleifen gehalten wird, … Am rechten Oberschenkel habe ich einen Kampfdolch gegurtet, meine einzige Waffe. Egal, ich vertraue eh mehr auf meine … hihi, nun ja, weiblichen Argumente. Und auf meine hervorragende Kampftechnik. Die Kombination von beidem war mir in früheren Kämpfen immer sehr … hilfreich, und sollte mich wohl nun auch nicht so leicht bezwingbar machen. Okay, okay. Ich weiß, dass ich auf Männer meist sehr sexy wirke. Aber selbstverliebt oder gar eitel bin ich deswegen noch lange nicht. Ehrlich. Und ich hab einfach auch schon etwas Erfahrung, um mir darüber im klaren zu sein, dass am Ende im Kampf zuerst die kämpferischen Fähigkeiten zählen.

Das Reich von König Barrio, das Land Bagh'uasan, ist seit Jahren von einer schweren Rebellion erschüttert. Die Dynastie der Bagh'usanos stellt seit mehreren hundert Hagh'vim****-Umrundungen den Herrscher des Reiches. Der König, ein voll fieser Kerl, versucht durch brutales Vorgehen die Bauern davon abzuhalten, die Rebellen, die für deren Freiheit kämpfen, zu unterstützen, oder sich ihnen gar anzuschließen. Doch je brutaler die königlichen Sondereinheiten gegen die Rebellen vorgehen, desto größer wird ihr Ansehen, und desto ausgeprägter der Wille bei den geknechteten Bauern, sich diesen mutigen Männern und Frauen anzuschließen.

Kiana, meine Freundin und Kampfgefährtin, wurde bei einem unserer Angriffe auf eine
* Jash'ara - Bikini

** Hah'is - BH
*** Hagh'irt Narmh'a - Stringtanga Mini
**** Hagh'vim – Stern (heimatliche Sonne)
 

Wachstation gefangen genommen, als wir einige unserer Leute befreien wollten. Wir sind uns ziemlich sicher, dass sie auf diesem Schiff festgehalten wird, um an den König als Sklavin verkauft zu werden. Na ja, was für eine Art Sklavin wohl!

Dieser Teil des Decks scheint im Moment sicher zu sein. Mit geübter Leichtigkeit schwinge ich meine Kurven, und den Rest Körper natürlich auch, über die Reling. Neben dem Großmast befindet sich eine große, eisenbewehrte Holzkiste. Auf Zehenspitzen schleiche ich mich über die Planken, streiche meine langen, nassen Haare nach hinten, die mir ins Gesicht gefallen sind, und es gelingt mir, jegliches Knarren des Holzes unter meinen nackten Füßen zu vermeiden. Dann werfe ich mich ebenso geräuschlos hinter die Kiste, halte den Atem an, lausche und beobachte das Terrain vor mir. Ich wundere mich. Irgendwann müsste hier doch mal eine Wache auftauchen? Ich runzle die Stirn und spüre deutlich meinen Puls. Bum. Bum. Bum.


Als ich mich vorsichtig erhebe, um ein besseres Sichtfeld zu bekommen, werde ich plötzlich von hinten von zwei starken Armen gepackt, die sich unter meine Achseln und um meinen Brustkorb schlingen, und ihn in einen festen Zangengriff nehmen. Instinktiv schreie ich auf – Verdammt sei still, dummes Ding! -, und keuche. Ich werde in die Luft gehoben und ich strample, schlage mit den Fäusten um mich, presse angestrengt die Lippen aufeinander und greife immer wieder hinter mich, in der Hoffnung, ein Stück Gegner zu erwischen und einen Griff ansetzen zu können, doch es ist natürlich sinnlos. War ja klar!

Dann spüre ich, wie ein paar raue Lippen über meinen Hals fahren, Zähne an meinem Ohrläppchen knabbern und sich etwas feuchtes und weiches in mein Ohr hineinschiebt. Ich höre den Atem ganz nah und Spüre die feuchte Hitze im Ohr tief drin. Igitt. Würg.

„Was bist du denn für ein hübsches Ding?“ Die raue Stimme fährt mir durch's Mark und ich stelle mir einen riesigen, bulligen Kerl vor. Ehrlich. So einen erfahrenen Seebär, voll brutal, gnadenlos, und gestählt durch unzählige Seeschlachten und Hafenschlägereien. Bei der Vorstellung setzt mein Herz einen Schlag aus und meine Kehle wird trocken. Ich muss schlucken. Evish'ang Hash'or, verdammter Mist! Warum habe ich den Kerl nicht gesehen? „Du kommst mir gerade recht, Kleine. Woll'n wir's gleich hier tun?“

Ich stell mir das jetzt dummerweise auch noch so richtig vor, also was er da andeutet, und mir wird total übel. Super, superübel!

Immer wieder versuche ich zu meinem Kampfdolch am rechten Oberschenkel zu greifen. Doch jedes Mal, wenn ich ihn aus der Scheide ziehen will, gelingt es ihm, mich daran zu hindern.

Seine Arme pressen nun meinen Brustkorb so fest zusammen, dass ich krächze und außerstande bin zu atmen. Ich spüre, wie meine Kraft aus meinem schlanken Frauenkörper entweicht. Lange halte ich das nicht mehr durch! Zudem fürchte ich, dass er mir die Rippen bricht, wenn mir nicht gleich etwas einfällt, wie ich … 

Er vergräbt sein Gesicht in meinen nassen Haaren, atmet ihren Geruch ein und stöhnt. Plötzlich legt er seine rechte Pranke auf meinen flachen, bebenden Bauch, streicht über ihn und gleitet immer tiefer. Seine kräftigen Finger schieben sich unter meinen knappen Hagh'irt, streicheln meinen leicht behaarten Venushügel und gleiten dann zwischen meine Schamlippen. Er reibt sie heftig, kreist mit den Fingerspitzen zwischen ihnen herum, stößt dann fast seine ganze Hand brutal und tief in meine Scheide - kein Witz! -, was mich vor Schmerzen aufschreien lässt, masturbiert sie mit schnellen und groben Fingerspielen und zwirbelt zwischendurch immer wieder meine Lustperle. Während er selber vor Erregung stöhnt, spüre ich nur Widerwillen und Schmerz, und ich presse die Lippen ganz fest aufeinander, um nicht wieder zu schreien. 

Nun lässt er von meiner Scham ab, und während er seine Finger in das weiche Fleisch meiner Brüste gräbt, versuche ich mich aus seinem Griff zu winden, oder mich mit irgendeiner Technik zu befreien. Doch jedes Mal, wenn ich das versuche, verstärkt er mit dem linken Arm seinen Griff so sehr, dass ich keuche und sofort die Sinnlosigkeit meiner Versuche erkenne. Er massiert meine rechte Brust, greift unter das Stoffteil des Hah'is und bearbeitet meine kirschkerngroße Brustwarze.

„Na, wie gefällt dir das?“, stöhnt er, und ich spüre deutlich seine pralle Beule, die sich zwischen seinen Beinen gebildet hat, und die er nun in meine Pospalte drückt und in ihr lustvoll reibt. „Bist du nicht auch schon total heiß?“ Kennst du Idiot noch 'ne dämlichere Frage? Ich beiße meine Zähne zusammen und unterdrücke eine Erwiderung, die seine Lust sicher nur zusätzlich steigern würde.

Ich strample erneut - durch mein heftiges und verzweifeltes Kopfschütteln flattern meine nassen Haare durch die Luft und nehmen mir die Sicht -, und ich versuch mich von ihm zu befreien, doch der Kerl ist einfach zu stark.

Nun greift er in meine langen Haare, reißt sie so fest nach hinten, dass ich nun doch wieder aufschreie, und zwingt meinen Kopf in den Nacken. Stöhnend streicht er mit seiner feuchtwarmen Zunge und seinen rauen Lippen über meinen weichen Hals, schlabbert an ihm herum und knabbert und saugt an meiner Schlagader.

Irgendwann hab ich genug. Ich muss was tun! Und dann reiße ich das rechte Knie hoch und will ihm gegen die Kniescheibe treten. Doch noch ehe ich soweit komme, packt er meinen erhobenen Oberschenkel, hebt mich wie eine Puppe in die Luft und wirft mich brutal auf die Kiste neben dem Großmast. 

Whump.

Ein unbeschreiblicher Schmerz trifft mein Kreuz, jagt durch meinen ganzen Körper - ich schreie auf und verziehe das Gesicht. Die Luft wird aus meinen Lungen gepresst, und ich muss keuchen. Ich versuche von der Kiste herunterzurollen, falle auf den Boden, was mich erneut leise aufschreien lässt, und versuche mich dann unter Schmerzen stöhnend zu erheben. Als ich taumelnd vor dem Mann in Kampfstellung gehen will, sehe ich, dass ich recht behalten habe. Er sieht wirklich aus wie ein alter, erfahrener Seebär. Groß, grobschlächtig und in seinen Bartstoppeln, wie in seinem kurz geschorenem Haar, kann ich einzelne graue Strähnen erkennen. Das einzige Kleidungsstück, das er trägt, ist ein dunkelgrauer Safh'u. Hierbei handelt es sich um ein Lendentuch. Es gibt zwei unterschiedliche Arten davon. Die einen Lendentücher bestehen eigentlich aus zwei Tuchteilen, die an den Hüftseiten durch schmale Träger miteinander verbunden sind. Dann gibt es noch die aus nur einem Tuchstreifen bestehenden Safh'u, die um das Geschlecht gewickelt werden, und die Enden dann jeweils vorn und hinten herabhängen. Dieser Kerl vor mir trägt die zweite Version.

Als ich mit dem Handrücken über eine schmerzende Stelle auf meiner linken Gesichtshälfte streiche und das Gesicht verziehe - Na echt toll, verdammter Mistkerl, das gibt bestimmt ein riesiges Hämatom! -, wundere ich mich, dass sich der Kerl nun breitbeinig vor mir aufgestellt und die Arme in die Hüften gestemmt hat. Wartet der darauf, dass nun ich ihn als nächstes angreife? Er scheint sich offenbar ziemlich sicher zu sein, dass er mit mir leichtes Spiel haben wird. 

Nervös streiche ich die langen Haarsträhnen, die mir ins Gesicht gefallen sind, zurück, greife mir in die nassen Haare und schüttle sie. Dann fällt mir sein lüsterner Blick auf. In dem Moment wird mir bewusst, dass meine Brüste völlig entblößt sind und sich meine Nippel, vom kalten Wasser hart geworden, ihm nun regelrecht entgegenrecken. Mir schießt die Röte ins Gesicht und ich will schnell meinen Hah'is zurechtzupfen, als plötzlich eine riesige, kräftige Männerfaust direkt in mein Gesicht saust. Doch im letzten Moment gelingt es mir ihr auszuweichen und sein Handgelenk zu packen, seinen Arm an mir vorbeizuleiten, gleichzeitig mein linkes Bein hochzureißen und ihm das Knie ins Gesicht zu schmettern.

Wums.

Mit einem unterdrückten Schmerzensschrei stürzt der Mann auf die Planken, krümmt sich und drückt die Hände in sein Gesicht. Ich höre ihn abwechselnd stöhnen und fluchen, und als er sich dann wankend wieder erhebt und seine Hände aus dem Gesicht nimmt, ist es blutverschmiert.

Nun blitzen mich seine stahlgrauen Augen wütend an. Richtig megaoberwütend! Sein blutverschmiertes Gesicht ist verzerrt vor unbändigem Zorn.

„Du willst es also auf die harte Tour?“, knurrt er, dreht seinen Kopf zur Seite und spuckt eine Mischung aus Speichel und Blut aus. Als er mich dann wieder anstarrt, zieht er sein Kurzschwert aus der Scheide, das er an der Seite trägt, und schnalzt mit der Zunge. „D'al remvivzh'ang! Nun denn, Zeit zu sterben, Kleine!“

Genial! Und die Götter des Hagh'vim lachen schallend und tanzen vor Erheiterung! Wie oft ich diesen Spruch schon gehört hab. Ehrlich. Ich kneife meine Augen zu einem Schlitz zusammen, langsam werde nun auch ich echt wütend, und blitze ihn an. Mit erhobenem Schwert stürzt sich mein Gegner auf mich, ich werfe mich ihm mit wippenden Brüsten entgegen, reiße den linken Arm hoch und schlage ihm den Unterarm blockierend gegen das Handgelenk seiner schwertführenden Hand. Gleichzeitig schwinge ich mein rechtes schlankes, aber durchtrainiertes Frauenbein in die Luft und mein nackter Fußspann trifft fast noch im selben Augenblick kraftvoll seine Schläfe. 

Klatsch. 

Der Kopf des Kerls schlägt unkontrolliert zur Seite und er stürzt zurück, verliert sein Schwert und taumelt angeschlagen herum. Doch er bleibt auf den Beinen. Na toll ey, warum kann dieser verfluchte Kerl nicht einfach umkippen und liegenbleiben?, denke ich und schnaube, während ich ihn aus halb geschlossenen Augen voller Zorn anfunkle. Warte nur ab, ich hab noch mehr drauf. Ich krieg dich schon noch! 

Jetzt greife ich zu meinem rechten Oberschenkel und ziehe den Kampfdolch. Ohne lange zu überlegen, stürze ich mich auf ihn und will ihm die Klinge in den Bauch jagen. Doch noch ehe ich mein Ziel erreiche, wirft sich der Kerl mir entgegen, greift blitzschnell mein Handgelenk, quetscht es in seiner riesigen Pranke zusammen und dreht mir den Arm so brutal um, dass ich vor Schmerzen aufschreie und den Dolch fallen lasse. Dann lässt er mich los, und seine riesige Faust trifft mein Gesicht. 

Autsch!

Heulend stürze ich zurück, meine Ohren klingeln und vor meinen Augen tanzen aufblitzende Sterne. Ich taumele herum und versuche mich dabei irgendwie auf den Beinen zu halten. Der Schmerz scheint mein Gesicht sprengen zu wollen.  Als ich mich aufrichte und beide Hände an meine Schläfen lege, verziehe ich vor Schmerzen das Gesicht und sehe, wie der Kerl mich mit einem breiten Grinsen beobachtet.

„Aua!“ Ich ziehe eine Flunsch und funkle ihn fassungslos an. „Das hat weh getan!“

Der Mann biegt sich vor Lachen. „Als Frau war das jetzt deine einzige Chance, mich zu besiegen, Kleine! Doch ohne Waffe …“

Es folgt ein heftiger Schlagabtausch. Boing, Bum, Wutsch, Klatsch, Wums, ... Seine Schläge und Tritte sind zwar deutlich kräftiger als meine, doch dafür bin ich schneller, kann den meisten seiner Angriffe ausweichen oder sie abwehren, und treffe ihn deutlich öfter als er mich. Meine im Kampf frech wippenden und herumtanzenden Brüste lenken meinen Gegner allerdings weniger ab, als ich es gehofft habe. Und wenn mich dann mal einer seiner echt fiesen, kräftigen Schläge oder Tritte trifft, …

Mein Kinnhaken wird von ihm wieder mal abgewehrt, meinem Tritt aus der Drehung heraus kann er ausweichen, und er kontert mit einer superharten Schlag- und Trittkombination, nach der ich angeschlagen herumtaumle und alle Mühe habe, auf den Beinen zu bleiben. Wäre ich nicht so zäh und durchtrainiert, ich würde längst ausgepowert oder k.o. am Boden liegen.

Ufff.

Doch das Adrenalin hat mich jetzt so richtig im Griff, und ich platze fast vor Wut. Und als ich ihm dann meine Kombo präsentiere, bin ich nicht mehr zu halten. Meine Fäuste landen mehrfach in seinem Gesicht, mein folgender Tritt ist eine Finte, doch mein anderer Fuß jagt ihm die Zehen in den Bauch. Zack! Und daneben! Verdammter Mist, ich wollte den Solarplexus treffen!

Der Kerl taumelt, krümmt sich mit verzerrtem Gesicht und verharrt so eine Weile. Während er kurz durchatmet, blickt er mich wütend an und schnauft. Mein schmerzendes Gesicht bekommt irgendwie ein breites Grinsen zustande. Und ich triumphiere.

Als plötzlich seine auf mich riesig wirkende Faust auf mein immer noch grinsendes Gesicht zuschnellt, kann ich ihr im letzten Moment ausweichen. Schwitz, das war knapp!

Ich dränge nahe an ihn heran. Will nun seinen Kopf packen, um mich an ihm hochzuschwingen, meine langen Beine um ihn schlingen, und ihn dann auf den Boden werfen. Doch er schlägt meine Arme zur Seite, ehe ich seinen Kopf richtig packen kann, und rammt mir seine Faust mit einem Riesen-Wums in die Magengrube. Ich keuche auf und krümme mich. Doch der Adrenalinrausch überlagert schnell den Schmerz. Auch als er mit einem Kinnhaken nachsetzt, der mich allerdings zum Glück nicht richtig trifft.

Blitzschnell werfe ich mich zu einem Sprungkick in die Luft. Einer meiner Lieblingsangriffe! Die Fußkante schießt zu seiner Stirn, doch er muss den Angriff erwartet haben. Bevor ich einen Wirkungstreffer landen kann, wird mein Fuß noch während des Sprunges von meinem Gegner abgefangen und der Knöchel fest von seiner großen Pranke umschlossen. Als ich mit dem anderen Bein auf dem Boden lande, legt sich ein schmutziges Grinsen über das Gesicht des Mannes, aus dessen Nase nach wie vor ein kleines Blutrinnsal fließt. Nun greift er mit der anderen Hand nach meinem kleinen Fuß und streicht mit den Fingern sanft über meine Fußsohle und die Ferse.

„Was für süße, kleine Füße du hast“, stöhnt er, und ich spüre, wie seine rauen Lippen und die feuchtwarme Zunge des Mannes zuerst über meinen Spann fahren, und sich seine Zähne dann um meine Zehen schließen. Er knabbert und saugt an ihnen. „Yvh'ram wifh'epa! So gefährlich als Waffe, und so ungemein erregend.“ Er küsst meine Zehen und saugt weiter an ihnen herum.

Bei den Göttern, das hat mir gerade noch gefehlt, der Kerl ist ein Fußfetischist! Doch es erheitert mich, wie es ihn offenbar total erregt, wenn ich meinen Fuß in seinem Gesicht bewege und meine Zehen in seinem Mund … Verdammt, hoffentlich steckt der Typ sich meinen Fuß nicht gleich in den Safh'u und holt sich dann an ihm einen 'runter!

Dann massiert er mit den Fingern meinen Ballen und streicht stöhnend mit der Zunge über die weiche Fußsohle, schlabbert an ihr herum, bevor sich seine Zähne zuerst in meine Fußkante und dann in die fleischige Ferse graben. Ich muss bei dieser ganzen verrückten 'Spielerei' an mich halten, um die Fassung zu wahren und nicht loszulachen, was alles andere als leicht ist – es kitzelt unglaublich!

Als nun seine Rechte meinen Fuß los lässt und sie über die warme und glatte, weiche Haut meiner Wade streicht, hinauf zum Knie und dann weiter über meinen angespannten, schlanken Oberschenkel, wo seine Finger meine Muskellinien nachzuzeichnen beginnen, entscheide ich, diesen lächerlichen Fetischspielchen ein Ende zu setzen. Zumal mittlerweile mein Fuß einigermaßen blutverschmiert ist. Ich begreife nicht, wie das diesen Kerl noch erregen kann.

Doch wie fang' ich das an? Ich versuche ihn mit meinen Fäusten zu erreichen. Natürlich – dummer Versuch! Er lacht. Ich knicke das Knie ein, um die Distanz zu ihm zu verringern, was dazu führt, dass er seine Rechte gegen mein Knie stemmt und so mein langes Bein zurück in die Streckung zwingt, womit er für meine Faustattacken nicht mehr erreichbar ist. Nun verdreht er meinen Fuß und ich muss, unter Schmerzen aufschreiend, meinen Körper wegdrehen. Doch dann werfe ich mich nieder, fange mich mit den Händen ab und mit einem gezielten Sicheltritt schlage ich ihm die Beine vom Boden weg. Fluchend stürzt er auf die Planken. Hihi, Blödmann, jetzt ist die Kleine dran!

Sofort werfe ich mich auf ihn, umpacke seinen Kopf und presse ihm meine vollen Brüste ins Gesicht. In der Hoffnung, ihm durch das aufkommende Erstickungsgefühl seine überlegende Kraft zu nehmen, versuche ich, meine ganze eigene Kraft einzusetzen, um - trotz seines heftigen Widerstandes -,  mein Brustpressing solang wie möglich aufrecht zu erhalten und seinen Kopf nicht freizugeben. Er keucht, und ich spüre, wie sein warmer Atem mir einen Schauer in meine Brüste jagt. Erregt stöhne ich auf und schließe die Augen.

Doch dann nehmen seine starken Arme meinen schlanken Oberkörper in einen festen Griff, und es gelingt ihm, mich auf die Seite zu werfen. Mist! Nach einem kurzen, aber intensiven Ringkampf, der mir einen Großteil meiner Kräfte kostet, gewinnt er rasch die Oberhand über mich und legt sich auf mich. Sein linker Ellenbogen drückt in meine Kehle, und während ich krächze und hilflos mit Armen und Beinen um mich schlage, spüre ich, wie er mit der anderen Hand die Schleifen meines Hagh'irt löst und mir den Stoff von den Hüften reißt. Dann reißt er sich seinerseits mit ein paar raschen Bewegungen den Safh'u herunter, und im nächsten Moment spüre ich die große pralle Männlichkeit meines Gegners zwischen meinen Schenkeln. Riesengroß das Teil, echt! Jedenfalls kommt es mir so vor.

Panik breitet sich in mir aus. Ich winde mich - keuchend und immer wieder die Lippen vor Anstrengung zusammen pressend -, unter dem Kerl hin und her, doch ich kann mich nicht freikämpfen. 

Als er meine Handgelenke packt und sie auf die Bretter drückt, werfe ich keuchend meinen Kopf immer wieder zur Seite, und spüre dann, wie er mit einem harten Stoß seines Riesendinges tief in mich eindringt.

„Nein, … aah … nicht“, schreie ich angewidert und stöhne, „evish'ang Nagh'pio, verdammter Mistkerl!“

Instinktiv spanne ich meine Scheidenmuskulatur an und mach mich möglichst eng, doch natürlich kann ich sein Eindringen so nicht verhindern, und bekomme schnell das Gefühl, als würde ihn gerade diese Enge ganz besonders erregen, und seine jetzt schon große und harte Männlichkeit in mir immer größer und härter werden lassen. Toll gemacht, Sinaja! War das echt dein Ziel?

Seine rauen Lippen legen sich auf die meinen, und es gelingt mir kaum, mich ihnen zu entziehen. Während er anfängt zu reiten und mir tiefe, harte Stöße der Lust versetzt, dringt seine Zunge in meinen Mund, fährt über meine Zähne und dann sanft über meine Zunge, die er offenbar in einen wilden Zungenringkampf zwingen will. Iiiiih.

Immer wieder reiße ich meine schlanken Frauenbeine hoch und versuche ihn in eine feste Körperschere zu nehmen. Doch ich erziele keinerlei Wirkung. 

Seine Zunge fährt über meinen weichen Hals, erst hinauf, dann abwärts, dann saugen seine Lippen an meinen glatten Achseln, und er knabbert an ihnen. Hahaha, und schon wieder kitzelt es total!

Wie ein wilder enhas'uanischer Kampfstier hämmert er seinen Penis in mich hinein. Sein Atmen wird immer schneller und sein schweres Stöhnen lauter, während seine prallen Hoden unaufhörlich gegen meine Pobacken klatschten.

Ich winde mich unter ihm herum, strample mit den Beinen, versuche meine Knie unter seine Achseln zu drücken, die Füße unter ihnen hindurchzuzwängen, um seinen Brustkorb mit meinen Beinen zu umschlingen, doch unter seinem mächtigen Gewicht kann ich mich kaum bewegen.

Ohne in seinem leidenschaftlichen 'Liebesritt' innezuhalten, beugt er sich zu mir herunter und fährt mit Lippen und Zunge wieder über meinen schweißnassen Hals und saugt an ihm. Ich werfe meinen Kopf zur Seite, versuche mich von ihm wegzudrehen, doch es ist zwecklos. Er stöhnt, als er meinen Unterkiefer mit den Zähnen bearbeitet, ihn umschlabbert und ihn mit Küssen belegt.

Es ist für mich offensichtlich, dass meine Kraft und meine verzweifelten Bemühungen, mich von ihm zu befreien, ihn nur zusätzlich erregen und ihn immer wilder, wilder, wilder werden lassen.

„Wehr dich ruhig, na los! Zeig mir, dass … du eine starke, gefährliche … hmm … Kriegerin bist!“, keucht er und stöhnt. „Ich will eine mächtige Gegnerin, kein … aah … schwaches Opfer!“

Als er sich wieder erhebt, wird sein 'Liebesritt' plötzlich langsamer. Seine Lustlanze rammt er nun bis zum Anschlag in mich hinein und seine Eichel stößt dabei jedes Mal gegen meine Gebärmutter. Bei jedem seiner harten, tiefen Stöße schnauft er wie ein Preisboxer, der gerade seinen Gegner mit gnadenlos brutalen Hammerschlägen verprügelt, und er genießt es mit voller ekstatischer Hingabe. Sein schweres Keuchen und Stöhnen wirken nun auf mich, als würde er jeden Augenblick explodieren. In mir indes ist nur Ekel und ohnmächtige Verzweiflung, und ich hoffe bei den Göttern des Hagh'vim, dass das alles bald vorbei ist.

Plötzlich ist es soweit. Sein praller Penis verharrt tief in mir drin und fängt an zu zucken. „Nein, … nicht!“, schreie ich, denn ich ahne es. Und wie ich es ahne!

Der Mann keucht laut auf, und kurz darauf ergießt sich etwas sehr Warmes in meine Gebärmutter und füllt sie aus.

Stöhnend beiße ich die Zähne aufeinander und werfe den Kopf hin und her.

Noch immer schwer atmend, lässt er nun meine Arme los und legt sich erschöpft auf mich.

Wieder und wieder versuche ich, seinen kräftigen Leib mit meinen langen Beinen zu umschlingen, und als ich es dann endlich schaffe, meine Beine zu einer festen Schenkelklemme zusammenzupressen, keucht er auf, erhebt sich und verharrt so mit schmerzverzerrtem Gesicht.

„Aah … was soll das … hmmm … lass das!“

Der Kerl krächzt, presst immer wieder seine Hände unter meine Rippen, um mich von sich  wegzudrücken und meine Körperschere zu lösen, drückt die Fäuste in meinen Bauch und gegen das Zwerchfell, um mir die Kraft und vor allem den Atem zu nehmen. Dann packt er meine glatten, schlanken Oberschenkel, die sich wie zum Trotz weiter kraftvoll und fest um seinen muskulösen Männerkörper spannen, und versucht sie auseinanderzuzerren. Selbst als ich nach seinem Kopf greife und ihn umpacke, und fest umschlungen an ihm wie ein  allegh'uanischer Klammeraffe hänge, versucht er mich von sich zu drücken und meine Beine auseinanderzuzerren, die ich nun noch stärker um seinen Leib spanne - und ich gebe ihn nicht frei. Ich spüre seinen warmen Atem auf meinem Hals und der Brust, und ein Schauer überzieht meine Haut. Dann wirft er sich wieder auf den Boden, und ich schreie auf und keuche, als die Wucht des harten Aufpralls durch meinen Körper jagt und mir die Luft aus den Lungen presst. Ufff. Völlig erschöpft lasse ich seinen Kopf los und verziehe vor Anstrengung das Gesicht, da er erneut seine Fäuste hart in meinen Bauch drückt. Doch da er die gewünschte Wirkung immer noch nicht erzielen kann, schlägt er sie mir nun überallhin und immer wieder in die Magengrube. 

Wums, Klatsch, Bum, Wums, … 

Ich schreie und zucke unter Schmerzen zusammen, und krümme mich unter ihm. Als er sie mir dann ins Gesicht schlägt, kann ich die meisten abwehren oder mich wegdrehen, doch die wenigen, die mein Gesicht treffen, ...

Jetzt umpacke ich - nachdem ich einen weiteren Kinnhaken und einen Schlag zur Schläfe im letzten Moment abwehren konnte -, abermals den Kopf meines Gegners, ziehe ihn zu mir herunter und presse sein Gesicht wieder mit aller Kraft, die ich noch in meinem schlanken, von ihm schwer malträtierten Frauenkörper aufbringen kann, in meine Brüste hinein. Er keucht, bekommt meine angespannten Schenkel immer noch nicht auseinander, und ich spüre, wie eine meiner harten Nippel von seinen Lippen umschlossen wird. Offenbar von ihm in seiner jetzigen Situation eher ungewollt, trotzdem zieht sich wieder ein leichtes Kribbeln durch meinen Oberkörper. Ich unterdrücke ein Stöhnen und presse die Lippen aufeinander.

Dann endlich, unter Aufbietung aller Kräfte – meine Beine fangen schon an zu zittern, ächz,  meine Muskeln schmerzen unglaublich -, gelingt es mir, den Kerl auf die Seite zu werfen. Sofort springe ich auf und beobachte, wie sich nun auch mein Gegner langsam erhebt. Er krümmt sich stöhnend, streckt sich dann und stemmt die Arme in die Hüften. Er atmet tief durch und starrt mich an. 

„War das schon alles, was du drauf hast?“ Er schnalzt mit der Zunge. Und schon wieder dieser Blick zu meinen Brüsten. Als ich meinen Hah'is zurechtrücken will, stelle ich fest, dass ich ihn längst verloren hab. Er liegt, ebenso wie sein Safh'u, an der einen Seite der Kampffläche. Mein Hagh'irt hingegen liegt, wie eine Trophäe, zwischen seinen Füßen. „Dann bin ich gespannt, wie du damit fertig wirst!“ 

Ohne sich sein Lendentuch wieder umzubinden - dass sein Geschlecht völlig entblößt ist, scheint ihn nicht zu interessieren -, wirft er sich auf den Boden, rollt zu seinem Schwert und befindet sich im nächsten Moment auch schon wieder auf den Beinen.

Mit einem raschen, suchenden Blick sehe ich mich um. Mein Kampfdolch liegt neben der Kiste am Großmast. Etwa fünf Schritt von mir entfernt. Sofort werfe nun auch ich mich auf den Boden, rolle zur Kiste, greife den Dolch und springe in Kampfstellung. Mit erhobenen Händen und den Dolch in meiner Rechten beobachte ich meinen Gegner mit schmalen Augen und warte auf seinen Angriff. Und wundere mich. Zuerst will er mich vögeln, und im nächsten Moment dann killen? Der Typ ist echt irre!

Der Kerl lässt ein donnerndes Lachen von sich. „Was willst du denn nun schon wieder mit dem kleinen … ääh“, er macht eine wegwerfende Handbewegung, „… Dings da anstellen?“ Erneut betrachtet er lüstern meinen kurvenreichen Körper, und schnalzt mit der Zunge. „Das war gerade eben echt heiß, Kleine! Wow! Lass dich von mir noch mal so richtig durchficken, und alles wird gut. Anderenfalls töte ich dich!“

„Du wirst weder das eine, noch das andere hinbekommen“, erwidere ich mit trotzig vorgerecktem Kinn, und funkle ihn wütend an. „Ras evikh'ivas wari, wenn jemand sterben wird, dann mit Sicherheit nicht ich!“

Der Mann knurrt, sein Gesicht läuft rot an vor Zorn - Oh, oh. Gar nicht gut! -, und er stürzt sich mit wild herumschlingerndem Penis auf mich. Mit seiner langen Klinge führt er mehrere Hiebe in meine Richtung aus, seine Spitze kommt meiner Brust bis zu einem halben Finger breit nahe, und hätte mir dann um ein Haar den Bauch aufgeschlitzt. Doch zum Glück kann ich jedes Mal im letzten Moment seiner scharfen Schneide ausweichen. Keuch, das war knapp! Das scheint ihn noch zusätzlich zu erzürnen, und er schnauft.

Ich streiche mir mit der Linken die ins Gesicht gefallenen Haare zurück und starre ihn kampfentschlossen an. Die Lippen fest aufeinandergepresst, mein Herz pocht wie wild.

Mit erhobenem Schwert - das er nun in beiden Händen hält - und einem lauten, wütenden Schrei, stürzt er sich auf mich, und die Klinge saust auf meinen Kopf herab. Ich reiße den rechten Arm hoch und mein Dolch blockt seine Waffe. Dann stoße ich sie mit aller Kraft von mir weg, und der Kerl vollführt eine halbe Drehung um seine eigene Achse. Sofort packe ich von hinten seinen Kopf und jage ihm meinen Dolch in die Kehle. Die halbe Klinge hat sich in seinen kräftigen Hals gebohrt, als er ein ersticktes Krächzen und dann ein glucksendes Geräusch von sich gibt. Seine Augen sind so weit aufgerissen, dass ich fürchte, die Augäpfel würden ihm gleich aus dem Gesicht kullern. Das Blut schießt aus der Wunde. Igitt, ist das eklig! Das ist dann der Teil beim Abmurksen, an den ich mich wohl nie gewöhnen werde. Mit einem kräftigen Ruck stoße ich ihm den Dolch dann bis zur Parierstange in den Hals, und als die Spitze aus dem Nacken des Mannes wieder austritt, fließt auch dort das Blut an der Klinge herab. Voll eklig. Ehrlich.

                                                

Kapitel 2

Ich habe Glück, dass die lauten Kampfgeräusche niemanden angelockt haben. Flink bin ich unter Deck verschwunden, und klettere nun leichtfüßig die hölzernen Stufen der kurzen, steilen Treppe hinab - bei jedem Schritt darauf achtend, mich völlig lautlos zu verhalten, und das Holz unter meinen nackten Füßen nicht knarren zu lassen. Meine Augen haben sich schnell an die Dunkelheit gewöhnt, und ich erkenne, dass die Treppe in einen schmalen Gang führt. Neben der Treppe gibt es einen Vorsprung, in den ich mich eilig hineinwerfe, um ihn als Deckung zu nutzen.

Ich kenne den Grundriss dieses  bagh'usanischen Galeonentyps. Die Schiffe sind größer als die Shakirh'alab, eines unserer Rebellenschiffe - das schon fast zu meinem zweiten Zuhause geworden ist -, allerdings nicht so wendig und schnell. Zu beiden Seiten befinden sich die Mannschaftskajüten. Die Tür am Ende des Ganges führt zum Lagerraum, in dem die Verpflegung der Crew sowie die Handelsware gelagert wird. Bei Sklavenhändlern ihre menschliche Ware.

Ich schiebe meinen Kopf etwas vor und spähe durch den Gang vor mir. An der Decke hängen einige Öllampen, die leicht, den rollenden Bewegungen des Schiffes folgend, an einer kleinen Kette hin und her schwingen. Ich spüre mein Herz pochen und mein Mund wird trocken, als ich auf Zehenspitzen aus dem Vorsprung heraustrete, kurz verharre und die Ohren spitze. Nur ein unnötiges Geräusch, ein lautes Knarren unter meinen Füßen, und ich riskiere, die in ihren Kojen ruhenden Besatzungsmitglieder aufzuschrecken. Und dann? Was mach ich, wenn plötzlich drei oder vier große muskelbepackte Seemänner vor mir stehen? Werd' ich mit denen fertig? Ich halte den Atem an und lausche. Doch das einzige Geräusch, das an meine Ohren dringt, sind die regelmäßig an die Bordwand schlagenden Wellen. Meine Hand fährt zum Oberschenkel und umklammert den Griff meines Kampfdolchs, doch ich ziehe ihn nicht. Dann tapse ich leichtfüßig und in gebeugter Haltung, ein Fuß vor den anderen setzend, durch den Gang zur Tür des Lagerraumes. Mein ganzer Körper ist angespannt, als ich ein Ohr an die Tür lege und lausche. Es ist völlig ruhig. Kurzentschlossen greife ich nach dem Türknauf und drehe ihn langsam herum. Als das Schloss mit einem Klack nachgibt, drücke ich die Tür vorsichtig einen Spalt breit auf, strecke zögernd den Kopf hindurch und werfe einen kurzen Blick hinein.

Es ist eine kleine Kammer, nur etwa drei Schritt groß in beide Richtungen. Ich atme geräuschvoll aus und lege die Stirn in Falten. Auf einer Kiste steht eine halb abgebrannte Kerze. Bis vor kurzem muss jemand hier gewesen sein, schießt es mir durch dem Kopf. Aber wo ist er hin? In leicht gebeugter Haltung und mit abwehrbereiten, erhobenen Armen drehe ich mich ruckartig um die eigene Achse, doch hier in der Kammer, sowie in dem schmalen Gang, gibt es keine Möglichkeit, um sich zu verstecken. An den Wänden stehen Krüge und weitere Kisten. Neben der Tür ein kleines Regal mit verschiedenen Utensilien. Ich trete in den Raum hinein, entspanne und frage mich, an sumph'fi, wo, zum Henker ist der verdammte Lagerraum? Offenbar hat man hier eine Zwischenwand errichtet, und irgendwo muss eine … 

Plötzlich schlingt sich ein kräftiger Arm um meinen Hals, und ich werde in einen festen Würgegriff genommen. Ich krächze, mir wird der Hals abgequetscht und die Kehle zugedrückt, und ich bekomme keine Luft. 

Urgh.

Wild schlage ich um mich, versuche die Arme - die sich ineinander verschränkt und einen brutalen, stahlharten Zangengriff gebildet haben - auseinanderzuzerren, die darauf ihren Druck gegen meinen Hals nur noch verstärken. Also entscheide ich, den Versuch besser sein zulassen. Ich greife nach meinem Dolch und ziehe ihn aus der Scheide, als mein Handgelenk gepackt und so sehr gequetscht wird, dass ich den Dolch mit einem krächzenden Schmerzensschrei sofort fallen lasse.

Mein Gesicht schwillt an und ein Pochen dröhnt durch meinen Kopf, während ich verzweifelt versuche Luft zu bekommen. Doch meine Kehle ist wie zugeschnürt, und ich krächze erneut. Panik steigt in mir auf, und Todesangst. Verzweifelt strample ich und schlage wild um mich, während mir langsam schwarz vor Augen wird. Ich muss mich befreien, SOFORT! Wieder zerre ich an den Armen, versuche durch Schläge und Tritte irgendetwas von Gegner zu treffen, doch es ist zwecklos.

Dunkelheit umgibt mich, als ich spüre, wie sich einer der Arme löst - der stahlharte Würgegriff lockert sich dabei kaum -, dann eine Hand hart in meine Brüste greift und sie unsanft durchknetet. Finger schieben sich unter die knappen Hah'is-Dreiecke, schieben sie zur Seite und zwirbeln meine Brustwarzen, erst die eine, dann die andere. Jetzt geht das Fummeln schon wieder los!, schießt es mir durch die Birne und ich verdrehe die Augen. Meine Nippel werden verbogen und immer wieder in die Länge gezogen. Es ist brennender Schmerz, der durch meine Brüste jagt, doch ich kann nicht schreien. Dann spüre ich warmen Atem in meinem Nacken, und Lippen, die durch meine langen Haare fahren und in ihnen wühlen, über meinen Hals wandern, ihn mit Küssen belegen, eine feucht-warme Zunge, die über ihn schleckt, hinauf zu meinem Ohr, … Was haben diese Kerle nur immer in meinen Ohren verloren? Ich will schreien, doch bin außerstande, wieder Luft in meine brennenden Lungen zu bekommen. Verzweifelt versuche ich, seinen um meinen Hals geschlungenen kräftigen Arm wegzudrücken - ich schaffe es nicht. Ich bin kurz davor zu ersticken, mein Körper erschlafft, als dieser stählerne Arm seinen brutalen Griff löst. 

Während ich keuche und huste, schlingen sich die Arme nun um meinen schlanken Oberkörper. Sie drücken mir augenblicklich den Brustkorb zusammen – meine Brüste quellen eingequetscht unter seinen Armen hervor -, und pressen das Wenige an Luft aus meinen Lungen wieder heraus, das ich in dem kurzen Augenblick hechelnd und japsend einatmen konnte. Doch ehe ich erneut meine Kraft verliere, werfe ich die Beine hoch, trete gegen die Wand vor mir und stemme mich von ihr so ruckartig ab, wie es mir nur möglich ist. Sein Griff um meinen Oberkörper bleibt so fest wie zuvor, als der Kerl, der mich umpackt hält, nach hinten stürzt, ich ein Krachen und einen dumpfen Schlag höre, er auf den Boden fällt und ich auf ihm lande. 

Plums. 

Sofort rollt er sich auf mich, und noch ehe ich irgendwie reagieren und ihm ausweichen kann, führt er seine kräftigen Arme unter meine Achseln hindurch, hebelt meine Arme nach hinten, zerrt meinen Oberkörper hoch und drückt dabei sein Knie in meinen Rücken, um meine Wirbelsäule zu überstrecken. Meine Brüste quellen prall aus den kleinen Dreiecken heraus, das eine Stoffteil ist nach innen, das andere nach außen verrutscht. Von Schmerzen gepeinigt schreie ich auf. Meine Schultergelenke brennen, und ich fürchte, dass er mir jeden Moment die Arme aus den Gelenken reißt. Dann sehe ich durch meine langen Haarsträhnen hindurch, die mir vor das Gesicht gefallen sind, undeutlich zwei schwarze Stiefel. Und neben ihnen ein weiteres, doch deutlich kleineres Stiefelpaar.

„Das reicht jetzt, Aril!“, schnauzt eine Kinderstimme. „Huh'lig zus'lhim!“

„... ääh, genau, das reicht jetzt, Aril!“ Und das war dann eine Männerstimme.

Sofort gibt mich der Kerl frei, und ich werde von ihm und einem weiteren Mann, der auf einmal neben ihm steht, bei den Armen gepackt und nicht gerade sehr sanft auf die Füße gehoben. Ich keuche mit schmerzverzerrtem Gesicht, und betrachte den Typen, der vor mir steht. Er trägt ein weißes Seidengewand, dessen Vorderseite farbenfrohe, golduntersetzte Motive schmücken. Um die Hüfte eine goldene Schärpe, in der ein langer Krummdolch steckt. Sein Vollbart ist durchsetzt mit grauen Strähnen, ich schätze sein Alter auf etwa Mitte vierzig. Er steht vor mir, seinen Körper durchgestrafft, die Arme auf den Rücken verschränkt, und mustert mich mit strengem Blick von oben herab.

„Was hast du uns denn da für eine heiße Schönheit eingefangen, Aril?“, gluckst die Kinderstimme, kichert, und ich sehe zu dem Jungen, der neben dem Bärtigen steht. 

„Jo, Aril, was für eine heiße Schönheit ist das denn?“, äfft der Bärtige den Jungen erneut nach.     

Der Junge indes wird erst etwas über zehn Jahre alt sein, und ist bereits fast so groß wie ich, also knapp über fünf Fuß. Er ist wie ein Erwachsener gekleidet und trägt ein schwarzes Gewand mit silbernen und goldenen Verzierungen auf der Brust, schwarze Stiefel und eine goldene Hüftschärpe, in der ein Langdolch mit einer mit Perlen und Diamanten verzierten Scheide steckt. Das Teil sieht voll cool aus! Dagegen ist mein Kampfdolch total langweilig. Und er hat einen Oberlippenbart. Mit zehn? Offenbar hat er sich den angeklebt, um älter auszusehen, als er ist. Irgendwie wirkt das auf mich allerdings echt lächerlich und albern. Der Junge kommt einen Schritt auf mich zu und mustert mich mit arrogantem Blick, stellt sich mit durchgedrücktem Kreuz vor mich auf, atmet tief ein und streicht mit dem Handrücken über seinen falschen Bart – eine Geste, die mich sehr erheitert.  

Derweil sehe ich mich um, als wäre der Junge für mich Luft. Meine beiden Wächter sind nur in schwarze Safh'us gekleidet, und in einer schwarzen Schärpe steckt jeweils ein Krummsäbel. Dann sehe ich vier weitere Männer, die ebenso gekleidet sind und auch einen Säbel tragen. Öllampen erhellen den Raum eher spärlich. In dem diffusen Licht erkenne ich aufgestapelte Fässer, die vor den Wänden vertäut sind, damit sie bei unruhiger See nicht durch den ganzen Raum rollen, und Kisten unterschiedlicher Größe. Ebenso einzelne große Haufen, die mit Fischernetzen und Strohmatten abgedeckt sind. Und überall Holzregale, vollgestopft mit kleinen Kisten und Utensilien unterschiedlichster Art. Scheinbar befinde ich mich in dem Lagerraum, den ich gesucht habe. Aber ich kann nirgendwo Zellen oder Käfige mit Gefangenen sehen. Ein Sklavenhändler ohne menschliche Ware? In einer dunklen Ecke, in die kaum ein Lichtschimmer hinreicht, auf einer Kiste, sehe ich dann die Konturen eines Kerls, den ich kaum erkennen kann, der mir vorher nicht aufgefallen ist, und der alles sehr genau zu beobachten scheint.

Plötzlich verspüre ich einen schmerzhaften Tritt gegen mein rechtes Schienbein und stöhne auf.

„Ich hab dich etwas gefragt, Miststück! Wer bist du und was willst du hier?“ Der Junge stemmt die Arme in die Hüften und blitzt mich wütend an.

„Genau! Wir haben dich etwas gefragt, Miststück!“, schnauzt mich nun auch wieder der Riesenpapagei an, der neben dem Jungen steht, und ebenso die Arme in die Hüften stemmt. Seit rechter Fuß tippt herausfordernd auf dem Boden herum. Wenn du mich auch trittst, trete ich zurück, Blödmann! Und zwar dorthin, wo es dir mit Sicherheit am meisten weh tut! Selbst diesen wütenden Blick versucht er nachzuäffen, was auf mich aber kaum bedrohlich wirkt. Eher muss ich sehr an mich halten, um nicht gleich auf der Stelle belustigt loszulachen. Ich versuche meine Mundwinkel unter Kontrolle zu halten und verkneife es mir.

„Schluss damit, Zakir!“ Der Bärtige zuckt zusammen und starrt den Jungen an, der seinen aufgeschreckten Blick erwidert. „Und Nabil, du trittst sie nicht noch einmal, sonst bekommst du heute kein Abendmahl!“ Das war die Stimme aus der dunklen Ecke. Ich werfe meinen Kopf herum und sehe, wie dort eine kleine Rauchwolke aufsteigt und der Mann einen Arm hebt. „Los, zu mir!“

Der Junge knurrt wie ein Erwachsener, verharrt kurz, zieht die Mundwinkel in die Breite und seinen lächerlichen Bart in die Länge. Dann nickt er seinem Papagei zu, und sie übernehmen mich von meinen Wächtern, packen mich nun ebenso bei den Armen und bugsieren mich zu dem Mann in der dunklen Ecke. Wie dieser Bengel trägt auch der Mann ein schwarzes Gewand, allerdings keine Hüftschärpe. Auch eine Waffe kann ich an ihm nicht entdecken. Sein schwarzes, leicht gelocktes Haar glänzt in einem Ölschimmer, und reicht ihm bis über die Schultern, und Schnauzer und Kinnbart sind wohl ebenso mit Öl eingerieben. Um seinem Hals an einem Lederband hängt eine münzgroße flache Goldplatte, in die rote Diamanten eingearbeitet sind, von denen ein seltsames Funkeln ausgeht. Das Ding fasziniert mich.  Das Funkeln der Diamanten ist irgendwie unnatürlich, fast magisch. Der Mann hat einen sehr athletischen Körperbau, und wirkt alles in allem sehr … ansehnlich.

Gemütlich sitzt er auf der Kiste, die Beine übereinander geschlagen, und in der Rechten hält er eine allegh'uanische Kräuterpfeife. Lässig schmaucht er mit halb geschlossenen Augen vor sich hin und scheint in sich versunken in einer anderen Welt. Neben ihm steht ein Rumkrug auf der Kiste. Nun legt der Mann die Pfeife ab, greift nach dem Krug und gönnt sich einen großen Schluck. Als man mich nun so vor ihn aufgebaut hat, mustert er mich scharf, stellt den Krug ab, ohne den Blick von mir zu lösen, und greift wieder nach seiner Pfeife. Langsam wandern seine Augen über mich, von oben nach unten, bevor sie dann wieder zurück zu meinen entblößten Brüsten kehren und sich in ihnen festsaugen. Ich kann deutlich erkennen, wie sie einen lüsternen Glanz annehmen. Ich spüre, wie mir die Röte ins Gesicht steigt, und ich habe das Gefühl, dass mein Herz dabei so laut schlägt, dass selbst die anderen es hören können.

Der Mann schmaucht schweigend und in aller Seelenruhe weiter, bläst einen Rauchkringel nach dem anderen in die Luft und verfolgt sie versonnen mit den Augen. Dabei sinniert er laut, und wie an sich selbst gerichtet: „Ich frage mich, wer sie wohl ist. Und was sie hier zu suchen hat.“

„Genau! Wer bist du?“, schnauzt der Papagei und rüttelt an meinem Arm herum. „Und was hast du hier zu suchen?“

Soll ich mich freikämpfen? Dieser alberne Bengel wäre für mich nur ein lästiger Fliegenschiss. Kein ernstzunehmender Gegner. Und dieser Papagei, … Doch selbst wenn es mir gelänge, was dann? Würde ich von Bord kommen? Und wieso sollte ich das tun - ohne Kiana? Vielleicht sollte ich erst mal mitspielen und sehen, wie sich die Dinge entwickeln.

Ich ignoriere die Fragen und presse die Lippen trotzig zusammen. Da ich keine Anstalten mache zu antworten, dreht sich der Kopf des Räuchermännchens in meine Richtung und mich trifft ein wütender Blick. Wow, kann der einen einschüchtern!
     „Hat sie mich nicht verstanden?“, donnert er nun und scheint offenbar etwas … ungeduldig zu werden.


Jetzt werde ich von meinen Bewachern gleichzeitig so heftig an den Armen gerüttelt, als wollten sie die Antwort aus mir herausschütteln.

„... ääh, jo, hast du ihn nicht verstanden, Miststück?“

Ich atme hörbar aus und verdrehe die Augen. Ehrlich, der Typ geht mir langsam sowas von auf die Nerven!

„Ich bin Sinaja“, platzt es dann aus mir heraus, und ich pariere seinen Blick wie im Schwertkampf, blitze ihn wütend an. „Und ich will, dass ihr meine Freundin freigebt, evish' ang mals n'sho!“

War das klug? Vielleicht hätte ich das besser für mich behalten sollen. Als müsse ich nur darum bitten. Hihi, egal. Da ich es zwar glaube, aber nicht mit absoluter Sicherheit weiß, ob sie hier an Bord gefangen gehalten wird, bin ich jetzt mal echt auf seine Reaktion gespannt.

Der Mann, der hier offenbar das Sagen hat und wohl der Kapitän sein muss, steckt sich wieder die Pfeife in den Mund, schmaucht vor sich hin und bläst erneut Rauchkringel in die Luft. Während er sie mit den Augen verfolgt, fragt er in aller Seelenruhe: „Weiß mein Sohn, ob wir eine Frau an Bord haben, die ...“, er runzelt die Stirn und sieht mich mit zusammengekniffenen Augen an, „wie heißt sie doch gleich?“

„Kiana.“

„Also, haben wir eine junge Frau an Bord, die auf den Namen Kiana hört?“

Nabil ist der Sohn? Interessant! Jedenfalls fängt der an zu kichern. „Klar doch. Weißt du nicht mehr, dass du sie mehrmals am Tag in deiner Kajüte flach…“

Der Junge wird jäh von dem zornigen Blick des Kapitäns unterbrochen, und er schluckt den Rest mit einem hörbaren Gluck herunter. Just wird ihm wohl klar, dass er gerade etwas verraten hat, was nicht für meine Ohren bestimmt ist. Denn nun sieht er schuldbewusst auf den Boden, lässt die Schultern hängen, und ich spüre, wie sich sein Griff um meinen Arm lockert.

Der Kapitän grunzt, greift zu seinem Rumkrug und schüttet einen größeren Teil von dem Zeug in sich hinein, ehe er ihn wieder abstellt, sich mit dem Ärmel über Lippen und Bart streicht, sich etwas vorbeugt und mich mit durchdringendem Blick ansieht.

„Nun denn, sie will also diese … ääh, Kiana befreien.“ Er gluckst und schüttelt den Kopf. „Ich kenne das Mädchen. Sie gehört ebenso wie diese Kiana zu den Rebellen.“ Er sieht mich an und über sein Gesicht legt sich ein breites Grinsen. „Ich hab sie bislang für cleverer gehalten. Ich meine, sehe sie sich um!“ Dabei macht er eine große, ausladende Bewegung mit den Armen. „Sie weiß nicht, wo sie ist. Wie will sie sie hier finden? Und wenn es ihr wirklich gelingen sollte, sie zu befreien, müssen sie dann erst mal beide hier herunterkommen.“ Der Kapitän lehnt sich in selbstherrlicher Pose zurück und nippt wieder an seiner Pfeile. „Sie soll es mir nicht übel nehmen, aber ich fürchte, damit ist sie doch deutlich überfordert, die Kleine.“

Der Kerl macht mich, verdammt noch mal, noch ganz wirre mit seiner Art, ständig in der dritten Person zu reden, evish'ang. Voll irre, echt! Aber was viel wichtiger ist, sie ist also tatsächlich hier an Bord! Mein Herz hüpft vor Freude, schlägt regelrecht Purzelbäume, richtig große, und ich spüre vor lauter Aufregung jeden einzelnen Herzschlag. Aber er hat recht. Wie, zum Henker, bekomme ich sie hier jetzt noch herunter?

Plötzlich erhebt sich der Kapitän, mustert mich erneut, pafft Rauchschwaden in die Luft, und nickt. Dann tritt er auf mich zu und betrachtet eingehend meinen ganzen Körper. Und ich erkenne in seinen Augen, dass er ganz fasziniert zu sein scheint von meinem Anblick und der Tatsache, dass ich eben nur einen Hag'irt Narmh'a trage und einen knappen Hah'is, dessen kleine Dreiecke allerdings nach wie vor völlig verrutscht sind, und meine Brüste in ihrer ganzen vollen Pracht entblößen. Ich spüre diesen Blick aus seinen dunklen Augen fast körperlich, wie Hände, die mich begrapschen, die meine Brüste kneten, meine Scham streicheln, … stöhn. Er fängt an, mich langsam zu umrunden, begutachtet mich von allen Seiten und hüllt mich in eine stinkende Rauchwolke. Igitt, der Kerl sollte echt mal die Kräutermischung für seine Pfeife erneuern. Angewidert rümpfe ich die Nase und versuche mein Gesicht mit zusammengekniffenen Augen aus der Rauchbahn zu drehen. Während ich mir das Husten gerade so verkneifen kann, entscheide ich, das Räuchermännchen einfach zu ignorieren und stur geradeaus zu schauen. Wenngleich ich mir wie eine enhas'uanische Antilope vorkomme, die von einer hungrigen Wüstensäbelzahnkatze umkreist wird. Irgendwie amüsiert mich dieser Vergleich, und ich muss grinsen. Okay, okay. Blöder Vergleich. Echt oberblöd! Aber, verdammt, es erregt mich auch total. Seufz.

Als er wieder vor mir steht, sieht er mir mit seinem dunklen, stechenden Blick direkt in die Augen. Dieser dunkle Glanz in seinen Augen wirkt auf mich irgendwie voll hypnotisierend. Ich kann mich ihnen nicht entziehen – sie üben auf mich einen unglaublich geheimnisvollen Reiz aus. Ehrlich. Ich vergesse alles um mich herum, nehme nur noch diese dunklen, geheimnisvollen Augen wahr, die mir nun sehr nah sind, spüre meinen Herzschlag ganz deutlich - bum bum, bum bum, und ein erregendes Kribbeln unter meiner Haut. Dann blinzelt er, und seine Augen nehmen plötzlich einen verschmitzten Ausdruck an, während er Zakir seine Pfeife übergibt, der sie ehrfürchtig in beide Hände nimmt und vor sich hält, als wäre sie ein bedeutender Schatz. Nun schlingt der Typ seine Arme um meinen schlanken Körper und presst mich an sich. Verwirrt seh' ich ihn an und runzle die Stirn. Ich lege meine Hände auf seine muskulöse Brust und will instinktiv eine Abwehrhaltung einnehmen. Doch schon im nächsten Moment spüre ich seine Lippen und sein Saugen an meinem Hals, und seine Zungenspitze, die um … na was wohl?, natürlich wieder mal um mein Ohrläppchen fährt, bevor er dann stöhnend an ihm zärtlich knabbert. Nun greift seine linke Hand in meine Pobacken, und er drückt mein Becken fest an sich heran. Ich spüre seine pralle Härte, und es erregt mich, mir wird ganz heiß. Wahnsinn! Doch ich unterdrücke ein Luststöhnen. Gerade so. Bevor mich seine Liebkosungen schwach werden lassen, hält er inne, sieht mich mit glänzenden Augen an, und die Finger seiner anderen Hand drücken sich in das weiche Fleisch meiner Brüste, streicheln sie, massieren und kneten sie durch. Ich spüre ganz deutlich, wie er es genießt und sich seiner Lust hingibt. Dabei greift er immer wieder nach meinen Brustwarzen, zwirbelt sie sanft und zieht an ihnen herum, die bei diesem „Spielchen“ zusehends und spürbar härter werden. Heftige Lustschauer fahren unter meine Haut und in meine Brüste. Ich schließe die Augen und stöhne nun doch laut auf, kann es einfach nicht mehr unterdrücken. Ein starkes Kribbeln breitet sich zwischen meinen Beinen aus. Ich hebe das rechte Bein an, lege den gestreckten Fuß leicht an sein Knie und reibe meine Scham an ihm wie eine läufige Gebirgshündin.

Irgendwann zieht er dann meine winzigen Stoffteile wieder über meine Brüste und bedeckt züchtig meine Nippel. Als ich die Augen öffne, erkenne ich den lüsternen Blick des Bengels, der die Finger des Vaters genau verfolgt. Und dabei keineswegs nur auf dessen Finger starrt, und immer unruhiger zu werden scheint. Ich kann es nicht verhindern, dass mich das zusätzlich erregt.

Der Kapitän grinst mich an, senkt seinen Blick, schürzt die Lippen und streicht sich sinnierend über die Stirn. Nun schüttelt er belustigt den Kopf, tritt an die Seite seines Sohnes, packt ihn beim Arm und zieht ihn ein paar Schritte von mir weg. Dann gibt er dem anderen Kerl einen Wink, worauf auch der ihnen gehorsam folgt.

Könnte ich jetzt einfach meine Beine in die Hand nehmen und absausen? Na ja, ihnen wird klar sein, dass ich nicht vor hab, ohne Kiana hier zu verschwinden.

Eine kurze Zeit lang diskutieren die drei miteinander. Ich beobachte sie dabei aus schmalen Augen. Dann sehe ich, wie der Sohn aufgeregt und  ausgelassen wie ein kleiner Junge herumspringt, und über das ganze Gesicht strahlt, als hätte er gerade ein langersehntes Geschenk erhalten. Was, verdammt, hat der denn jetzt?

Im nächsten Moment stehen meine beiden Aufpasser, also der Junge und der Papagei, wieder neben mir - packen mich diesmal allerdings nicht bei den Armen -, und der Kapitän macht es sich abermals auf seiner Kiste gemütlich. Er greift nach dem Rumkrug, nimmt einen kräftigen Schluck zu sich, und nachdem er sich mit dem Ärmel seine Lippen und den Bart getrocknet hat, nimmt er wieder seine Pfeife in die Hand und schmaucht  ausgiebig herum. Während er mit den Augen seine rauchigen Kunstwerke verfolgt, die er in die Luft bläst, erklärt er: „Wir spielen ein Spielchen. Ich hoffe, sie spielt gern Spiele?“ Er dreht seinen Kopf herum und sieht mir fest in die Augen. Oh Mann, was hat der Kerl denn jetzt vor? „Sie wird um ihre Freiheit kämpfen müssen. Ein Ringkampf, der entscheiden wird, was mit ihr und ihrer Freundin geschieht.“

Ein Kampf? Ich soll mit ihm kämpfen? Der Typ ist etwa anderthalb Köpfe größer wie ich und sehr kräftig. Und wohl mehr als doppelt so schwer wie ich. Der will doch nur mit mir kämpfen, um mich zu vögeln! Und als ich abwechselnd zu meinen Aufpassern sehe, scheint der Sohn so angespannt wie eine Bogensehne, mit einem unheimlichen Grinsen auf den Lippen und glänzenden Augen. Was denn, nicht er, sondern dieses Kind?

„Gewinnt sie, kann sie unbehelligt mein Schiff verlassen und ihre Freundin mitnehmen. Verliert sie allerdings, wird sie ihr Schicksal teilen.“ Der Kapitän gluckst und betrachtet wieder seine Rauchkringel. „Ich werde die beiden auf dem Sklavenmarkt an den König verkaufen. Sie erfüllen alle Bedingungen, damit ich für sie als Sexsklavinnen Höchstpreise erzielen kann.“

Ich schließe die Augen und schüttle amüsiert den Kopf. Na toll! Den Bengel mach ich doch in wenigen Minuten fertig! Wenn ich dafür überhaupt so lange brauche. Dann sehe ich zu ihm und kneife meine Augen zu kleinen Schlitzen zusammen. Grrr.

Krakss.

Nachdem der Kapitän zweimal in die Hände geschlagen hat, wird nun die Tür beiseite geschoben, die man notdürftig geschlossen hatte, da ich mit diesem Kerl, diesem Aril, von dem ich vorhin überfallen wurde, da durchgebrochen bin, und wir die Tür dabei aus den Angeln gerissen haben. Ein Mann in einem schwarz-gelb gemusterten Gewand, mit gelber Hüftschärpe - auch in ihr steckt ein Krummsäbel -, tritt in den Raum. Ihm folgen vier große, muskulöse junge Männer, die nur weiße Safh'us tragen. Sie kommen zu uns und stellen sich alle nebeneinander vor uns auf. Dann prüft ihr Führer ihre korrekte Haltung, grunzt, als er zufrieden ist, dreht sich zum Kapitän, nickt kurz und tritt zur Seite.

Der Kapitän räuspert sich, damit ich meine Aufmerksamkeit wieder ihm widme. „Mum wh'um, wie gefallen Sinaja die Jungs?“

„Hä?“ Ich runzle die Stirn und starre ihn an. „Wieso ist das wichtig?“
     „Weil das ihre Gegner sind.“, klärt er mich auf.


Oh, oh. Die niedrigen Schwierigkeitslevel werden wohl gleich übersprungen. Ich starre ihn fassungslos mit großen Augen an. „Ich soll gegen alle vier antreten? Gleichzeitig oder hintereinander?“

Der Kapitän lacht laut auf und nimmt einen kräftigen Zug aus seiner Pfeife. „Ich bin Sportsmann. Sie wird nicht gegen alle vier antreten. Sie darf sich einen Gegner aussuchen. Also“, er grinst mich an und pustet verspielt eine Rauchwolke in meine Richtung, „wer von den jungen Männern gefällt ihr am besten. Mit wem will sie kämpfen?“

Enttäuscht ziehe ich eine Flunsch. Also doch nicht der Bengel. Mist! Wäre auch zu einfach.

„NEIIIN!“ Der Sohn des Kapitäns kreischt auf und zappelt und springt herum, wie ein kleiner Junge, dem man das gerade zuvor erhaltene, lang ersehnte Geschenk nun wieder weggenommen hat. „IIICH will doch gegen die Braut antreten!“ Nabil starrt seinen Vater aus weit aufgerissenen Augen an und jammert und schnauft herum.

„Mein Sohn reiße sich zusammen! Er kann doch nicht ernsthaft annehmen, dass ich ihn gegen eine erwachsene Frau antreten lass.“ Er mustert meinen Körper, schnalzt mit der Zunge und murmelt: „Na ja, wohl eher gerade mal erwachsen geworden!“

„ABER ICH WIIILL ES!“, schreit er sich die Lungen aus dem Hals und kreischt.

„Er ist erst 'Dreizehn'! Suche er sich eine Gegnerin in seinem Alter!“, schnauzt der Kapitän und sieht seinen Sohn wütend an. „Mit der kann er sich dann vergnügen!“

Also schon dreizehn? Interessant!, denke ich, fasziniert von dieser ganzen Szene, die mir Vater und Sohnemännchen da gerade vorspielen, und runzle die Stirn. 

„Ich 'will' aber keine andere, ich will SIIIE!“, schreit Nabil und starrt mich an. „Ich will gegen sie antreten, ihr die Knochen verbiegen, und sie so RICHTIG in die Mangel nehmen, bis sie nur noch hilflos herumzappeln kann. Und ich will die Braut RICHTIG BRUTAL durchficken, so lange, bis ihr schwarz vor Augen wird, und sie heulend um Aufgabe bettelt.“

Na Wahnsinn! Was für eine blumige und ausschweifende Fantasie der kleine Junge doch schon hat!, denke ich und schüttle amüsiert den Kopf, und muss mir doch echt das Lachen verkneifen.

„Mache sich mein Sohn nicht lächerlich! Und ...“, der Kapitän wird von einem weiteren Wutausbruch seines Sohnes unterbrochen, „halte er sofort seinen Mund, sonst lass ich ihn in sein Gemach bringen! Und jetzt ist SCHLUUUSS!“

Als der Sohn lautstark protestieren will, wirft ihm der Kapitän einen vernichtenden Blick zu, worauf der Junge verstummt, die Arme vor der Brust verschränkt und sich schmollend abwendet.

Ist wohl besser, wenn ich diese ganze lächerliche Szene sofort wieder aus meinem Gehirn lösche. Varmh'us ozizoh'ras. Ich verdrehe die Augen und stoße die Luft mit einem leichten Kopfschütteln hörbar aus. Abartig, echt!

Nun sieht der Kapitän wieder zu mir und wartet wohl auf meine Entscheidung. Mit wem ich kämpfen will? Von 'wollen' kann ja wohl keine Rede sein! Ich drehe mich wieder zu den Kerlen um und betrachte sie genauer. Sie sind alle etwa einen Kopf größer als ich und sehr muskulös. Eigentlich wäre es egal, gegen wen ich antrete. Was kann ich schon als Frau gegen diese Kraftpakete ausrichten? Aber sie sehen wenigstens oberhalb der Schultern unterschiedlich aus. Vom Glatzkopf bis Langhaartyp hab ich eine interessante Auswahl. Mhmmm. Wenn ich schon gegen einen von ihnen antreten muss, …

Da ich mich nicht entscheiden kann, müssen die vier Männer nun jeder ihren Namen jeweils auf einen Zettel schreiben. Ihr Führer in dem schwarz-gelben Gewand kommt mit einer Schale herangerauscht und wirft die Zettel in sie hinein. Er schüttelt die Schale mit viel Schwung und mit so übertrieben ausladenden und kreisenden Bewegungen, dass ich fast fürchte, er würde die Zettel durch den gesamten Lagerraum werfen, und ich muss dann einen der Zettel suchen, indem ich über den Boden krieche, verfolgt von den lüsternen Blicken der sexhungrigen Kerle. Doch offensichtlich bleibt mir das erspart - hihi, wäre auch zu abgefahren -, denn nun muss ich einen ziehen und ihn dem Kapitän geben.

„Der glückliche junge Mann, der jetzt im Ringkampf gegen diese wunderschöne Rebellin Sinaja antreten darf, vi rag af ivmurh'am, ist - “, er blickt auf, sieht mich an, führt seine Pfeile zu den Lippen und zieht einen kräftigen Zug in sich hinein, verharrt kurz und bläst ihn dann langsam wieder aus, mein Herz bleibt vor Spannung fast stehen – und grinst schmutzig, „- Yasha!“

=== Fortsetzung Teil 2 folgt ===

Montag, 21. März 2016



Hola Amigas y Amigos, hier ist eure Salina!
Da ich momentan etwas pausiere, hat der Patron gestattet, dass Sinaja eins ihrer Abenteuer erzählen kann. Sie wird es hier im Blog des Patrons in einigen Tagen veröffentlichen.
Um euch die Zeit bis dahin etwas zu verkürzen, hab ich mal wieder eine kleine Buchempfehlung für euch.
Eine wirklich tolle spannende und erotische Fantasy-Geschichte von Krystan Knight, als eBook und gebundene Ausgabe zu beziehen, die ich absolut empfehlen kann.


Cyris - Sklavin der Lust: Die Tochter der Dämonen (Die Tochter der Succubus 1)


Beschreibung:
Nach ihrer Hochzeitsnacht wacht Cyris neben dem toten Sohn des Grafen auf. Sofort wirft man das Mädchen, das ihre Erinnerungen verloren hat, in den Kerker.
Unter der Tortur der Folterknechte entwickelt die junge Frau plötzlich ein unstillbares sexuelles Verlangen. Schmerz und Leidenschaft sind für die rothaarige Schönheit untrennbar miteinander verbunden, während die Männer um sie herum in lüsternen Wahnsinn verfallen.
Als ihr endlich die Flucht gelingt, sind nicht nur die Männer des Grafen hinter ihr her. Auch der Inquisitor des Bischofs und die Hexenjäger haben Verfolgung aufgenommen.
Cyris erkennt langsam, dass sie nicht das hilflose Mädchen ist, für das sie sich selbst gehalten hat, denn in ihr schlummert das Erbe einer Succubus. Mit ihren neuen Kräften gelingt es der Flüchtenden, ihren Häschern zu entkommen.
Nur ein Mann scheint immun gegen Cyris dämonische Kräfte. Der gutaussehende Kreuzritter Wolfhard schafft es scheinbar mühelos, das Herz der jungen Femme fatale zu erobern. Aber wird er ihr auch helfen, oder verfolgt er ganz eigene Interessen?


Und hier könnt ihr das Buch kaufen:



Der Link:


Así que hasta entonces -
und viel Spaß beim lesen,
eure Salina.




Dienstag, 11. August 2015

Salina - Anschlag auf den Camilo-Clan / Teil 2 - Der Auftrag / 2

 

Salina – Anschlag auf den Camilo Clan

- Teil 2 – Der Auftrag / 2 -


                                                      = 13 = Jetzt hab ich ein echtes Problem, maldito seas, ist das gleich mein Ende? Ich wollte unbedingt verhindern, dass Sandro, mein Gegner, mich in einen seiner festen Würgegriffe bekommt. Er ist berüchtigt dafür, hat er seinen Gegner erst mal in so einem fiesen Griff, gibt er ihn nicht mehr frei, ehe dieser aufgegeben, oder er ihm das Genick gebrochen hat.

Ich muss an den Wikinger denken, wie er mich im Taberna-Kampf im Atlantico fast das Genick gebrochen hätte. Wie mich Panik erfasst hat, Todesangst. Eine Zeit lang konnte ich gegen halten. Jeder Jaguar-Krieger ist ein Meister des patas impacto, der hocheffektiven Jaguar-Kampfkunst, die nur die Elitekämpfer mit dem „Herz des Jaguar“ beherrschen. Und die Spezialausbildung des tecnologia ciclón, die sich besonders für kleinere und schwächere Kämpfer eignet, macht weibliche Elitekämpfer zu gleichwertigen Gegnern. Doch am Ende waren es weder meine kämpferischen Fähigkeiten, noch meine … weiblichen „Argumente“, die mir das Leben gerettet haben.

Aber töten will mich Sandro nicht. Mich in die Aufgabe zwingen? Wohl kaum. Nicht, wo er jetzt so auf meinem schlanken, durchtrainierten Frauenkörper liegt. Der Typ ist eben auch nur ein Mann. Son todos lo mismo!

Ricarda, die an unserer Seite im Sand der Arena sitzt, hatte zuerst den Atem angehalten, zappelt nun allerdings mit ins Gesicht gepressten Händen aufgeregt herum. Die Zuschauer auf den Tribünen diskutieren heftig miteinander, während sie unseren Kampf aufmerksam verfolgen.

Sandro hat mich, seine muskulösen Männerarme fest um meinen Hals geschlungen, unter sich gezwungen, und liegt nun mit seinem ganzen Gewicht auf mir. Auch wenn ich mich mit einigen Ringeraktionen tapfer und kräftig zur Wehr gesetzt, und mich versucht hab zu befreien, musste ich mir eingestehen, dass ich im Moment gegen seine Gewichts- und Kraftvorteile keine Chance hatte.

Nun fängt er an, sich an meinem schlanken, kurvenreichen Körper zu reiben. Ich kann deutlich spüren, wie er seinen harten, reifen Riemen immer wieder in meine Pospalte drückt, und er es stöhnend genießt, sein Geschlecht über meine festen, knackigen Pobacken zu pressen.

Jetzt nimmt er einen Arm von meinem Hals, und ich spüre, wie seine Finger zwischen meine Beine und über meine Scham reiben. Ich stöhne laut auf. Dann fahren sie in kreisenden Bewegungen über meine Schamlippen, und als er sie mir in die Scheide schiebt, schreie ich leise keuchend auf. Er greift nun nach seinem harten Penis und drückt die Eichel immer wieder über meine Lustgrotte, ohne jedoch in sie einzudringen. Das Kribbeln zwischen meinen Beinen wird immer heftiger, und ich presse die Lippen aufeinander, um weitere Laute zu unterdrücken, die meinen Gegner nur noch zusätzlich stimulieren würden.

Sandro packt meine Arme, umschlingt sie und zerrt sie fest auf meinen Rücken, so dass ich mich nun fast gar nicht mehr bewegen kann. Ich schreie, mein Gesicht verzieht sich vor Schmerzen, und ich keuche. Versuche ich mich zu bewegen, oder mich in seinem brutalen Griff hin und her zu winden, verstärkt er ihn, und der brennende Schmerz, der augenblicklich durch meine Schultern und Oberarme fährt, und mich jedes mal aufschreien lässt, belehrt mich eines besseren. Und dann spüre ich seinen tiefen, harten Stoß, mit dem er in mich eindringt.

Aah, … verdammtes Schwein, … maldito hijo de puta!“, schreie ich, stöhne schwer, und beiß' die Zähne zusammen.

Als Frau versuche ich, meinen Gegner solang wie möglich an solchen „Sexattacken“ zu hindern. Da sie als Dominations- und Demütigungstechniken im Wettkampf als Kampftechniken gewertet werden, für die es Punkte gibt. Bei diesem „Erzwingungssex“, wird er vollständig ausgeführt, also wenn er seine Suppe in mich hinein pumpt, bekommt er den punto completo, den vollen Dreierpunkt. Während es für normale Techniken, wie normales Eindringen, egal ob vaginal oder oral, oder das Herumzerren an Geschlechtsteilen, ohne dass man seinen Gegner daran hindern kann, nur den normalen Punkt gibt, also den punto único. Aber auch für eine Frau gibt es „offensive“ Techniken, um an Punkte zu gelangen.

Alsdann mein Gegner sich anschickt, mich mit einer raschen Folge tiefer Stöße zu versorgen, und dabei schnell in einen leidenschaftlichen „Liebesritt“ verfällt, denke ich: como quieras, dann eben so! Wird man von einem Kerl im Kampf gevögelt und kann es nicht verhindern, kostet ihm das am Ende einen Großteil seiner Kräfte. Er gibt sich nun seiner Lust hin, was der Frau Möglichkeiten eröffnet. Solange sie dabei nicht Opfer ihrer eigenen Lust wird.

Doch seinen festen Griff, in dem er meine Arme schmerzvoll überstreckt nach hinten gezerrt hat, gibt er erstmal nicht auf. Sein linker Arm hält auch weiterhin meinen Hals umschlungen und drückt fest gegen meine Kehle, sodass ich immer wieder krächzen muss, mit seiner Hand presst er meine Schulter in den Sand der Arena. Und ich spüre, wie seine Rechte in meine langen, blonden Haare greift und er sein Gesicht stöhnend in ihnen vergräbt. Nun löst er die Unklammerung durch seinen rechten Arm auf, fährt mit tastenden Fingern über meinen Rücken, über die weiche Haut und die Linien der Schulterblätter, und streicht über meine rechte Brust, die sich voll und prall in den warmen Sand drückt. Mit lüsternem Stöhnen drückt er seine Hand unter sie in den Sand, knetet sie durch und massiert sie, während ich seinen heißen Atem auf der Kopfhaut und im Nacken spüre.

Immer wieder rammt er mir seinen harten Penis tief in die Scheide bis gegen die Gebärmutter. Mein Becken wird längst von heftigen Lustwellen erfasst, die mich laut aufstöhnen lassen. Seine Finger drückt Sandro dabei fest in das weiche Fleisch meiner Brust und tastet nach meinem harten Nippel. Er zieht so sehr an ihm herum, dass ich aufschreie.

Aah, … nein! Hör … auf damit!“, protestiere ich und krächze, da er seinen Arm gegen meine Kehle drückt.

Doch es ist bei weitem nicht nur Schmerz. Und als er dann in sanftes Massieren und Zwirbeln übergeht, … oooh … verdammt, jetzt hat er … aah … mich gleich da, wo ich nicht … hmm …

Aus den Augenwinkeln sehe ich, wie die Zuschauer in den Rängen amüsiert verfolgen, wie ich von meinem Gegner vor aller Augen sexuell erniedrigt und gedemütigt werde. Viele grinsen, andere tuscheln miteinander und zeigen immer wieder auf mich.

Dann fährt Sandros Hand über mein Kreuz, und während ich mich unter seinem Gewicht hin und her winde und stöhnend versuche, irgendwie unter ihm weg zu kriechen, spüre ich, wie er immer wieder seinen großen Riemen tief in mich hinein stößt, mich seine pralle, harte Männlichkeit völlig ausfüllt, und ich kann mich ihm nicht erwehren. Muss es geschehen lassen. Unter seinen harten, doch auch sehr leidenschaftlichen Stößen wird aus meinem Stöhnen schnell lustvolles Keuchen, aus dem heftigen Kribbeln in meinem Becken ein Lauffeuer der Ekstase, das meine Sinne zu rauben droht. 'Kämpfe gegen deinen Gegner, Salina, konzentriere dich und nehm' all deine Kraft zusammen! Lass dich nicht von deiner Lust überwältigen, de ninguna manera, sonst hast du schon verloren!' Oder soll ich es geschehen lassen und auf seine Erschöpfung setzen?

Als Sandro später auf meiner Seite liegt, es ist mir bislang einfach nicht gelungen, mich unter ihm freizukämpfen, streichelt er meine schmale Taille, fährt über meine kurvenreichen, sich unter ihm heftig bewegenden Beckenrundungen, und ich versuche mich immer wieder mit aller Kraft, die mein schlanker, erschöpfter Frauenkörper noch aufbieten kann, unter ihm aufzubäumen. Doch das alles scheint meinen Gegner nur noch zusätzlich zu erregen. Ich keuche vor Anstrengung, und er umschlingt mit dem rechten Arm meinen angespannten bebenden Bauch.

Los Line“, kreischt Ricarda und beugt sich zu uns vor. Sie hämmert wild mit den Fäusten in den Sand. Ich höre Murmeln und Getuschel, das von den Zuschauerrängen her stammt. „Das ist wie im Training, exactamento lo mismo! Du wirst den Kerl doch wohl schaffen!“

Verdammt, Ricky, du hast gut Reden. Der Typ ist viel schwerer wie ich. Und er ist einfach zu stark!

Ich schließe die Augen und atme langsam und tief durch. Konzentriere mich auf mein Energiezentrum, das cimiento, zentriere meinen Willen, spanne sämtliche Muskeln an und bäume mich urplötzlich auf. Ich höre das lauter werdende Raunen der Zuschauer und Ricardas anfeuernde Sprüche, diffus und unwirklich, wie aus einer anderen Sphäre. Sandro liegt nun wieder auf meinem Rücken. Ich spüre, wie er seine Arme unter meine Achseln drückt und meine Schultern umpackt. Wieder atme ich tief durch, konzentriere mich und spüre, wie aus meinem Bauch heraus, dem Zentrum, dem cimiento, eine heiße Welle meinen ganzen Körper erfasst … und … spüre … die harten, schnellen Stöße der prallen Manneskraft meines Gegners und wie seine Eichel pausenlos gegen meine Gebärmutter hämmert.

Los Salina, … wehr' dich! Du hast gelernt, wie man … ooh … körperlich überlegene Gegner … bezwingt. Zeigs mir, mach … hmm … mich fertig, wie du noch keinen … Mann fertig gemacht hast!“, keucht Sandro völlig außer Atem und stöhnt pausenlos, total in seiner Lust versunken.

Scheiße, Mann!“, schreit Ricarda auf und zieht eine enttäuschte Flunsch. Offenbar ist sie davon überzeugt, dass mein Versuch, mich von Sandro zu befreien, gescheitert ist. Und dann das amüsierte Gelächter der Zuschauer!

Die Hitze, die meinen Körper gerade noch erfasst hat, ist nun wieder dem Feuer der Erregung gewichen, das sich wie ein Lauffeuer rasch ausbreitet, mich immer mehr in Ekstase versetzt, und ich grabe meine Hände keuchend in den warmen Sand der Kampfarena. Mein Geschlecht hat seinen Riemen fest umschlossen, und jeder weitere Stoß scheint mir mehr und mehr den Kampfeswillen zu rauben. Ich keuche, schreie auf und verdrehe die Augen, während meine enge, zuckende Spalte seine harte Männlichkeit massiert.

Schlagartig lasse ich mich in den Sand niederfallen und will mich unter ihm auf die Seite drehen. Als dabei sein großer Penis aus meiner Scheide flutscht, spüre ich kurz diese plötzliche Leere. Doch noch bevor ich unter ihm weg kriechen kann, hat er sich sofort wieder auf mich gelegt, drückt sein Geschlecht auf mein Becken und reibt sich stöhnend an meinen Rundungen. Er packt meinen oben liegenden Arm, zerrt ihn über mich und drückt ihn fest in den Sand, fährt dann mit den Lippen über meine glatte Achsel, umzüngelt sie, saugt und knabbert an ihr. Ich stöhne vor Lust, lass es geschehen und spüre, wie er seine Hoden auf mein Becken gepresst hält und sie mit kreisendem Bewegungen auf ihm reibt. Sein harter Penis sticht mir dabei immer wieder in die Taille und in die Seite.

Dann auf einmal greift mein Gegner in meine Pobacken, und ich keuche. Mein Körper bäumt sich unter ihm auf und ich vergehe fast vor Lust, und fange doch fieberhaft an, nach einer Möglichkeit zu suchen, dem Ganzen ein Ende zu setzen. Bevor er sich auch noch auf mir ergießt und mich völlig mit seiner Suppe einschmiert.

Obwohl er mich gerade nicht sehr fest und kontrolliert im Griff hat, gelingt es mir nicht, mich unter seiner enormen Muskelmasse frei zu kämpfen.

Gleich ist es aus mit ihr!“, ruft einer der Clan-Kämpfer den anderen Zuschauern zu und lacht amüsiert. „Gegen Sandros Kraft kann sie nicht ankommen. Ich wette drei Oro (Goldmünzen – Anmerkung des Autors), dass er Salina besiegt!“ Es entsteht eine wilde und ausgelassene Diskussion, und ich höre, wie die Gebote steigen.

Los Line, wirf den Kerl endlich ab!“, schreit Ricarda, zappelt weiter wild herum und würde sich wohl am liebsten selbst auf Sandro stürzen. Ihr Gesichtsausdruck hat sich verfinstert. „Zeig denen, was in dir steckt! Du schaffst ihn, verdammt!“ Offenbar macht es sie wütend, dass kaum noch einer der Zuschauer auf mich setzt.

Der Kerl ist … zu stark! Ich kann … hmmm … ihn nicht … aah … er ist einfach … nein, nicht!“

Während ich die ganze Kraft seines muskulösen Männerkörpers unmittelbar zu spüren bekomme, schließen sich seine Lippen um mein Ohrläppchen, seine Linke greift in meine langen, zerzausten Haare, und er saugt an ihm, umzüngelt es, und fährt dann mit der Zungenspitze in mein Ohr hinein, bevor er spielerisch über meine Halsschlagader fährt und zärtlich an ihr knabbert.

Bevor ich dich abfülle und dich in die Aufgabe zwinge, werde ich dich vor deiner Freundin und den anderen so richtig hart demütigen!“, haucht er über meinen Hals und verstärkt den Druck seines Geschlechts auf meinem Becken. Seine rechte Hand wandert zu meinen Brüsten, streicht über sie, knetet sie durch und zwirbelt abwechselnd an meinen harten Nippeln. Ich stöhne, und als er an ihm herumzieht und ihn drückt, wird mein Oberkörper von einem Schmerz erfasst, der mich meine Lust heraus schreien lässt.

Plötzlich lässt er von mir ab, richtet sich auf und packt meinen oben liegenden schlanken Oberschenkel, umschlingt mit dem anderen Arm mein Becken und will mich kopfüber hoch zerren. Mit einem kräftigen Ruck ziehe ich meine Knie an den Körper, und mit einer blitzschnellen Bewegung kann ich mich aus seinem Griff befreien und rolle unter ihm weg. Sofort springe ich auf und sehe, wie Sandro sich verdutzt aufrichtet.

Gelächter zieht durch die Zuschauerränge.

Er starrt mich mit grimmigem Blick an, und massiert dann seinen harten Penis, der steif und überreif auf mich gerichtet ist. Quatsch, der Typ wichst sich voll einen ab. Kerle! Immer noch außer Atem muss ich lachen, und sofort fällt Ricarda in mein Gelächter ein.

Haha, Line, jetzt ist er aber so richtig sauer auf dich, hahaha!“ Sie zappelt ausgelassen im Sand herum.

Als ich vor meinem Gegner wieder in Kampfstellung gehe, keuche ich: „Der Kampf ist … noch nicht vorbei!“ Ich lache und schnappe atemlos nach Luft. „Jetzt zeig ich's dir, … San...!“

Doch noch ehe ich zu Ende sprechen kann, hat er sich auf mich gestürzt und verpasst mir eine Salve von mehreren harten Schwingern. Ich zucke bei den Treffern, die brutale Schmerzen in mir auslösen, schwer zusammen, krümme und verkrampfe mich. Dann eine Gerade in die Magengrube und eine zum Kiefer. Ich fliege regelrecht mehrere Schritte nach hinten, Ricarda springt hoch und fängt mich auf. Meine Knie versagen und ich hänge wie ein Mehlsack in ihren Armen. Alles dreht sich vor mir und ich spüre heftige Schmerzen, die durch meinen Körper jagen. Mit dem Handrücken streiche ich über meinen Unterkiefer und verzieh gequält das Gesicht. Autsch! Scheiße Mann, tut das weh!

Irgendwann hebe ich den Kopf und schaue aus halb geschlossenen Augen und keuchend nach Atem ringend zu Sandro. Ich sehe, wie er in Siegerpose dasteht, die Arme in die Hüften gestemmt, und mich höhnisch angrinst.

Das nennt du … aah … Ringkampf?“, protestiere ich und gehe taumelnd zurück in Kampfstellung.

Ach komm, Salina, du bist eine Jaguar-Kriegerin!“, spottet Sandro und schnalzt mit der Zunge. „Was willst du nur mit langweiligem Ringkampf? Ich hab mich entschieden, dich erst etwas weich zu klopfen. Bevor ich dich dann durchficke und in die Aufgabe zwinge.“

Ich kneife die Augen zu einem Schlitz zusammen und blitze ihn wütend an.

Gerade will Ricarda etwas erwidern, als er sich erneut auf mich stürzt. Es folgt ein Schwinger zu meinem Gesicht, dem ich aber im letzten Moment ausweichen kann. Darauf konter' ich, indem ich mein langes Frauenbein hoch reiße und ihm im circular reverse kick, also im Rückwärts-Kreistritt, den Ballen meines kleinen Fußes gegen seine Schläfe treten will.

Sandro indes weicht geschickt meinem heran schnellenden Fuß aus, duckt sich unter ihm weg, dreht sich und verpasst mir dann einen so harten Leberhaken, dass er mich vor Schmerzen laut aufheulen lässt – Ricarda quiekt vor Entsetzen – und ich mich nach Luft japsend zusammen krümme. Meine langen, blonden Haare fallen mir ins Gesicht, und schwer angeschlagen und mit schmerzverzerrter Miene taumele ich keuchend an Sandro vorbei, bis mir total schwindelig wird, mir die Knie versagen und ich zusammen sacke. Aaah … ich kann nicht mehr! Der stechende Schmerz in den Eingeweiden ist so brutal, dass er mich am Boden hält und wimmern lässt. Verdammt, steh auf, Salina, nur jetzt kein k.o.! Mit aller Kraft, die ich aufbringen kann, versuch ich mich zusammen gekrümmt und von heftigen Schmerzen gepeinigt irgendwie aufzurichten, doch dann bleibt mir die Luft weg und ich gehe erneut zu Boden.

Die Zuschauer beobachten den Kampf nun voller Spannung, Ricarda hingegen ist bleich angelaufen, und hat mit vor Entsetzen weit aufgerissenen Augen das Gesicht in den Händen vergraben. Sie kniet wie versteinert neben uns.

Immer noch am Boden nach Luft hechelnd, springt Sandro auf einmal hinter mich, und da ich in meinem angeschlagenen Zustand nicht schnell genug reagiere, schlingt er einen seiner kräftigen Männerarme um meinen schlanken Oberkörper, während er den anderen Arm zwischen meine Beine rammt. Er hebt mich wie ein Federgewicht vom Boden weg und in die Höhe, und lässt mich dann mit durch die Luft wirbelnder blonder Mähne in den Sand fallen. Ich schreie und stöhne beim Aufprall, auch wenn ich ihn mit den Armen abdämpfen kann. Doch ehe er es schafft auf Distanz zu gehen, bekomme ich einen seiner Knöchel zu fassen, reiße ihn um und stürze mich sofort auf ihn. Was für eine selten blöde Idee, yo idiota! Wieder mal kommt es zu einem wilden Ringkampf. Verbissen und fest ineinander verschlungen wälzen wir uns im heißen Sand der Kampfarena, und ich spüre, wie ich schnell an die Grenzen meiner Kräfte gelange. Ich versuche einige effektive Griffe und Hebel der Spezialtechniken des technologia ciclón anzuwenden, doch meine Kräfte reichen einfach nicht mehr aus, um seine Gegenaktionen zu parieren und mit ihm mitzuhalten. Und ich bekomme mit, wie das gegenseitige Reiben unserer duchtrainierten Körper aneinander, während wir miteinander ringen, ihn erregt, er es genießt, wenn sich meine Brüste zwischen seine Beine oder in sein Gesicht quetschen, und meine harten Nippel über seine Haut reiben. Immer wieder bedecken meine blonden Haare im Kampf sein Gesicht. Vom Duft und der sanft peitschenden Berührung meiner langen Haarsträhnen erregt, stöhnt er dabei leise auf, küsst sie und saugt diesen, ihn wohl betörenden Geruch in sich hinein. Ich versuche meine Fäuste in seinen Bauch zu rammen, in Leber und Nieren, doch in meiner Position ist es äußerst schwierig, gezielte Treffer zu landen, während er oft nur einen gezielten Schwinger ausführt, worauf ich vor Schmerzen aufheule, mich unter ihm verkrampfe und keuchend nach Luft hechel'.

Und dann erhebt er sich plötzlich, packt eines meiner Knie und dreht mich auf den Bauch. Er steigt über mein Bein, packt meinen Fuß und zieht ihn so hoch und zu sich heran, dass ich auf dem Brustkorb liege, und klemmt mein Bein zwischen seinen Oberschenkeln ein. Jetzt verdreht er meinen Fuß so brutal, dass der Knöchel und die Sehnen völlig überdehnt werden. Der brennende Schmerz lässt mich aufschreien und ich schlage meine Fäuste in den Sand.

Scheiße, … aah … nein, … hör auf!“

Los Line, wehr' dich!“, schreit Ricarda, beugt sich vor und trommelt mit den Fäusten in den Sand. „Verdammt, los, du schaffst ihn!“

Doch diese Ankle-Lock-Technik, als Jaguar-Technik des patas impacto destruye el tobillo genannt, zwingt mich in die Wehrlosigkeit. Ich heule von Schmerzen gepeinigt, fürchte, mein Gegner bricht mir den Knöchel, und er gibt nicht nach.

Unter den lärmenden und fachsimpelnden Zuschauern rollen die goldglänzenden Oro-Münzen. Immer mehr von ihnen wollen unter den Gewinnern sein, wenn ich wohl gleich aufgeben werde.

Immer wieder versuche ich auf den Rücken zu rollen, mit dem anderen Fuß auf ihn einzutreten, doch ich hab keine Chance, und spüre nur, wie die Bewegungen meines zwischen seinen kräftigen Männerschenkeln eingeklemmten Beines seine große, pralle Männlichkeit, die sich in meine Kniekehle drückt, noch größer und praller werden lässt, und er sich am meinem schlanken Bein reibt.

Und wieder verdreht er meinen Fuß, mein Knöchel ist kurz davor nachzugeben, ich schreie mir die Lungen aus dem Leib und schlage die Fäuste hysterisch in den Sand, meine Finger vergraben sich in ihm und die Tränen schießen mir aus den Augen.

Gib auf, Line!“, ruft mir Ricarda nun zu und ihre Stimme hat einen gebrochenen, verzweifelten Ton angenommen. „Los, verdammt, sonst bricht er dir den Fuß!“

Genau, das könnte ich jetzt!“, höhnt Sandro, drückt meine Kniekehle fester in sein Geschlecht und streicht mit der Hand über die glatte weiche Haut meines Beines. Er stöhnt, als er demonstrativ für alle sichtbar sich seine Hoden kreisend in meiner Kniekehle reibt. Dann spüre ich, wie seine Zungenspitze über meine Fußsohle fährt, sich seine Lippen saugend auf sie pressen und er seine Zähne in meine Fußkante gräbt.

Ich strample verzweifelt, doch er hält mein Bein fest zwischen den seinen, mit dem anderen Fuß trete ich um mich, versuche ihn gezielt beim Knie zu treffen, doch was macht er? Er steigt von meinem Bein herunter, ich strample noch heftiger, hebt es und schwingt mich auf den Rücken. Sofort wirft er sich auf mich, setzt sich auf meine Schultern und drückt sie mit den Knien fest in den warmen Sand. Meine Beine hat er umschlungen und unter seine Achseln geklemmt. Ich ahne, was jetzt kommt. Er will mich nun offenbar über Facesitting, unter Jaguar-Kriegern besser als asiento del hombro bekannt - und sehr beliebt, somindest im Kampf Mann gegen Frau -, in die Aufgabe zwingen. Ständig drückt er mir seine prallen Hoden in den Mund, sein großer Penis peitscht mir über das Gesicht. Ich kann ihm kaum ausweichen, da er seine kräftigen Männerschenkel fest um meinen Kopf gepresst hält. Also sauge ich an seinen Hoden, umzüngle sie und hoffe, ihn mit meinen „Eierspielchen“ schon bald an den Rand des Wahnsinns zu treiben.

Ricarda, die vor uns auf dem Boden sitzt, feuert mich nun wieder ausgelassen an und gestikuliert unablässig, wie ein kleines Mädchen, wild herum. „Los Line, mach' den Kerl fertig – wirf ihn ab!“

Plötzlich greift er mir, ohne meine Beine freizugeben, mit beiden Händen in die langen Haare, erhebt sich etwas und ich starre direkt auf die Eichel seines Penis, der nun groß und drohend über meinen Augen baumelt. Dann sticht er sie mir zwischen die Lippen. Doch ich presse sie zusammen, ebenso meine Zähne, und kann so erst mal verhindern, dass mein Gegner oral in mich eindringt. Seine Eichel drückt er mir ständig fest gegen die Nase, umspielt fordernd meine Lippen, und ab und zu gelingt es Sandro, sie zwischen sie zu schieben und sie von innen gegen meine Backenwand zu drücken. Nun zerrt er brutal in meinen Haaren herum, und als ich mit schmerzverzerrtem Gesicht aufschreie, rammt er mir den Penis der Länge nach tief in den Mund hinein, fast bis in den Hals.

Oh nein!“, schreit Ricarda auf und legt kichernd die Hände auf ihr Gesicht. „Der Appetit kommt beim Essen.“ Gleichzeitig höre ich das schallende Gelächter aus den Zuschauerrängen.

Ich gluckse und würge schwer. Nur mit Mühe kann ich den Brechreiz unter Kontrolle halten.
 
Gib auf, Salina!“, fordert Sandro, grinst, und ohne meine Haare los zu lassen, im Gegenteil, er drückt meinen Kopf noch fester in sein Geschlecht hinein, fängt er an, mit leicht kreisenden Bewegungen seiner Lenden auf meinem Gesicht zu reiten.

Ich würge und schlage mit beiden Händen auf seinen muskulösen Oberschenkeln herum, umschlinge sie und versuch sie verzweifelt auseinander zu zerren. Natürlich ist das bei diesen Männerschenkeln völlig sinnlos.

Line, streng dich an!“, schreit Ricarda und quiekt ausgelassen herum. „Maldito humano, bring den Typ aus dem Gleichgewicht!“

Leichter gesagt, als getan. Der Kerl wiegt mehr als doppelt soviel wie ich, Mensch! Und ich bin völlig eingeklemmt.

An seinem Stöhnen und dem schweren Atmen erkenne ich, wie er allmählich seinem Höhepunkt zureitet. Und ich hab das Gefühl, dass die Erektion in seinem Penis ihn immer noch größer und härter werden lässt. Ich gluckse, und spüre das Pulsieren in ihm, das mir deutlich seine Erregung verrät. Vielleicht ist das meine Chance. Meine Zunge leckt wild an der Eichel meines Gegners, meine Zähne fahren sanft über seinen harten Schaft, während er ihn immer wieder herauszieht, um dann erneut tief einzudringen. Ich würge. Sein Stöhnen wird lauter und heftiger, der Griff seiner Hände in meinem Schopf gibt den Rhythmus seiner Stöße vor. Na warte, mi querido, gleich hab ich dich! Auf einmal greift er mit einer Hand hinter sich und rammt seine Finger in eine meiner weichen Brüste hinein. Hart und rücksichtslos. Autsch, verdammt! Das tut weh, Mann! Erstickt schreie ich in seine pralle Männlichkeit hinein, gluckse und würge. Er knetet meine Brust durch. Alles andere als zärtlich. Wie eine Knetmasse. Doch der Schmerz, den er so in ihr erzeugt, erregt mich auch. Ich stöhne. Mit den Fingern packt er dann meine harte Brustwarze - Verdammt, ist die hart! -, zwirbelt sie zuerst sanft, bis er dann an ihr herumreißt, sie verdreht und immerzu in die Länge zieht. Wieder schreie ich glucksend auf. Und stöhne laut.

Jaguar-Kriegerin Salina Hernandez, ich muss mit dir sprechen!“

Das war nicht Sandro. Und auch nicht Ricarda. No me gusta la lucha contra interrupciones! Sobre todo ahora.

Hast du kurz Zeit?“

Sandro zuckt zusammen. Ruckartig schnellt sein Kopf zurück, und wir sehen ihn alle drei. Rafaelo, die rechte Hand des Patrons, steht neben uns, bei Ricarda, die sich erhebt, und sein Gesichtsausdruck verrät mir, dass es um etwas geht, das keinen Aufschub zulässt.

Die Ablenkung durch Rafaelo kommt mir gerade recht. Mit meinen langen Frauenbeinen, die nach wie vor unter Sandros Achseln klemmen, umschlinge ich mit einem kräftigen Ruck blitzschnell seinen muskulösen Oberkörper, hake die Füße vor seiner Brust ein und nehme ihn in einen kräftigen Schraubstock.

Sandro krächzt laut auf, sein Körper verkrampft sich, und mit einem schweren Stöhnen schießt ein warmer Spermastrahl in meinen Mund und direkt in den Hals, wobei mir ein Teil davon über die Mundwinkel heraus rinnt.

Scheiße nein, ey!“, Ricarda verzieht das Gesicht und drückt quiekend den Kopf in die Schultern. „Mahlzeit!“

Dann kann ich Sandro abwerfen, und ein weiterer Spermastrahl folgt, der meinen Mund füllt und mir das Gesicht verschmiert, als es von seinem zuckenden Penis umpeitscht wird. Ich huste und spucke das Sperma aus, das mir nicht direkt hinunter in den Magen geflossen ist, schlinge meine Beine nun um seine ungeschützte Taille, nehm' alle verbliebene Kraft zusammen und presse meine schlanken Frauenschenkel fest zusammen. Ich schreie vor Anstrengung auf und quetsche ihm brutal den Körper ab.

Der in meiner festen Beinschere, der tijeras de piernas, gefangene Sandro krächzt und keucht. Sein Gesicht ist schmerzverzerrt. Diesen harten Frauenschraubstock wird er nicht lange aushalten. Ebenso wenig, wie schon viele Männer vor ihm. Hoff' ich! Bevor er mich mit seinen muskulösen Beinen in eine harte Männerschere nehmen kann. Er greift nach meinen vor seiner Brust eingehakten kleinen Füßen, versucht sie auseinander zu zerren, meine Zehen zu verbiegen, meine Füße irgendwie auseinander zu bekommen. Immer wieder versucht er sich zu erheben und in eine bessere Position zu kommen. Nur noch ein paar Sekunden, sage ich mir, beiße die Zähne fest aufeinander, umschlinge mit den Armen seinen Kopf und geb' meine letzte Kraft, um den Druck meiner Beinschere noch zu verstärken, er kann das nicht mehr lange durchhalten!

Es ist wirklich dringend, Jaguar-Kriegerin Salina Hernandez! Du kannst danach weiterspielen!“

Immer wieder stöhne ich vor Anstrengung, schreie auf, das Brennen in meinen Muskeln wird immer schmerzhafter. Der Kopf meines Gegners ist mittlerweile rot angelaufen. „... geb' auf!“, krächzt er auf einmal und hämmert mit einer Hand auf meinem vor Anspannung zitternden Oberschenkel herum, während er versucht, sich mit der anderen vom Boden abzustützen.

Ricarda schreit auf, quietscht und springt wie ein kleines Mädchen ausgelassen herum, was Rafaelo neben ihr ein leichtes, amüsiertes Lächeln auf seine sonst oft strengen Lippen zaubert.

Als ich meine Beinschere löse und den krächzenden Sandro freigebe, hilft mir Ricarda hoch. Kraftlos taumle ich herum, fahre mir mit beiden Händen durch die zerzausten Haare und werfe sie zurück. Immer noch völlig außer Atem und nach Luft hechelnd, streiche ich mir über das spermaverschmierte Gesicht, funkel' Sandro wütend an und fluche: „Scheiße Mann, musste das jetzt sein?“

Ricarda kichert. Dann spüre ich, wie ihre Lippen mein Ohr berühren und ihre Hand, die sie davor hält: „Zwei volle Ladungen! Der muss ja mächtig scharf auf dich sein.“ Wieder kichert sie, bis sie fort fährt: „Du hättest den Schwanz von dem Typen abbeißen sollen!“

Disfrute de su comida! Wär' aber schade drum!“, erwidere ich, so laut, dass es alle hören können, und blicke spöttisch auf Sandros bestes Stück, das nun schlaff und kraftlos herab hängt. Natürlich verstehen die anderen nicht den Sinn meiner Worte. Außer Ricarda, die erneut loskichert.

                                                      
                                                     
                                                     = 14 = Rafaelo reicht mir ein großes Tuch, das ich mir darauf übers Gesicht reibe, und mir den Sand von meinen Schultern und der Brust streiche, während er mit mir zu den Tribünen geht. Dort setzen wir uns auf die Zuschauerbank, und ich blicke zu ihm. Die Clan-Oberen sind ganz anders gekleidet, als normale Clan-Mitglieder. Rafaelo trägt ein weißes Gewand, das in der Form eines überlangen Ponchos geschnitten ist, mit einer kunstvoll bestickten Vorderseite. Dazu eine weiße Hose und schwarze Lederstiefel, die mit Symbolen der andinen Hochkultur verziert sind. Auf dem Kopf ein weißer Hut mit breiter Krempe zum Schutz gegen die Sonne, den er jetzt jedoch abnimmt und zwischen uns auf die Bank legt. Um die Hüften trägt er einen breiten Stoffgürtel, an dem mehrere Taschen angebracht sind. Aus einer zieht er ein kleines Tuch hervor und reibt es sich über die verschwitzte Stirn. Dann erscheint eine Camarera mit einem Tablett, auf dem sich eine Schale mit Coca-Blättern und Pflanzenasche befindet, sowie ein Rumglas und eine Teeschale. Sie wendet sich lächelnd an Rafaelo, der ihr dankend die Coca-Schale und das Glas abnimmt, das er mit einem breiten Grinsen und leuchtenden Augen betrachtet. Die Schale stellt er neben den Hut auf die Sitzbank, doch das Glas behält er in der Hand, führt es sich zur Nase und schnüffelt, dann seufzt er zufrieden und kippt sich das Getränk mit einem einzigen Schluck in den Hals. Ich verziehe bei dem Anblick das Gesicht und schüttle mich. Nun reicht er der Frau das leere Glas und bittet sie, ihr noch einen Drink zu holen. Oder doch gleich die ganze Flasche. Rafaelo ist dafür bekannt, ein Freund guter Tropfen zu sein. Doch mitten am Tag, und bei der Hitze, … Nachdem ich mein Tuch über die Schultern gelegt habe, nehme ich der Camarera dankend die Teeschale ab, die sie mir nun zugewandt reicht, worauf sie sich umdreht und davon flitzt. Das Getränk kommt mir gerade recht, um endlich Sandros salzigen Geschmack loszuwerden. Kurze Zeit später ist sie wieder zur Stelle, um Rafaelo die Flasche zu geben, ihm einzuschenken, wobei er darauf achtet, dass sie das Glas wirklich „anständig“ füllt, macht dann vor uns einen Knicks und entfernt sich wieder. Nun nimmt er ein Blatt zwischen die Finger, wickelt etwas Pflanzenasche ein, die den Wirkstoff des Coca-Blattes lösen soll, führt es sich in den Mund, kaut darauf herum, bis er sich das Blatt mit der Zunge hinter die Zähne in die Backentasche schiebt. Dann greift er zu seinem Rumglas und stürzt den Inhalt wieder in einem Schluck runter. Wenn der so weiter macht, liegt er in 'ner viertel Stunde vor mir auf'm Boden! Und ich grinse bei dem Gedanken, was ihm aber wohl nicht auffällt.

Mein Getränk ist gekühlter Lapacho-Tee. Den gewinnen die Inka aus der inneren Rinde des Lapacho-Baumes. Er wird auch als Heilmedizin verwendet. Ich nehme die Schale in beide Hände, trinke ein paar Schluck und spüle mit dem milden, etwas holzig schmeckenden Getränk das Sandro-Salz herunter. Es ist eine angenehme Erfrischung, ich mag die leicht herb-süßliche Vanille-Note, und während ich ihn in mir einfülle, quatscht Rafaelo über Belanglosigkeiten. Ich hebe meine Beine hoch und lege die Füße auf die Bank. Als ich mich in den Schneidersitz setze, lege ich meine Hände auf die Knöchel und spiele gelangweilt mit den ledernen Fußbändern herum. Irgendwann schaue ich zur Arena und zu Ricarda und Sandro herüber und sehe, wie sie gerade zwischen seinen kräftigen Männerbeinen liegt. Ricardas Bikini und ihr Kampfstab, den sie wie ich um den Oberschenkel gegurtet trägt, liegen nun neben ihr. Unterleib an Unterleib, oder genauer Geschlecht an Geschlecht. Ob er dabei in sie eingedrungen ist, kann ich zwar aus meiner Perspektive nicht erkennen, doch seine heftigen Lendenbewegungen sind recht eindeutig, und Ricardas Stöhnen rührt wohl nicht allein von der Anstrengung des Kampfes her. Während sie sich im Ringkampf auf dem Boden herumwälzen, ineinander verschlungen, keuchend und stöhnend, er immer wieder seinen großen und harten Penis in sie hämmert, versucht Sandro nun, seine Füße einzuhaken, um ihren schlanken Frauenkörper in einen kräftigen Männer-Schraubstock zu zwingen. Dabei hält Ricarda seinen muskulösen Oberschenkel umpackt, auf dem sie nun liegt, versucht das Einhaken zu verhindern, und presst ihm den Ballen ihres gestreckten Fußes gegen seine Kehle. Der Mann krächzt, und greift mit der einen Hand nach ihrem kleinen, zierlichen Fuß, während er mit der anderen ihren Knöchel packt. Doch Ricarda reagiert sofort darauf, indem sie ihr Pressing gegen seine Kehle verstärkt, noch bevor er ihren Fuß weg zerren kann. Wieder krächzt Sandro und sie versucht nun, mit dem anderen Fuß einen seiner Arme weg zu drücken, indem sie die Zehen in seine Ellenbeuge rammt, … „Salina, hörst du zu?“

... ääh, was?“, stottere ich, fahre herum und sehe Rafaelo verwirrt an.

Kennst du nun Alejandro Gonzalez?“

Ihr meint den Patron vom Gonzalez-Clan? Alejandro Gonzalez Pion?“ Ich krame kurz in meinen geistigen Schubläden und werde sofort fündig. „Einer von denen, die seit Jahren versuchen uns zu vertreiben. Seit der Patron uns zum autonomen Mitglied des Syndikats erklärt hat. Und wir somit nicht mehr nach dessen Pfeife tanzen.“

Rafaelo grunzt. „Natürlich kennst du ihn. Und du hast recht. Seither bestimmen wir selbst unsere Politik, die vor allem darauf zielt, La Palmita und das Recht und die Freiheit ihrer Bewohner zu schützen.“ Rafaelo macht eine kleine Pause, ehe er sinnierend fort fährt: „Offenbar verstärkt er nun seit geraumer Zeit seine Bemühungen dahingehend. Es gibt Anzeichen, dass er uns infiltriert hat.“

Amüsiert stelle ich fest, dass sich seine Augen in meinen Brüsten verfangen haben, die nun entblößt sind, da mir das große Tuch etwas von den Schultern gerutscht ist. Wie nebenbei greife ich nach dem Tuch und schlinge es mir fester um den Hals, worauf sich Rafaelo verlegen räuspert, zur Flasche greift, um sein Glas erneut, sehr „anständig“, zu füllen, und sich dann offenbar seine „unziemlichen“ Gedanken herunterspült, die ihm wohl gerade in der Birne herumschwirren.

Wieder schaue ich zu den beiden Kämpfenden und sehe, dass Sandro Ricarda bei der Schulter und zwischen den Beinen gepackt hat, und sie nun über seine Schulten in die Luft hebt. Ricarda schreit und flucht, sehr blumig und inhaltsvoll. Offenbar will er jetzt das rompespaldas ausführen, eine klassische, äußerst brutale Backbreaker-Technik. Doch bevor er seine kleine Gegnerin auf sein Knie oder den Boden werfen kann, hat sie plötzlich ihre langen Beine um seinen Hals geschlungen, und hängt nun an ihm wie ein geschulterter Mehlsack. Dann presst sie ihre Oberschenkel ruckartig zusammen und Sandro krächzt auf. Sein Gesicht zeigt seine Qual sehr deutlich. Er versucht nach Ricardas Kopf zu greifen, von dem ihre langen, schwarzen Haare herunter hängen. Doch sie weicht seinen Armen immer wieder geschickt aus. Nachdem es ihm ebenso wenig gelingt, ihre Oberschenkel auseinander zu zerren, umschlingt er ihren schlanken Oberkörper, und will ihn mit seinen muskulösen Männerarmen abquetschen. Ricarda reagiert sofort mit einem harten, ruckartigen Pressing ihrer Frauenschenkel. Prall pressen sie sich um seinen Hals, und man kann deutlich ihre angespannten Oberschenkelmuskeln erkennen. Er krächzt erneut auf, wankt und geht darauf in die Knie.

Gut gemacht, Ricky!, kommentiere ich belustigt in Gedanken. Du schaffst ihn! Und grinse.

Hast du das mitbekommen?“

Wieder fahre ich herum und sehe Rafaelo verwirrt an.

Also hör mal, Salina, du musst dich schon konzentrieren!“, blafft er und scheint echt sauer darüber zu sein, dass ich mich ständig ablenken lasse.

Tut mir leid“, antworte ich und trinke den letzten Schluck des Tees. „Aber ich hab alles mitbekommen“, setze ich eilig nach, wie ein kleines Mädchen, das sich ertappt fühlt, und tippe mir mit einem breiten Grinsen an die Stirn. Und es stimmt auch. Ich kann beides. Sandro und Ricarda zuschauen und gleichzeitig auf das hören, was mir Rafaelo zu sagen hat. Er glaubt es mir nur nie. Also versuche ich seine Worte zu wiederholen.

Offenbar trifft sich in in zwei Tagen ein Jaguar-Krieger des Gonzalez-Clans in einer Schankwirtschaft mit einem Mann, den sie in unseren Clan eingeschleust haben.

Genau“, bestätigt er und rülpst. Ich verziehe angewidert das Gesicht. „'tschuldigung. … ääh, ach so. Also, Ort und Zeitpunkt konnte uns unser Mann, den wir als Quelle bei Gonzalez haben, angeben. Nicht aber, wer dieser Mann ist, mit dem sich der Jaguar-Krieger treffen soll.“ Dann gibt er an mich eine Bitte des Patrons weiter. Ich solle herausfinden, wer dieser zweite Mann ist.

Das Treffen findet übermorgen im „Ocelote Silvestre“ statt. Eso es todo. Geh besser allein dort hin“, ermahnt mich Rafaelo eindringlich. „Allein bist du dort weniger auffällig. Das Ganze ist mit Sandro abgesprochen, da er ja der Verantwortliche für die innere Sicherheit des Clans ist.“

Mir kommt ein Gedanke. Wenn uns vom Gonzalez-Clan Gefahr droht, hat der Wikinger möglicherweise im Auftrag gehandelt, als er versucht hat mich umzubringen. Und die maskierten Männer, die die Wachen angegriffen haben, als sie den Wikinger festnehmen wollten, waren auch Leute von Gonzalez, wie der Wikinger selbst, die seinen Rücken freihalten sollten.

Rafaelo macht eine längere Pause. Ich sehe, dass seine Augen leicht glasig geworden sind. Sein Gesicht indes bekommt einen sanften Zug, als er fort fährt. „Salina, du weißt ja, dass sich ein Jaguar-Krieger nach der Reifeprüfung zwei Jahre bewähren muss, ehe er als gleichwertiger Elite-Kämpfer anerkannt wird. Dann findet das Ritual des jaguar mordita statt. Du kannst dann mit der Macht des fuerza de la mente entweder durch körperlichen Kontakt, oder einen magischen Gegenstand zur Fernlenkung in den Geist eines anderen blicken, und neben seinen primären auch seine sekundären Gedanken lesen. Im zweiten Teil des Rituals, dem garra de la muerte, wird deiner persönlichen Hauptwaffe die Fähigkeit der Kraftumkehr gegeben. Wodurch du dann im Kampf mit dieser Waffe einen Teil der Kraft dämonischer Gegner gegen sie richten kannst.“

Offenbar deutet Rafaelo meinen fragenden Blick richtig. Ich bin erst etwa ein Jahr Jaguar-Kriegerin. Was also hat das ganze mit mir zu tun?

Dem Clan stehen schwierige … hick … 'tschuldigung … Zeiten bevor. Die Gefahren, die von unseren Gegnern ausgehen, werden in Zukunft nicht weniger.“ Er sieht auf seinen Hut nieder, streicht mit den Fingern über dessen Krempe und lächelt. Dabei fängt sein Kopf leicht an zu schwanken. Er schüttelt sich abrupt, um klarer zu werden, sieht dann, dass mein Tuch erneut verrutscht ist, starrt mit einem breiten Grinsen auf meine Brüste, und fährt fort, indem er jetzt offenbar mit ihnen zu sprechen scheint. „Ihr habt euch beide hohes Ansehen unter den Jaguar-Kriegern erworben. Du und Ricarda. Für die Clan-Kämpfer seid ihr Vorbilder und viele Einwohner der Stadt … ääh, verehren euch.“ Er hebt seinen Kopf und mit seinem glasigen Blick sieht er mir nun direkt in die Augen, sodass mir richtig übel wird. Was zum Teufel kommt jetzt? „Der Clan-Vorstand hat einstimmig entschieden, euch beide sofort … hick … 'tschuldigung … dem Ritual des jaguar mordita zu unterziehen.

Ich bin geschockt. Ich starre ihn an und muss aufpassen, dass mir die Augäpfel nicht aus dem Gesicht kullern. Nach einem Jahr schon? Nach der Hälfte der eigentlichen Zeit?

Ich hab gar nicht mitbekommen, wie ich aufgehört hab zu atmen. Doch nun schnappe ich heftig nach Luft und versuche, das jetzt erstmal zu verarbeiten. Ich drehe meinen Kopf und sehe, wie Sandro und Ricarda ineinander verkeilt auf der Seite liegen. Während sein Kopf fest in Ricardas Beinschere klemmt, hat Sandro mit beiden Händen ihren langhaarigen Kopf gepackt, drückt ihn sich zwischen seine Männer-Schenkel, fest in den Unterleib hinein, und seine prallen Hoden in ihren Mund. Der stark erigierte Zustand seines großen Penis hat ihn aufgerichtet wie einen Kampfspeer, der nun ungeduldig darauf wartet, wieder aktiv werden zu können. Verdammt Ricky, sieh dich vor – gleich hat er dich!

Als ich mich wieder an Rafaelo wenden will, sehe ich, dass er verschwunden ist. Na toll!Automatisch suche ich den Boden ab, da ich ihn zu meinen Füßen liegend und friedlich schlummernd erwarte. Doch er ist wirklich verschwunden. Nur seine Coca-Schale, das leere Rumglas und die fast leere Flasche stehen neben mir. Dann versuche ich mich zu erinnern, wann jemals ein Jaguar-Krieger nach nur einem Jahr zum Ritual geführt wurde. Eigentlich sollte ich mich freuen. Und stolz sein. Aber wenn ich das tue, freue ich mich besonders darüber, dass diese Auszeichnung uns beiden zuerkannt wird – mir und Ricarda.

Ricarda und Sandro liegen nun nebeneinander auf dem Boden und unterhalten sich. Immer wieder lacht sie. Dabei hat Ricarda eines ihrer Beine um seine Hüften geschlungen. Ich ertappe mich dabei, wie in mir ein komische Gefühl hochkommt. Irgendwie stört mich dieser Anblick. Wieso können sie nicht ganz normal nebeneinander liegen?


                                                     
                                                     = 15 = Verdammt, ist das unbequem! Wieso hat sie mich angeschnallt? Ich liege, Hände und Füße in Lederriemen, auf einer harten Steinplatte.

„Das ist echt cool!“, trällert die kleine achtjährige Sara, die verrückte Schülerin des noch verrückteren Magico, und tänzelt vor mir auf und ab. Sie kichert und quietscht ausgelassen herum.
 
Das Biest geht mir sowas von auf die Nerven! Ich sehe nach oben, zur Decke, doch der blaue Nebel, der von der riesigen, bläulich schimmernden Kugel, die vor mir etwa fünf Fuß über den Boden schwebt, ausgeht, lässt meinen Blick nicht bis zur Decke durchdringen.

Plötzlich steht das kleine Mädchen neben mir, grient über das ganze Gesicht, und reicht mir einen Becher.

„Trink das, Lina!“

„Was ist das?“, frage ich nervös.

„Ein Kräutertee“, antwortet sie und zuckt mit den Schultern. „Schmeckt total igitt. Bääh.“ Das Mädchen zieht eine Grimasse und schüttelt sich. „Und bevor das Anubiskraut deine Sinne flach legt, verbrennt dir der Feuerwurz die Magenwände, und du fühlst dich, als hättest du 'ne Fackel verschluckt. Aber ... haha, wer so irre ist und ständig Lapacho in sich hinein schüttet, … na ja, haha, … ääh, … soll dich jedenfalls entspannen.“

„Ich bin völlig entspannt, maldita sea todo, verdammt!“, schreie ich und rüttle verbissen mit Armen und Beinen an den Fesseln. „Ich hab mich noch nie entspannter gefühlt. Und nach deinem Vortrag jetzt“, ich atme tief durch und werfe dem Biest einen wütenden Blick zu, „bin ich so entspannt, dass ich gleich anfange zu Schnarchen.“

Wieder rüttle ich mit aller Kraft an den Fesseln, will die Hände durch die Lederriemen ziehen, strecke meine Füße und versuche mit ihnen dasselbe. Sara verfolgt das Ganze amüsiert, zuckt dann mit den Schultern und tänzelt an mein Fußende. „Mach, was du willst, aber schlag es dir aus dem Kopf! Es wird nicht passieren.“

„Was!“

Sara kichert, und ihre großen Augen leuchten. „Der Wikinger kommt nicht, um dich zu retten!“

Ich kneife meine Augen zu einem Schlitz zusammen und werfe dem Biest einen vernichtenden Blick zu. „Du willst mich provozieren!“

Saras Grienen ist fast breiter wie ihr Gesicht, als es plötzlich anfängt zu dröhnen. Der Boden vibriert, und kurz darauf wird in dem dichten blauen Nebel in der Tiefe der Höhle eine purpurne Plattform sichtbar, die etwa drei Fuß über dem Boden schwebt. Als sie sich aus dem Nebel heraus und auf uns zu bewegt, sehe ich, wie ein riesiger Fleischklops auf ihr sitzt. Es ist Meister Rayo, der weder Arme noch Beine besitzt. In seiner schwarzen Habit-Kutte gehüllt und die große Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Wie immer trägt er den langen weißen Bart geteilt um den Hals geschlungen und die Enden im Nacken verknotet. Die langen Haare hängen seitlich aus der Kapuze heraus. Er schwebt näher heran, und ich sehe, dass er, wie in Trance, die Augen geschlossen hält.

Das Vibrieren des Bodens wird immer stärker, das Dröhnen ohrenbetäubend, die Steinplatte unter mir wackelt beängstigend, und das Podest schwebt direkt neben der leuchtenden Kugel langsam auf den Boden herab.
 
Typisch! Ein normales: Hallo, hier bin ich!, hätte auch genügt. Aber nicht beim Magico. Bei dem Typen müssen es immer diese spektakulären Magiespielchen sein!

Als er endlich die Augen aufschlägt, springt die kleine Sara vor das Podest, kniet sich nieder und legt die Stirn auf den purpurnen Samtstoff. „Ich grüße Euch, Meister! Salina ist bereit für das Ritual. Es kann losgehen.“

Das Ritual des jaguar mordita. Seit ich zu meinem achzehnten Geburtstag die Reifeprüfung bestanden habe, die Abschlussprüfung meiner Ausbildung, bin ich Jaguar-Kriegerin. Und dann heißt es erstmal, sich bewähren. Denn erst nach diesem Ritual wird man von den anderen Elitekämpfern als wirklich gleichwertiger Jaguar-Krieger anerkannt. Abgesehen davon sind die zusätzlichen Kräfte, die einem durch das Ritual verliehen werden, „voll cool“, würde Sara sagen.
 
„Blub bloha! Bläh blom blöh, bla bla blhi blom!“
 
Ich zieh die Stirn in Falten. Zum Henker mit dieser verdammten Blubber-Sprache! Wenn der Typ doch so helle ist, warum kann der sich mit uns dann nicht normal unterhalten?

Sara springt herum und kichert. „Das willst du nicht wissen, haha.“

„Was, verdammt noch mal, hat der Kerl gesagt?“

„Haha … na ja“, das Mädchen hebt ihre rechte Hand, sieht auf ihre Fingernägel, und fängt an, nervös an ihnen herum zu knabbern, wobei sie die Hüften hin und her schwingt, und ihr kurzes Röckchen um ihre Beine wedelt. „Geile Braut! Haha. Als Gegenleistung eine Nacht mit ihr!“

Ich kreische vor Entsetzen auf. „Irgendwo hast du'n Stöpsel, du Spinner! Wenn ich den finde, lass' ich deine Luft raus und falte dich zusammen!“

„Blom blow blu blo!“

Saras Kopf schießt zum Meister. Geschwind nickt sie und sieht dann wieder auf ihre Fingernägel. Während sie sie mit schräg gelegtem Kopf begutachtet, zuckt sie wieder mit den Achseln und übersetzt, wie nebenbei: „Ein Versuch war's wert.“

Ich sollte diese dämliche Blubberei selbst mal erlernen. Ich frag mich, ob das Biest wirklich immer alles korrekt übersetzt. Ich weiß, dass es für viele „Blubbs“ zwei oder gar mehrere Bedeutungen gibt. Je nach Betonung, Aussprache und Intonation, und so weiter.

„Was ist denn nun? Wann geht es endlich …“, doch ehe ich den Satz beenden kann, höre ich einen gigantisch-monströsen FURZ. Sara springt quietschend und wie eine Feder in die Luft, schwingt die kleinen Händchen vor ihren Mund und tappelt an mein Kopfende. Die Konsequenz des Meisters organischer Leistung ist auf dem Fuße folgend zu erschnüffeln, und ich verziehe angewidert das Gesicht. Meine Nase zuhalten kann ich in dem gefesselten Zustand ja nun nicht.

„Bla blam!“

„'tschuldigung!“, piepst Sara zwischen den Fingern hervor und drückt Daumen und Zeigefinger auf die Nasenflügel.

Dann übersetzt sie meine Frage. Verflixt, je schneller der sein blödes Ritual beginnt, desto eher kann ich hier abhauen.

„Bläw blav.“

„Ach so.“

Plötzlich reißt er total theatralisch seinen Kopf in die Höhe. Blinzelt und nickt. Darauf hin färbt sich das Leuchten der Kugel ins violette. Nun senkt er den Kopf, sieht mich an, und grinst.

„Blum bum.“

Sara presst ihre kleinen Hände auf meine Schläfen und küsst mir auf die Stirn. Dann kichert sie erneut. „Erledigt.“

                                                      
                                               
                                                     = 16 = Ich bin auf dem Weg in mein Quartier, als ich auf einmal entfernte Geräusche wahrnehme. Ich bleibe stehen, lausche, und höre gequältes weibliches Keuchen und Stöhnen. Leise Schmerzensschreie und blumiges Fluchen. Dann eine Männerstimme.

„Und jetzt pass' auf! Ich wollte dich schon lange mal so richtig hart durchficken. Nur dieses eine mal, bevor ich dich töte!“

Ich schleiche auf Zehenspitzen zur nächsten Abzweigung. Hier geht der Korridor nach links und nach rechts ab. Die Geräusche kommen von rechts. Wie mechanisch fährt meine rechte Hand zum Halfter an meinem Oberschenkel und umklammert den Griff meines Kampfstabes, doch ich ziehe ihn nicht. Ich drücke mich gegen die Wand und beuge mich vorsichtig vor. Und erstarre. Als ich Ricarda sehe, am Boden im Clinch mit einem der Clan-Kämpfer, setzt mein Herz einen Schlag aus. Der Kerl, viel größer und kräftiger als Ricarda, liegt auf ihr, seine großen Pranken fest um ihren Hals gelegt, und versucht offenbar der Krächzenden, deren Gesicht bereits rot angelaufen ist, die Kehle einzudrücken. Er hat seinen Riemen in sie hinein gestoßen, und hämmert ihn unter schwerem Stöhnen immer wieder tief in ihre Scheide. Ricardas Ministring liegt neben ihr, den BH hat sie zwar noch um, doch ihre Brüste liegen frei. Taparrabo und Faja, also Lendenschurz und eine Art Hüftschärpe, hat der Mann noch um, allerdings ist das Stoffteil zwischen seinen Beinen verrutscht und sein Geschlecht liegt völlig frei. Und dann, mit flüchtigem Blick, sehe ich ein Kurzschwert und Ricardas ausgefahrenen Kampfstab auf dem Boden liegen.

Immer wieder packt Ricarda seine Arme, versucht eine Hebeltechnik auszuführen, und wirft krächzend den Kopf hin und her. Mit ihren langen, aber kräftigen Beinen will sie den muskulösen Leib des Mannes umschlingen. Sooft sie es versucht, ihn in eine effektive Beinschere zu bekommen, es gelingt ihr nicht.

Ohne zu überlegen springe ich durch den Korridor und trete dem Kerl von hinten im Kreistritt den Spann meines Fußes gegen die Schläfe. Sofort stürzt der Mann von Ricarda herunter und landet neben ihr auf dem Boden, rollt blitzschnell ab und springt in Kampfstellung. Aus seinem steifen Penis spritzt ein Spermastrahl und wirbelt durch die Luft. Dann starre ich auf einen seiner athletischen Oberschenkel. Das Tattoo des Jaguar! Der Typ ist ein Jaguar-Krieger! Mit seiner Hüftschärpe hat er das Tattoo immer verdeckt und sich so als normaler Clan-Kämpfer ausgegeben.

Plötzlich springt aus den Tiefe des Korridors heraus eine verhüllte Gestalt neben den Mann, der gerade dabei ist seine Lendentracht zurecht zu rücken, packt ihn bei der Schulter und reißt ihn hinter sich. Im Gegensatz zu dem Kerl, der deutlich athletischer und einen ganzen Kopf größer ist, ist die verhüllte Gestalt eher klein und schlank. Eindeutig eine Frau, die ihren ganzen Körper in einen knallroten Umhang gehüllt hat. Der Stoff ist aus dünner, halb transparenter und glänzender Seide, durch den hindurch ich die Konturen ihres kurvenreichen Körpers erkennen kann. Über den Umhang trägt sie einen breiten, gleichfarbigen Seidenschleier, der ihr wie der Umhang selbst bis zum Boden reicht. Die große Kapuze, die aus mehrfach gelegtem Stoff besteht, um eine höhere Stabilität zu gewährleisten, damit sie im Windzug nicht gleich vom Kopf rutscht, hat sie tief ins Gesicht gezogen, aus der ihre glänzenden schwarzen Haare heraushängen, die ihr bis zu den Hüften reichen. Zudem hat sie ihr Gesicht mit einem schwarzen Dreieckstuch maskiert, sodass ich nur ihre dunklen Augen erkennen kann.

Vor Verblüffung klappt mir die Kinnlade herunter. Wer, zum Teufel ist sie? Locura total! Was ist sie?
 
Dann, mit einer flinken, fließenden Bewegung ihrer Hände, öffnet sie die schwarzen Schlaufen ihres Umhanges und wirft ihn sich über die Schultern zurück. Sie stellt sich breitbeinig hin und stemmt die Fäuste in die wohlgeformten, gerundeten Hüften. Ihre dunklen Augen funkeln herausfordernd. Sie scheint nicht älter als Ricarda und ich zu sein. Die maskierte Frau trägt einen roten Bikini, dessen BH und String ebenso knapp geschnitten sind, wie die von Jaguar-Kriegerinnen und Clan-Kämpferinnen. An beiden Oberschenkeln sind jeweils ein langer Kampfdolch gegurtet.

Wir müssen sie töten!“, wendet sich der Kerl von hinten an die geheimnisvolle Frau, und ich sehe, wie sie fast im selben Moment in eine patas impacto-Kampfstellung geht. Meine Verblüffung wird immer größer und ich runzle die Augenbrauen. Sie ist ausgebildet in den Kampftechniken der Jaguar-Krieger? Das ist völlig unmöglich!

Ich schaue genauer auf ihre Oberschenkel und versuche, ein Jaguar-Tattoo zu entdecken. Ich entdecke ein Tattoo. Doch ein ganz anderes. Ein schräg eintätowierter Dolch, links schräg über dem Dolch den Buchstaben „G“, recht schräg unter ihm ein „C“. Meine Hirnwindungen fangen an zu qualmen, und wollen gerade etwas zu Tage fördern, als sich die Maskenfrau wild auf mich stürzt.

Wir wirbeln umeinander herum, ihr Seidengewand flattert wie zwei Segel um ihren schlanken Körper, tauschen heftige Schlag- und Tritttechniken aus, versuchen gegenseitig, durch Hebel- und Wurftechniken die jeweilige Gegnerin zu bezwingen, und ich muss sehr schnell erkennen, dass sie eine sehr gute Kämpferin des patas impacto ist. Ihre Schnelligkeit und die Beweglichkeit, ihre Präzision im Angriff entstammen eindeutig der effektiven Jaguar-Kriegstechnik. Sie könnte es mit Leichtigkeit mit drei männlichen Clan-Kämpfern gleichzeitig aufnehmen.

Und dann rammt sie mir aus einem circulo kick, also dem Drehkick, heraus die Zehen in die Brust und trifft den Solarplexus. Krächzend stürze ich nach hinten und geh heulend in die Knie. Ich japse nach Luft und Sterne kreisen vor meinen Augen. Während ich eine Hand auf meine schmerzende Brust lege, versuche ich mich mit der anderen vom Boden abzustützen, um nicht nieder zu gehen. Als meine Gegnerin dann ihr langes Bein erneut hoch reißt, ignoriere ich den Schmerz, springe ihr entgegen, umpacke mit der Ellenbeuge ihr Knie und greife mit der linken Hand nach ihrem Oberarm. Ein intensiv süßlicher Parfümduft geht von dieser geheimnisvollen Maskenfrau aus, die etwa eine handbreit größer ist wie ich. Mit der rechten Hand streiche ich über die warme, samtweiche Haut ihres Oberschenkels, und spüre die angespannte Kraft in ihm, drücke mich an ihren Körper und bin ihrem Gesicht nun so nahe, dass ich ihren heißen Atem spüre. Und bin betört. Doch das wütende Glitzern in ihren Augen bringt mich in die Wirklichkeit zurück, und ich trete gegen ihre Kniekehle. Stöhnend sackt die Frau zusammen und geht zu Boden. Doch sofort rollt sie sich ab, springt wieder in Kampfstellung, allerdings hab ich mich bereits hinter sie geworfen, ramme meinen linken Arm unter ihre Achseln und umpacke ihren Brustkorb. Die Klinge meines Kampfstabes, den ich nun in der rechten Hand halte, sticht leicht unter ihrer Kehle in die Haut, als ich einen spitzen Druck zwischen meinen Beinen spüre. Die Spitze ihres Dolches drückt sich in den Stoff meines Strings und zwischen meine Schamlippen, wo sie leicht hin und her reibt.

„Ich werde dich jetzt von unten nach oben aufschlitzen!“, zischt die maskierte Frau, mit einer Stimme, deren Klang mich fast schwindelig macht, und ihre Augen funkeln böse.

Und wie muss ich natürlich auf ihre Drohung reagieren? Mit der Zungenspitze fahre ich über ihren weichen Hals, sauge an ihm, und spüre das Pochen ihres Pulses. Während meine Hand, die gerade noch ihre Achsel gepackt hielt, nun das weiche Fleisch ihrer rechten Brust durchknetet, die durch den Kampf entblößt wurde, und ich mit den Fingern zärtlich ihren harten Nippel zwirble, säusel' ich ihr ins Ohr, an dem ich vorher natürlich genüsslich herum lutschen musste: „Noch ehe du nur zuckst, querida, rollt dein hübscher Kopf von den Schultern!“

Der süße Duft ihrer Haut erregt mich und ich stöhne. Mit der Hand reiße ich ihr Dreieckstuch herunter. Sofort fahren meine Lippen über ihren Kiefer. Als ich sehe, wie sie ihre vollen, schönen Lippen zusammenpresst, offenbar wird sie sich gerade der Tatsache bewusst, dass sie hier und jetzt nicht siegen kann, lege ich meine Lippen auf die ihren, sauge an ihnen und küsse sie.

Kurze Zeit später spüre ich, wie der spitze Druck in meiner Scham einem Kribbeln weicht, das in mir ein Lustfeuer zu entfachen droht. Ich stöhne, lass sie dann aber los, das darf nicht sein, verdammt!, und springe einen Schritt zurück.

„Wir müssen sie töten, alle beide!“, protestiert der Jaguar-Krieger hinter ihr lautstark, der sein Schwert bereits wieder in der Hand hält und sich wohl gleich auf mich stürzen will.

Die dunklen Augen der Maskenfrau starren mich an und ihr Gesichtsausdruck verrät mir, dass sie unschlüssig ist. Soll sie einen neuen Angriff wagen? Doch dann steckt sie ihren Dolch zurück in die Scheide an ihrem Oberschenkel, zieht ihr Dreieckstuch wieder übers Gesicht, hüllt sich in ihren Umhang und segelt den Korridor hinunter. Der Kerl glotzt auf meinen Kampfstab, den ich angriffsbereit in der Hand halte, brummt verärgert, schiebt nun auch selber sein Schwert zurück in die Scheide und folgt eilig der Frau hinterher.

„Hast du gesehen, wie sie davon geglitten ist?“, staune ich und senke fasziniert meinen Kampfstab. „Haben ihre Füße überhaupt den Boden berührt?“

Plötzlich dringt blumiges Fluchen an meine Ohren, sehr blumig, das mich aus den Gedanken reißt, „… dreckige Arschloch. Beim nächsten Mal brech' ich dir das Genick, hijo de puta!“

Ich drehe mich zu Ricarda um, die sich bereits erhoben und wieder angekleidet hat, und nun nach ihrem Kampfstab greift.

„Alles klar bei dir, Ricky?“, frage ich besorgt und betrachte sie genauer.

Ricarda wirbelt ihren Kampfstab zwischen ihren Fingern und um ihr Handgelenk, vorwärts und zurück, und blinzelt mich an. „Hat's geschmeckt?“ Dann fährt sie den Stab zusammen, steckt ihn mit einer erneut wirbelnden Bewegung in ihren Schenkelhalfter zurück, greift sich in die langen, schwarzen Haare und wirft sie nach hinten. Nun stecke auch ich meinen Kampfstab zurück in den Halfter, ich kann ihn genauso gut in meiner Hand wirbeln lassen, wie Ricarda, wetten?, doch belasse es bei einer kurzen Wirbelbewegung, stürze mich auf sie, nehme sie in den Arm und küsse sie. Sie erwidert zwar meine Küsse, rümpft aber die Nase und flüstert: „Du riechst nach Jagusina!“

Ich verharre und starre sie mit großen Augen an. „Nach was?“

„Ist dir nicht aufgefallen, dass dieses Miststück, das du da gerade abgeschlabbert hast, eine Jagusina ist?“ Sie befreit sich aus meiner Umarmung, nimmt aber meine Hand, und flitzt los. „Komm schon Line, dass muss Sandro erfahren. Schätze, die hat es auf den Patron abgesehen.“

=== Fortsetzung Teil 3 folgt ===